Alle Artikel mit dem Schlagwort: Hamburg

Löppt bei Kluntje

Wer sich mit mir schon einmal ausgetauscht hat, weiß, dass ich aus Nürnberg stamme, aber nicht wirklich den fränkischen Dialekt sprechen kann. Die ein oder andere Spracheinfärbung hört man allerdings schon heraus, so dass ich meine mittelfränkische Heimat nicht wirklich verleugnen kann (und auch gar nicht möchte). Dialekte sind Teil der kulturellen Identität – und sollten am besten bewahrt werden. Das gelingt aber nicht bei allen Dialekten, wie zum Beispiel beim Plattdeutschen. Umso schöner, wenn es Ideen wie von Kluntje aus Hamburg gibt, die Kleidungsstücke mit plattdeutschen Wörtern, wie zum Beispiel Löppt (läuft) oder Mien Leev (meine Liebe) bedrucken. Ziel ist es, den nostalgischen Charme zu bewahren und dabei auch noch stylisch auszusehen. Kluntje besteht aus Lena Pudritz, Kati Gellert und Julia Radewald, die vor knapp 18 Monaten ihr eigenes Label gegründet haben. Namensgebend war übrigens der würfelförmige Kandiszucker aus Ostfriesland, der Kluntje genannt wird. Um die bestehende Nachfrage bedienen zu können, muss das Label die Produktion abgeben, weil die Designerinnen bislang alles noch selbst nähen in Wilhelmsburg. In Berlin haben sie jetzt zum ersten …

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Endspurt beim Langen Hans

Ich bin ein großer Fan von Crowdfundings und der Idee dahinter, guten Ideen durch eine Finanzierung durch die Crowd einen zusätzlichen Schub zu verleihen. So geht es mir auch bei Langer Hans, dem aktuellen Projekt von Daniel Cremer und Ruslan Seibert, die extra lange T-Shirts für große Männer in bester Passform aus Bambusviskose und Biobaumwolle herstellen möchten. Als knapp 1,80-Mann betrifft mich Langer Hans zwar nicht unmittelbar persönlich, aber die Idee dahinter – wie eingangs bereits erwähnt – ist das Entscheidende in diesem Fall. Für große Männer ist es nämlich durchaus häufig problematisch, passende T-Shirts zu finden. Entweder haben die T-Shirts eine gute Passform, sind aber zu kurz, oder sie haben die richtige Länge, wirken jedoch eher wie ein Zelt. Das will Daniel ändern: Extra lange T-Shirts für große Männer in optimaler Passform. Produziert wird zu fairen Bedingungen bei einem Partner in der Türkei, den sich Daniel persönlich vor Ort angesehen hat. Die Fundingschwelle haben Daniel und Rusland vor wenigen Tagen bereits überschritten. Dies soll aber nur ein erster Schritt sein. Sollten 5.000€ zusammenkommen, könnte …

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MYMARINI für den Sommer 2017

Warum lange um den heißen Brei herumreden, wenn wir es doch gleich auf den Punkt bringen können: Mareen Burk und ihr Team haben wieder unglaublich schönes Swimwear für den Sommer 2017 gezaubert, die den Namen MYMARINI trägt. Genau die richtige Ausstattung zum Schwelgen für den nächsten Bade- oder Surfurlaub. Die einmalig schönen Aufnahmen der neuen Kollektion von Christin Schwarzer unterstreichen noch einmal sehr eindrücklich die tollen Bikinis, Badeanzüge, Surf- und Swimwear, die sich Mareen und ihr Team für SS17 ausgedacht haben. Dabei zählt wie schon von Anfang an vor allem die Fokussierung auf das Essentielle, keinen großen Schnickschnack, sondern lieber eine ideale Passform und eine hohe Wiedererkennbarkeit. Denn darauf könnt ihr Euch gefasst machen: In MyMarini wird man Euch am Strand, im Wasser oder auf den Wellen sofort erkennen. Gut zu sehen an der Weltenbummlerin Mia von Heylilahey, die aktuell in Asien unterwergs ist und ihre MyMarini Swimwear im Gepäck hat. Tücher, Bandeaus und Bodyshorts ergänzen das bereits reichhaltige Produktsortiment von MyMarini auch für den nächsten Sommer. Aber halt, die neue Kollektion gibt es natürlich …

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Die neuen Schmuckstücke von Bridge&Tunnel

