Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kollektion

Die mit dem „Ö“

Von Zeit zu Zeit werde ich gefragt, wie ich eigentlich auf die Kollektionen oder Labels aufmerksam werde, über die ich schreibe. Bei Börd Shört, dem kleinen Modelabel von Jenny Tenner, war Instagram „Schuld“. Dort poppte seit dem Start der neuen Kollektion „blooming“ immer wieder ein noch schönere Impression aus dem Lookbook auf, so dass ich kurzerhand kommentierte, ich wolle etwas über das Label schreiben – und schon waren Jenny und ich im Austausch, aus dem ich heute zitieren werde. Als ich mit „börd shört“ angefangen habe, war es noch total schwierig, Biostoffe in tollen und schönen Farben zu finden. Deshalb habe ich bei der der ersten Kollektion sogar noch Stoffe nach meinen Wünschen färben lassen und diese dann teilweise in einem Siebdruckatelier handbedruckt. Das ist glücklicherweise seit dem es Lebenskleidung gibt vorbei und ich freue mich, dass es auch immer mehr Stoffe mit hübschen Mustern gibt. Falls mir doch noch etwas fehlt, wie zum Beispiel der Stoff mit dem Blumenprint für „blooming“, recherchiere ich online nach anderen Herstellern von GOTS-zertifizierten Stoffen. Der Stoff mit Blumenprint …

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Sommerstrick aus Schweden

Schon vor 2,5 Jahren schwärmte ich über die Arbeiten des schwedischen Stricklabels MASKA, damals noch für das in der Zwischenzeit leider eingestellte Blogzine Kalinka.Kalinka. Das Label experimentierte bei Shibui zum ersten Mal mit TENCEL. In den darauf folgenden Jahren und auch für die aktuelle Frühjahr/Sommer 2016 Kollektion gesellen sich noch Stoffe wie Leinen, Kaschmir und natürlich Bio-Baumwolle hinzu. Das lässt sich alles extrem gut sehen und ist ideal für den in den Startlöchern stehenden Sommer. Das Label achtet sehr auf die Herkunft der ausschließlich natürlichen Fasern. Alle Garne werden z. B. in der EU gesponnen und fast alle Kollektionsteile werden ebenfalls in der EU produziert. Langlebigkeit ist neben den nachhaltigen Aspekten elementar für Gründerin Maria Svensson. Die Stoffe werden so gewebt, dass sie lange standhalten, die Kleidungsstücke so gefertigt, dass man sie nicht chemisch reinigen muss oder umweltschonend waschen kann. Die Baumwolle wird nur aus Regionen bezogen, wo sie natürlich wächst und nicht gedüngt oder künstlich bewässert werden muss. Alle Details wie Knöpfe bestehen ebenfalls aus natürlichen Materialien. Die Etiketten werden zudem aus recyceltem Papier hergestellt. …

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Slow & schlicht: Die stillvolle Lingerie von WORON

Öko-Mode oder Ethical Fashion ist in den letzten Jahren unglaublich gewachsen. Immer mehr Modelabels setzen auf ökologisch angebaute Rohstoffe, achten auf eine transparente Lieferkette und soziale Produktionsbedingungen. Knackpunkt ist und bleibt häufig noch das Design, der Schnitt und der Stil, den die Labels mit ihrer Mode vermitteln wollen. So wie es bei Sneaker aus meiner Sicht nur wenige Glanzlichter gibt (ekn Footwear, Faguo Shoes, VEJA), so gibt es auch in Sachen „Unterwäsche“ oder Lingerie noch Nachholbedarf. AIKYOU (für Frauen) und VATTER (für Männer, für Frauen gibt es Höschen und Shorts) setzen aus meiner Sicht nicht nur ökologisch, sondern auch stilistisch schöne Maßstäbe. Ein Label, dass sich anschickt, Sustainable Lingerie noch salonfähiger zu machen, ist WORON aus Kopenhagen, die ich euch heute vorstellen möchte – inklusive Interview mit Anya Woron. Anya und Arina Woron geht es mit ihrem eigenen Label vor allem Unterwäsche zu erschaffen, die Frau gerne als erstes am Tag an- und gerne als letztes am Tag wieder auszieht. Weder soll die weibliche Linie oder der Stil der Unterwäsche durch den Komfort eingeschränkt, noch …

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WELTANSICHTEN von Kluntje im Schaufenster der Akademie JAK

