Grüne Mode
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Mode, die für sich selbst spricht: REFORMATION

Kennt ihr Yael Aflalo? Wenn nicht, dann interessiert ihr euch definitiv nicht für Green High Fashion. Seit 2009 steckt sie hinter REFORMATION und erschafft mit ihren Kolleginnen und Kollegen hochwertige und zum Teil atemberaubende Mode für Frauen, die weder bei der Qualität der Verarbeitung, noch der Hochwertigkeit der verwendeten Materialien und erst recht nicht an, dem Zeitgeist verpflichteten Mode Abstriche machen möchte.

Kollektionen gibt es bei REFORMATION nicht. Das ginge auch gar nicht, denn zwischen dem ersten Entwurf eines Kleides oder einer Hose liegen nur knapp 4 Wochen – anstelle von den regulären Zyklen von Frühjahr/Sommer- und Herbst/Winter-Kollektionen, die wir immer mindestens 6-12 Monate vor dem eigentlichen Release bereits zu Gesicht bekommen. Doch Yael und ihr Team ticken hier anders. Die Kreationen sind bewusst figurbetont, sind aber in unterschiedlichen Größen erhält, die nicht nur ein „Zero“ oder „S“ im Namen tragen. Es geht vielmehr um ein bewusstes Körpergefühl, das mit toller Mode einher gehen soll.

Dafür werden zu 60 Prozent Materialien wie TENCEL, Viskose und recycelte Stoffe verwendet. Die anderen 40 Prozent stammen aus Vintage Stoffen sowie so genanntem Dead Stock, also Material, welches brachliegt und nicht mehr verwendet wird. Bio-Baumwolle steht beim Team aus L.A. allerdings nicht besonders hoch im Kurs, mit einer durchaus nachvollziehbaren Begründung: Organic cotton is basically like that jerk you dated in college—even with a new job and a car, he’s still just bad news. Das Team zielt dabei vor allem auf den Wasserverbrauch als auch die benötigte Ackerfläche ab im Vergleich zu konventioneller Baumwolle oder eben den von ihnen verwendeten Materialien.

Produziert wird die Mode von REFORMATION in der eigenen Unternehmung in Los Angeles sowie in naheliegenden Betrieben rund um L.A. – und achten dabei auch auf eine faire Bezahlung der Menschen, die unsere Kleidung herstellen. Yael Aflalo und ihr Team würden von sich selbst allerdings nie behaupten, bereits vollständig nachhaltig zu agieren. Dabei tun sie dies bereits in vielen Bereichen ihres Labels, sei es bei der Verpackung, den verwendeten Office-Unterlagen oder dem Essen im eigenen Atelier.

Darüber hinaus gibt REFORMATION viele Tipps, wie Konsumenten bewusster mit ihrer Umwelt und ihrer Kleidung umgehen. Auf der eigenen Website gibt es umfangreiche Information über den Einfluss, den die Modeindustrie auf unsere Umwelt hat und wie viel Wasser oder CO2 während der Produktion von einzelnen Kleidungsstücken verbraucht werden. Transparenz deluxe, die man auch im regelmäßig versendeten Newsletter nachlesen kann. Tja, und wie sieht es nun mit der Mode selbst aus? Die, und das werdet ihr ziemlich schnell erkennen können, spricht absolut für sich selbst und bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung. Die ist nämlich einfach richtig gut. Also so richtig gut.

 

 

 

 

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: The REFORMATION

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