Aufmerksame Leser meines Blogs kennen Bridge&Tunnel aus Hamburg bereits. Hanna Charlotte Erhorn und Constanze Klotz, die beiden Gründerinnen von Bridge&Tunnel haben nach Experimenten an der Schnittstelle von Design und Stadtteilarbeit den Schritt in die Eigenständigkeit gewagt und ihr eigenes Label gegründet. Sie bauen Brücken, über religiöse Grenzen und soziale Unterschiede hinweg, mit Menschen, die der Arbeitsmarkt in unserer Gesellschaft nicht einmal am Rande beschäftigen würde – aus Willkür. Für diesen Herbst und Winter haben sich Hanna und Constanze gemeinsam mit ihrem Team wieder neue Accessoires ausgedacht, die wieder in Hamburg in Handarbeit hergestellt wurden. Zum ersten Mal gibt es den Herrenrucksack JASVIR BIG, dessen Namen aus dem Indischen stammt und „schön und stark“ bedeutet. Für den Rucksack wurden zwei Jeans verarbeitet, die das Außenmaterial bilden. Die Polsterung besteht aus recyceltem Filz, Gurt und Boden sind wiederum aus pflanzlich gegerbtem Leder. Ebenso gelungen finde ich den Weekender namens EMIN (bedeutet „der Vertraute“ im Türkischen). Auch für den Weekender wurden zwei Jeans recycelt, der Boden besteht diesmal aus recyceltem PVC. Last but not least auf meiner persönlichen …

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10 Jahre Ilona von Preuschen – jetzt auch ohne Zebra

Vor 4 Jahren entdeckte ich bei der Suche nach einer neuen Mütze ein schwarzes Zebra. Meinen Beanie Super Simpel trage ich bis heute. 2016 feiert dieses schwarze Zebra nicht nur zehnjähriges Jubiläum, sondern auch einen Neustart: Aus ZEBRATOD wird ILONA VON PREUSCHEN. Eines bleibt dabei: Die ausgezeichnete Qualität, die sich hervorragend für diesen Herbst eignet. Hinter ZEBRATOD steckte damals schon die Designerin, die ihrem Label nun auch den eigenen Namen gegeben hat. Zur alten wie neuen Kollektion gehören neben Beanies und weiteren Mützen auch Stirnbänder, Hüte und Schals aber auch Pullover, Cardigans und Strümpfe. Eine breite und qualitativ hochwertige Bandbreite, die jedes Strickherz höher schlagen lässt. Ilona von Preuschen verwendet für ihre Herbst/Winter 2016/2017 Kollektion fast ausschließlich reine Wolle, am häufigsten wird reine Merion extrafein Wolle für Uni-Farben eingesetzt. Die meisten Farben erhält die Designerin in der Qualität einer bluesign-zertifizierten Kap-Wolle aus Südafrika. Dieses Garn wird in Deutschland eingefärbt und ist Mulesing-frei. Alle Mélange-Farben werden von einer hochwertigen italienischen Spinnerei bezogen. Das Rohgarn dazu stammt aus Australien und Neuseeland. Handarbeit ist bei Ilona von Preuschen …

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Vielfältig, nachhaltig und sozial – Bridge&Tunnel aus Hamburg

Die Gesellschaft mit einer Idee zu verändern ist für viele die Motivation hinter der Gründung eines eigenen Unternehmens. Doch nur wenige gehen diesen Weg konsequent weiter und gründen ein Social Business. In Hamburg-Wilhelmsburg wiederum bringt Bridge&Tunnel professionelles Design und Menschen aus dem Stadtteil mit flinken Händen zusammen. Das Social Design Label fertigt hochwertige Designprodukte und ermöglicht gesellschaftlich benachteiligte Menschen zu arbeiten. Nicht die einzige gute Idee. Hinter dieser und weiteren guten Ideen von Bridge&Tunnel stecken die Gründerinnen Hanna Charlotte Erhorn und Constanze Klotz. Die beiden kennen sich schon einige Jahre. Nach spannenden Experimenten an der Schnittstelle von Design und Stadtteilarbeit entstand schließlich die Idee für Bridge&Tunnel. » Mit Bridge&Tunnel entwickeln wir Beschäftigungsperspektiven für Frauen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht unterkommen. Kulturelle, religiöse und sprachliche Einschränkungen, aber auch gesellschaftliche Vorurteile machen es Frauen verschiedener Herkünfte und Kulturen oftmals schwer, sich über Erwerbsarbeit zu integrieren und in vollem Maße am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Mit Bridge&Tunnel bauen wir Brücken in den ersten Arbeitsmarkt. « Hanna Charlotte Erhorn & Constanze Klotz, Gründerinnen von Bridge&Tunnel Die Fertigung erfolgt lokal in Hamburg-Wilhelmsburg. Von …

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För Keerl un Deerns – Likedeeler Clothing aus dem Hamburg Hafenviertel