Beim ersten Fashion Revolution Day im letzten Jahr habe ich Julia Radewald kennengelernt. Sie unterstützte den Upcycling Fashion Store bei der Organisation rund um den Tag, der uns auch dieses Jahr wieder fragt: Who made your clothes? Das hat sich Julia gemeinsam mit ihren Mitstudentinnen Katharina Gellert und Lena Pudritz auch gefragt. Während der Suche nach Antworten entstand WELTANSICHTEN, die erste Kollektion ihres Labels Kluntje, die am 7. April im Projektfenster der JAK in Hamburg präsentiert wird. „Uns alle nervt der Massenkonsum in der Modeindustrie, die schlechten Bedingungen der Arbeitsplätze für die Näherinnen und auch die Hungerlöhne die lediglich ausbezahlt werden“, schreibt mir Julia vor wenigen Tagen auf meine Frage zurück, wie sie dazu kam, sich mit einem alternativen Ansatz mit der Modeindustrie auseinanderzusetzen. Denn: WELTANSICHTEN ist eine reine Upcycling-Kollektion. „Das Buch ‚Die Erde von oben‚ inspirierte uns zu dem Thema WELTANSICHTEN. Jeder bekam ein Unterthema: Kati – Felder und Wälder, Lena – Städte und Gebirge und ich – Wasser und Strand. Es wurde viel gepatscht und mit vielen Schnittteilen gearbeitet. Formen wurden aufgeteilt: Lena …

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Floor van het Nederend verschönert die Frühjahr/Sommer 2015 Kollektion von Kidscase

Im Sommer 2013 berichtete ich schon einmal für Kalinka.Kalinka über das niederländische Label Kids Case. Für die aktuelle Frühjahr/Sommer 2015 Kollektion haben sich Jacqueline van Nieuwkerk und Merel Verbrugge den niederländischen Künstler Floor van het Nederend an die Seite geholt, um wieder unfassbar schöne Kindermode zu erschaffen. In Szene gesetzt von der britischen Fotografin Flannery O’Kafka zeigt Kidscase erneut, dass 1. tolle Mode auch für Kinder möglich ist und dass 2. dabei die Qualität und das Bewusstsein für unsere Umwelt nicht auf der Strecke bleiben muss. Auch Kidscase befindt sich in dem Dilemma eines kleinen Labels mit geringeren Abnahmemengen, dennoch sind über 70 Prozent der Kollektionen aus nachweislich biologisch angebauten Materialien sowie in der Mehrzahl auch aus fairem Handel. Die Kollektion (und auch der restliche Webshop) wiederum hat alles, was das elterliche Herz begehrt und der Geldbeutel nur zögernd herausrückt: kuschelweiche Basics, minimalistische Kleider, Prints für die großen Kleinen und Accessoires, die das Leben zuhause einfach noch gemütlicher machen. Dafür schluckt man wie schon angesprochen etwas bei den Preisen, die eher im oberen Bereich der Kindermode liegen. Aber …

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Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Ringel-Ich! Die Herbst/Winter 2014 Kollektion von FUB Childrenswear

Ja, ich gestehe: Ich bin Fan skandinavischer Mode, vor allem bei Kidswear. Schon bei der Minigrün-Outfit-Reihe bestechen vor allem Marken wie Green Cotton aus Dänemark mit tollen Motiven und modischen Schnitten. Seit gut zwei Jahren verfolge ich die Arbeit von FUB Childrenswear mit besonderem Interesse und fand bereits die zurückliegenden Kollektionen sehr gelungen. Nicht anders sieht das in diesem Jahr aus. Im Mittelpunkt der aktuellen Herbst/Winter 2014 Kollektion stehen Punkte und Streifen in schönen Farbkombinationen wie etwa Weiß-Rot-Blau, Dunkelblau-Weißgrau oder Rot-Weiß-Gelb. Neben vielen Unisex-Stücken wie den gestreiften Hosen, den einfarbigen Pullovern – unter anderem in einem satten Senf-Ton – gibt es auch spezifisches für die Mädels. Einen gelben Rock mit weißen Punkten und ein blaues Kleid mit ebenfalls weißen Punkten komplettiert die Auswahlmöglichkeiten. Weiterhin gilt beim Label aus dem dänischen Hinnerup: Der Fokus liegt auf den Kindern und dem, was sie auf der Haut tragen. Täglich, drinnen und draußen, bei herbstlichen und winterlichen Temperaturen. Alle Kollektionen von FUB werden ohne chemische oder synthetische Zusätze gefertigt. Im Winter wird wieder hauptsächlich Wolle und zum Teil, wie …

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Crimson Decay – QooQoo spielt mit dem Zeitgeist

Ausgezeichnet mit dem Latvian National Style & Fashion Award für das Best Designer Debut 2010 und ausgestattet mit einer überbordenden Menge an Spaß, Kreativität und einem Schuss Verrücktheit, ist QooQoo ein wahres Label to Watch – gerade mit der aktuellen Kollektion „Crimson Decay“. Designerin Alyona Bauska widersteht allen Schubladen widersteht und einfach ihre eigene modische Kommode baut. Das nennt man dann wohl einen eigenen Stil. Im Gegensatz zur Frühjahr/Sommer 2013 Kollektion und der Swimwear Collection, in der es vor Blumen und Pflanzen nur so sprießte, reflektiert das Lookbook zu „Crimson Decay“ den Zeitgeist: Hinterzimmerromantik, ausgeblichene Fotos, ein bisschen Ghetto Chick trifft auf It-Girl-Attitüde. 90er Jahre Stil und Replica vermitteln ein Gefühl des Bereits-Dagewesenen. Die Prints ЛЮБОВЬ und ЯRADA spielen nicht nur mit bekannten Marken, sondern auch mit kyrillischem und lateinischem Alphabet, Doppeldeutigkeiten unbedingt gewollt.  Alyona Bauska fertigt alles auf Anfrage – nichts ist vorproduziert oder liegt seit mehreren Wochen verstaubt in einem Lager – und wird in Lettland weiterverarbeitet, produziert und veredelt. Verwendet wird in erster Linie Baumwolle, allerdings – und das ist noch ein großes Manko bei QooQoo – konventionelle. Obwohl …

