Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kindermode

For Schur – Zero Waste für Kids

Zero Waste in ein Konzept, mit dem ich mich sehr anfreunden kann. Denn: Wenn bei einem neuen Produkt kein Abfall entsteht, ist das eine gute Sache und definitiv ein guter Weg, um einen nachhaltig zusammengestellten Kleiderschrank zu haben. Doch das ist leichter gesagt oder geschrieben, als getan. Die Herausforderung besteht darin, die Materialien so optimal zu nutzen, dass eben kein Verschnitt oder ähnliches entsteht. Wie kann das in der Praxis funktionieren? Meine Frage hat mir Nina Krake beantwortet. Gemeinsam mit ihrer Freundin Tabea Börner hat sie das Zero-Waste Kindermodelabel »For Schur« gegründet. Liebe Nina, ihr verwendet für »For Schur« Wolle. Genauer gesagt: Wolle von aussortierten Wollpullovern. Wie kommt ihr eigentlich an das Material? Als wir anfingen, nähten wir noch selbst und kauften „unsere“ Wollpullover in Second Hand Geschäften ein. Die Nachfrage war jedoch ziemlich schnell so groß, dass diese Pullover nicht mehr reichten. Außerdem produzieren wir das ganze Jahr über und im Sommer gibt es keine Wollpullover in Second Hand Läden. Wir wussten, dass man Altkleider auch in Textilsortieranlagen kaufen kann. Jedoch wird dort nicht …

There are »New Kids in the Hood«

Schöne und gute Kindermode ist für mich seit 5,5 Jahren ein großes Thema. Der Kleiderschrank meiner Tochter besteht aus Secondhand Kleidung, neuer Fair Fashion, Geschenktem oder Geliehenem und auch manchem Kleidungsstück, an dem nur die Bio-Baumwolle gut ist. Ein Spagat, den wir als junge Eltern Tag für Tag machen müssen. Gerade in den sonnigen Monaten stellten wir uns auch die Frage, ob es nicht auch eine schöne Cap für Ava gibt, die sie tragen könnte. Gibt es, und das sogar aus meiner Geburtstadt Nürnberg. Das noch junge Label »New Kids in the Hood« von Sarah Seidel und Florian Pohrer setzt genau hier an, mit schönen Stoffen, tollen Schnitten und Upcycling pur. Jetzt ist auch der Online-Shop endlich fertig geworden, so dass ich mich mit Sarah über die Ursprünge des Labels und die nächsten Schritte unterhalten habe. Warum habt ihr euch 2016 dafür entschieden, ein soziales Projekt für Flüchtlinge zu starten? Ich habe Soziale Arbeit studiert und während meines Studienprojekts, einer Kunstausstellung zum Thema Fluchterfahrungen, habe ich Hamdi aus Syrien kennengerlent. Er hat mir erzählt, dass …

Keine langweilige Rosa-Wolke-Marke für Kids – Manitober aus Hamburg

Vor wenigen Tagen schrieb mir mein Freund Jan, ich solle mir doch mal ein Label namens Manitober näher ansehen. Für die hätte er was gestaltet. Beim Klang von Manitober in meinen Ohren klingelte es bereits, denn das Label kannte ich bereits von Instagram. So entstand der erste Kontakt zu Marcus, dem Gründer von Manitober. Ein erstes Treffen in Berlin zerschlug sich, aber wir haben dennoch zueinander gefunden. Aus einem digitalen Schlagabtausch entstand ein ganz wunderbares Interview über zeitgemäße Kindermode, das Rückgabeprinzip, die großen Modekonzerne und … Zombies. Lieber Marcus, stell‘ Dich doch bitte einmal meinen Leserinnen und Lesern vor. Hi, ich bin Marcus, wohne in Hamburg und mache (dies/das) verschiedene Dinge, zurzeit vor allem Kinderbekleidung. Welche Beweggründe gab es, mit Manitober ein Kindermodelabel zu gründen? Mittlerweile habe ich selber zwei Kinder. Als Bekleidungstechniker begutachtet man Klamotten mit anderen Augen, natürlich auch die der Kids. Berufskrankheit quasi. Und leider sehe ich auch immer viele Sachen die mich stören und die ich schlecht gelöst finde. Hinzu kommt dieses Genderthema, dass mir wirklich extrem auf die Nerven geht. …