Haltung und klare Kante zeigen – zwei Eigenschaften, die in unserer heutigen Zeit immer wichtiger, aber auch seltener werden. Haltung bedeutet auch, dass es nicht egal ist, wie und wo die Kleidung produziert wird, die man auf der Haut trägt. Das ist nicht nur mir wichtig, sondern auch Patrick Diepes und Stefanie Discherden. Die beiden stehen hinter dem Steuerrad von Likedeeler Clothing aus Hamburg, die ich euch heute einmal näher vorstellen werde. Bio, dezent & fair – die Shirts von Likedeeler Clothing Begonnen hat alles mit einer Kollektion von Polo-Shirts. Lässigen, extrem gut sitzenden Polo-Shirts. Klar ist auch: Perfekter Schnitt und gute Passform muss mit Bio-Qualität und fairer Bezahlung einhergehen. Die Likedeeler-Produzenten sind G.O.T.S.-zertifiziert und Mitglied der Fair Wear Foundation. Für die Veredelung der Textilien arbeitet das Label ausschließlich mit in Hamburg und Umfeld ansässigen Unternehmen zusammen. Die Shirts sind nach den Straßen um den Hafen herum benannt und heißen zum Beispiel Simon (-von-Utrecht), Clemens (-Schultz) oder Hein (Hoyer) – alle Namen berühmter St. Paulianer, Hamburger oder Kapitäne. Wichtig ist den beiden Gründern auch, mit ihrer …

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JUNI

In meiner heutigen Monatsvorschau muss ich euch erst einmal ein großes „Dankeschön“ übermitteln. Der abgelaufene Monat war einer der erfolgreichsten, seit es GROSS∆RTIG gibt. Das ginge nicht ohne euch, meine Leser. Immer wieder freut es mich, dass nicht nur neue Artikel wie etwas das Outfit von ARMEDANGELS von euch gelesen werden, sondern auch ältere Artikel nichts an Relevanz oder Aktualität eingebüst haben. So lest ihr immer noch zum Beispiel meine Labelvorstellung von Natural Word Shoes und Ölend, wobei ich euch vor kurzem erst die neue Kollektion des Rucksacklabels aus Barcelona vorgestellt habe. Was ich für den Juni im Blog plane, verrate ich euch jetzt. Monatsvorschau: Der Juni im Blog Wie auch im Mai gibt es einen Nachzügler, denn: Ich habe es noch nicht geschafft, euch die ersten Artikel aus meinem Spezial über finnische Eco Labels zu präsentieren. Das ändern wir allerdings in der nächsten Woche, in der ihr meine persönlichen Empfehlungen von Sunnuntaipuoti und Nomen Nescio im Blog posten werde. Es geht aber nicht nur in den Norden Europas, sondern auch in den Norden und …

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»Wir sind eine große Familie hier in Hamburg «

Streetwear ist auch 2016 in aller Munde. Ob nun Veteranen wie Stüssy, die etwas Jüngeren A Bathing Ape oder auch die Wiederkehr von Dready – all diese Labels und viele weitere, auch klassische Modemarken, tummeln sich im Becken, wenn es darum geht, modische Street Credibility an den Mann und an die Frau zu bringen. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Perlen – wie zum Beispiel Mojo von Andre Gießelmann aus Hamburg. Im Interview spreche ich mit Andre über seinen eigenen Store auf der Schanze, Hip Hop Styles aus den 1990er Jahren, die 2016er Streetwear Kollektion – und seine Qualitäten am Mic. Alf: Ende Dezember war es soweit: Deine 2016er Kollektion wurde im Mojo Store vorgestellt und war noch vor dem Jahreswechsel im Online-Shop. Welches Feedback hast du bisher auf den Store und deine neue Kollektion bekommen? Andre: Ja, es hat mich sehr gefreut den Release hier in Hamburg im Mojo Store zu machen. Normalerweise kommen die neuen Sachen zur gleichen Zeit auch online raus, aber es war etwas Besonderes, da wir unseren ersten Flagship-Store erst …

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Hamburg, alles easy: Lotta Meyer mit NUSUM im Hier und Jetzt

Bereits vor einigen Wochen habe ich bei Kathrin ein für mich neues Modelabel aus Hamburg entdeckt. Hinter NUSUM steckt die Designerin Lotta Meyer, die nicht nur entwirft, sondern auch schreibt. Wobei beides sehr eng beisammen liegt: Neben der eigenen Modelinie lottaNUSUM gibt es nämlich auch NUSUM CUTure – ein Buch, das Mode macht. Modische Eintagsfliegen, so Lotta, wird man bei NUSUM nicht finden. Und damit hat sie absolut Recht. Ihre aktuelle SS15-Kollektion „Easiness“ zeigt, dass die Designerin zeitlose Mode entwirft, die durch die Kombination mit anderen Kleidungsstücken oder Accessoires bei Bedarf jedem Trend angepasst werden kann. Zeitlos eben.  Alle Modelle der verschiedenen Kollektionen werden in kleinen Betrieben in Deutschland gefertigt und für die Umwelt möglichst erträglich hergestellt. Darüber hinaus können in Absprache mit Lotta, etwa im NUSUM Atelier, alle Modelle individuell maßangefertigt werden. » Kein Gedanke zieht in die Zukunft, keiner in die Vergangenheit. Es ist still. Du bist da. Im Moment. Im Hier. In der Leichtigkeit « Für Easiness hat Lotta feines Amaretta® (ein waschbares Lederimitat, das griffig wie Ziegennappa ist), festen Jersey, weich fallende Seide-Viskose sowie gewaschene Seide verwendet. Die …

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