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Je t’hati – Yoga Wear von hati-hati aus Hamburg

Unlängst blätterte ich durch meine Artikel über Grüne Mode und stieß auf mein Review der ganz wunderbaren Frühjahr/Sommer 2013 Kollektion des Hamburger Labels hati-hati. Über locker-leichte Stoffe, luftige Schnitte und echte Hingucker schrieb ich da. In diesem Jahr erschien zwar noch keine neue Kollektion, dafür habe ich die aktuelle Yoga-Wear-Kollektion entdeckt – sehr entspannt, relaxt und auch gut für die Haut. “We have no art we do everything as beautifully as we can.” Die Kollektion besteht aus zwei Tops – einmal skinny als Tank Top, einmal weit geschnitten als Fitness Shirt. Dazu einen Body, der wunderbar mit der Shorts kombiniert werden kann. Komplettiert wird dies mit einem perfekt sitzenden Yoga Bra. Die komplette Yoga Wear besteht aus 95 Prozent Modal (hier in der Edelweiß-Variante, die besonders ökologisch ist) und hat zudem noch einen geringen Anteil an Elasthan. Produziert wird weiterhin und seit 2012 auf Bali in einer kleinen Manufaktur zu sozialen und fairen Bedingungen. Alles gut? Definitiv. Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: hati-hati

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LaurenceAirline launcht Online-Shop – Laurence Chauvin-Buthauds aufregende Männerkollektionen

4873.49 Kilometer liegen zwischen Abidjan an der Elfenbeinküste und der Modemetrople Paris. Diese Distanz überwindet das Modelabel LaurenceAirline von Laurence Chauvin-Buthaud seit 2010 mit verspielter Leichtigkeit und frischen Ideen für die Männerwelt. Hier treffen zeitlose Silhouetten auf afrikanische Wurzeln. Der Grundgedanke dabei ist Afrikas kulturelles Erbe neu zu interpretieren und so Möglichkeiten für die Zukunft zu schaffen. Die kompletten Kollektionen werden dabei unter nachhaltigen und sozialen Bedingungen in Abidjan hergestellt. Die Schneiderinnen und Schneider werden dort in der Herstellung von Textilien unterrichtet und genügen höchsten textilen und modischen Standards. So helfen LaurenceAirline Afrikas Realität in die aktuelle internationale Modewelt einzuführen. Die Frühjahr/Sommer 2013 Kollektion „Koutoukou“, benannt nach einem tropischen Drink, ist zum Beispiel vor allem für Männer gedacht, die kein Problem damit haben, im Mittelpunkt zu stehen. Denn trotz der klassischen Schnitte für Hemden, Oberteile und Hosen ist LaurenceAirline alles andere als langweilig. Pünktlich zu den warmen Temperaturen öffnet nun der Online-Shop von LaurenceAirline seine Pforten und offenbart tolle Looks, außergewöhnliche Hemden, knappe Shorts und schimmernde Hosen – also alles, was ein modisches Männerherz begehrt. Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: LaurenceAirline

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Was aus Strick entstehen kann: Jessica Salazar Luna und ihr Label Killa Knits aus Lima

General Borgoño 770, Miraflores, Lima, Perú. In der eigenen hippen Boutique werden die feinen Teile für das Jahr 2014 von Killa Knits an szenekundige Großstädter verkauft. Ein außergewöhnliches Modelabel mit einem feinen Sinn für ihre Materialien. Hauptbestandteil der handgefertigten Pullover und Röcke, Schals und Mützen von Designerin Jessica Salazar Luna ist feinste Alpaca-Wolle aus dem Hochland der Anden. Das Label setzt dabei auf ökologische und faire Kritierien – wie wir wissen: keine Selbstverständlichkeit. Durch die Handarbeit ist eigentlich jedes Stück ein Unikat, da eine industrielle Produktion bewusst nicht gewählt wurde. Designerin Naty Muñoz arbeitet wieder mit viel Spitze, feinem Strick und femininen Schnitten. Selbst Basics wie Longsleeves schüttelt sie mit Leichtigkeit aus ihrem kreativen Ärmel. Die Kollektion wurde wieder von Näherinnen und Nähern aus kleinen Communities in Peru (Lima und Puno) hergestellt. Diese bekommen einen fairen Lohn für ihre Arbeit. Verwendet wird dabei neben Alpaca auch Bio-Baumwolle, die von heimischen Bauern angebaut wird, und Glanzgarn. Zwar nicht zertifiziert, aber zu selbst kontrollierten Bedingungen, die die Umwelt nicht belasten sollen. Zudem werden insgesamt 24 natürliche Farben angeboten, die nicht …

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