Handbemalte Kindermode – Kleine Spatzen aus Ratingen

Ihr kennt es sicherlich, das Sprichwort „Die Spatzen pfeifen es von den Dächern„, oder? Es bedeutet, dass es eigentlich schon alle wissen (oder wissen müssten). Die kleinsten dieser Spatzen sind natürlich die lautesten, die frechsten, die witzigsten – wie im wahren Leben natürlich auch. Für unsere kleinen Racker gibt es jetzt aus dem nordrhein-westfällischen Ratingen die passende Mode – von Kleine Spatzen. Hinter dem neuen Kindermodelabel stecken die beiden kreativen Köpfe von Maike Ostermeier und Alexandra Dittschar. Im eigenen Atelier werden alle Teile ganz individuell mit einem der elf Tier-Motive Spatz Marie, Prinzessin Emily, Eisspatz Estelle, Karussellpferd Lisanne, Superspatz Romeo, Trojanisches Pferd Achileon, Adler Fin, Brummbär Bruno, Eichhörnchen Lui und Katze Einkai versehen. Bemalt werden nur kontrolliert biologisch angebaute Materialien, die gewissenhaft verarbeitet und fair produziert wurden. Insgesamt gibt es drei Kollektionen: Für Babys, Kids und Teens (ab 9 Jahren) – alle mit ihrem eigenen Charakter und Anspruch für die Dinge, die Kinder in dem jeweiligen Alter eben machen. Neben den Kollektionsteilen gibt es auch noch die Möglichkeit, sein Lieblingskuscheltier im Atelier als Unique² auf ein T-Shirt, Langarmshirt oder Jumpsuit (be)malen zu …

Die wunderschöne Geschichte von Kipepeo Clothing

Es gibt manchmal Geschichten, die sind so unglaublich, dass sie kaum wahr sein können. Oder die so schön sind, dass man sich freuen würden, wenn sie wirklich stimmen würden. Bei Kipepeo Clothing trifft beides zu – und die Geschichte ist einfach wahr. Umso großartiger, dass ich sie euch heute einmal nacherzählen darf. Alles fing an mit einer Zeichnung. Aushilfslehrer Martin Kluck bekommt sie geschenkt, von einem Kind, am letzten Schultag, fernab in Tansania. Als persönliche Erinnerung gedacht, druckte Martin sie auf ein T-Shirt. Doch es blieb nicht nur bei dieser einen persönlichen Erinnerung. Seit 2010 finden weitere Kinderzeichnungen ihren Weg auf T-Shirts und Kindersachen, die zu fairen Bedingungen aus Bio-Baumwolle in Tansania hergestellt werden. Die Baumwolle stammt von einer Kleinbauerkooperative am Lake Victoria. Die Verarbeitung der Baumwolle zu Garn, Stoff, bis hin zum fertigen T-Shirt erfolgt unter ökologischen, fairen und transparenten Bedingungen komplett in Arusha, Tansania. Ist der so genannte Kipepeo- Cycle  bereits gut, geht das Modelabel von Martin Kluck und seinem Team noch einen Schritt weiter und unterstützt durch den Verkauf der Shirts genau …

Eltern ein gutes Gefühl geben – Nipparel aus München

Liebe Eltern, aufgepasst! Diese Woche steht ganz im Zeichen der Mode für eure Kleinsten und Liebsten. Am Montag stellte ich euch das Berliner Familiengeschäft MONKIND vor, am Dienstag ging es endlich mit #Minigrün weiter und heute folgt die Baby- und Kinderbekleidung von Nipparel kids clothing. Am Ende dieser Themenwoche möchte ich euch noch einen Tipp aus meiner bayerischen Heimat geben. Wobei ich ja eigentlich aus Mittelfranken stamme, bin ich doch in Nürnberg geboren worden (und sich dort niemand wirklich als Bayer fühlt) und in der Nähe aufgewachsen. Schwamm drüber, es geht hier ja auch vielmehr um die Geschwister Caroline und Philipp Hatlapa, die 2013 ihr eigenes Label gegründet haben: Nipparel kids clothing. Die Geschwister teilen die Leidenschaft für Mode und nachhaltige Textilwirtschaft und wollen mir ihrem Label unkomplizierte Kindermode aus Bio-Baumwolle produzieren, die nicht nur toll aussieht, sondern die Welt auch ein kleines bisschen besser macht. „Besser machen“ meint hier vor allem die Einhaltung des renommierten GOTS Standards, der unter anderem sicherstellt, dass keine Chemikalien bei Anbau und Verarbeitung verwendet wurden, die Produktion schadstofffrei von statten ging und in den Produkten mindestens 70 Prozent …

