Grüne Mode
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Entgifte deinen Kleiderschrank – Ein Rückblick auf die Detox Modenschau „Ecothical“ von Greenpeace in Hamburg

Vor genau zehn Tagen war es soweit: Greenpeace Hamburg veranstaltete die erste Ecothical – eine Detox Modenschau mit ausschließlich öko-fairer Mode aus dem aktuellen Sortiment ausgewählter Hamburger Läden. Avesu, Glore, Paletti öko & fair und auch hess natur lieferten die Outfits, in denen die Models über den Laufsteg schritten. Ziel war es, eine praktikable Alternative zum Mainstream aufzeigen.

Insgesamt 15 Läden haben mitgemacht und Kleidung von unterschiedlichen Herstellern zur Verfügung gestellt. Dabei waren unter anderem Armed Angels, Recolution, K.O.I., Kuyichi, Veja, Les Racines du Ciel, wunder[werk], haikure, PeopleTree, PYUA und noch einige andere. Neben Streetwear und Businesskleidung wurde auch Kinderkleidung präsentiert. Alle Besucherinnen und Besucher bekamen zudem die Storeliste, damit das Gesehene dann auch später noch einmal in einem der 15 Läden, Online-Shops oder bei den Jungdesignerinnen genauer unter die Lupe genommen werden kann.

Wenn wir als Hamburger Gruppe Infostände zur Detox-Kampagne machen wird uns oft die Frage gestellt, was denn die Alternative zur Mainstreamkleidung sei. Diese Modeschau sollte die Alternative zeigen, im Rampenlicht auf dem Laufsteg mit möglichst großer Aufmerksamkeit und als Liste zum mitnehmen, nachlesen und ausprobieren.
Konrad Daleske, Greenpeace Hamburg 

Die Ecothical zeigte, dass es durchaus Kleidung zu kaufen gibt, die unter nachweisbar guten Bedingungen hergestellt wurde. Glaubt ihr nicht? Dann bitte Vorhang auf:

Mit der Detox-Kampagne drängt Greenpeace Modelabels und -ketten dazu, ihre Produktion zu entgiften. Händler wie H&M, Zara und Tchibo verpflichteten sich bereits auf eine saubere Produktion. Insgesamt 26 Unternehmen unterzeichneten inzwischen solch ein Abkommen und beugten sich damit dem Druck der Verbraucher.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Greenpeace Hamburg / Aneta Woznica

2 Kommentare

  1. Christine sagt

    finde ich klasse, leider ist das erste Argument nicht nur von Jugendlichen, dass das sich keiner leisten kann, gibt es dazu Zahlen, Beispiele etc. die man anschaulich in der Diskussion einbringen kann.

  2. Liebe Christine,

    dieses Argument kenne ich nur zu gut. Es kommt sehr häufig, wenn wir mit dem Designmob (www.designmob.de) Workshops zum Thema „öko-faire Mode“ für Kinder und Jugendliche von 10 bis 12 Jahren durchführen. Öko-faire Mode kann und darf nicht mit Billiganbietern wie kik und Primark konkurrieren. Das geht aus dem Prinzip des „Fair“-seins nicht. Aber, und das ist ganz entscheidend: Öko-faire Bekleidung ist schon längst nicht mehr teurer als vergleichbare konventionell produzierte Bekleidung.

    Mein sehr guter Freund Raphael hat in seinem Blog Anfang des Jahres einmal ausgeführt, wie teuer die Produktion eines T-Shirts ist (http://raphabreyer.de/preis-eines-t-shirts-%E2%80%93-gunstiger-als-die-wahrheit/). Dies hilft dir sicherlich, gute Argumente zu finden. Nächster Schritt könnte ein genauer Blick auf Get Changed sein – dem (!) Online-Portal für die Suche nach nachhaltig agierenden und sozial produzierenden Mode- und Bekleidungslabels (http://www.getchanged.net/). Ein weiterer Recherchetipp, wenn es um die „Rohlinge“ für T-Shirts & Co. geht: Continental Clothing (http://www.continentalclothing.de/) und Earth Positive (http://www.grundstoff.net/earth-positive-m-22.html).

    Mit diesem Infopaket hoffe ich, dass du manchen Argumenten besser begegnen und diesen auch entgegnen kannst.

    Lieben Gruß,
    Alf

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