Sven Rosés Illustrationen für das Kinderlabel Rosenblatt & Fabeltiere

Schon wieder ist fast eine Woche vergangen, in der ich nicht zum Schreiben kam. „Schuld“ waren meine beruflichen Ausflüge nach München und Wolfsburg und ein wunderbar sonniges Wochenende auf dem Tempelhofer Feld. Heute allerdings ist glücklicherweise wieder einmal Zeit, euch ein neues Label vorzustellen. Rosenblatt & Fabeltiere ist auf St. Pauli zuhause und hat eine besondere Vorgeschichte. Das Label ist nämlich aus einem Arbeitsprojekt des J.W. Rautenberg-Gesellschaft e.V. für Menschen mit psychischen Erkrankungen entstanden, die mit der Gestaltung, Produktion und dem Verkauf der verschiedenen Produkte einen neuen Einstieg in Arbeit und Beschäftigung finden. Die Fabeltiere, die von Sven Rosé in einer Maltherapie entstanden sind, haben in den vergangenen Jahren stetig Zuwachs bekommen. Die Monster-Familie mit Monster-Mama Lydia, Monster-Papa Kurt und Sohn Moses sind ebenso beliebt wie Fred, der Hase, Helma, die Henne und auch die neueste Erfindung, der kleine Jimmy Robot. Sven Rosé hat durch das Projekt sein künstlerisches Talent entdeckt und in Hamburg schon an verschiedenen Stellen ausgestellt und eine kleine Fangemeinde. Die insgesamt 20 illustrierten Charaktere sind auf Bodys, Shirts, Mützchen und Lätzchen zu finden. Das ist schön, originell und vor allem …

Ausgezeichnete Kindermode aus Berlin – wool candy macht Kinder- und Elternherzen froh

Vor wenigen Tagen war es soweit: das kleine Berliner Kindermodelabel wool candy erhält von der INNATEX, der internationel Fachmesse für nachhaltige Textilien den Förderpreis „Design Discoveries„. Eine tolle Auszeichnung für Stephanie Raatz und ihre Mutter Carola, die wool candy im Frühjahr 2014 gegründet haben. Die ehemalige Steuerberaterin hat ihren Job gekündigt, um sich gemeinsam mit ihrer Mutter, der „Directrice“ der ersten Kollektion für diesen Winter, voll und ganz auf das eigene Start-Up zu konzentrieren. Verwendet wird 100 Prozent Bio-Schurwolle, eine Seltenheit im Kindermodebereich. „Wir haben lange nach der richtigen Wolle geforscht. Wir wollten eine Schurwolle, die aus biologischer Tierhaltung ist. Wo die Schafe beim Scheren nicht leiden“, erzählt Stephanie Raatz auf modepilot.de. Wir fanden, dass es zu wenig Kindermode aus wirklich hochwertigen Materialien und mit schönem Design gibt. Häufig werden Baumwolle oder Kunstfasern verwendet – aber auch Wolle ist oft mit Chemikalien ausgerüstet, die ungesund sind und Allergien auslösen können. Zudem produzieren auch hochpreisige Hersteller in Ländern wie China oder Bangladesh mit geringen Herstellungskosten und den damit verbundenen Problemen, dennoch wird die Kinderkleidung zu hohen Preisen …

Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Ringel-Ich! Die Herbst/Winter 2014 Kollektion von FUB Childrenswear

Ja, ich gestehe: Ich bin Fan skandinavischer Mode, vor allem bei Kidswear. Schon bei der Minigrün-Outfit-Reihe bestechen vor allem Marken wie Green Cotton aus Dänemark mit tollen Motiven und modischen Schnitten. Seit gut zwei Jahren verfolge ich die Arbeit von FUB Childrenswear mit besonderem Interesse und fand bereits die zurückliegenden Kollektionen sehr gelungen. Nicht anders sieht das in diesem Jahr aus. Im Mittelpunkt der aktuellen Herbst/Winter 2014 Kollektion stehen Punkte und Streifen in schönen Farbkombinationen wie etwa Weiß-Rot-Blau, Dunkelblau-Weißgrau oder Rot-Weiß-Gelb. Neben vielen Unisex-Stücken wie den gestreiften Hosen, den einfarbigen Pullovern – unter anderem in einem satten Senf-Ton – gibt es auch spezifisches für die Mädels. Einen gelben Rock mit weißen Punkten und ein blaues Kleid mit ebenfalls weißen Punkten komplettiert die Auswahlmöglichkeiten. Weiterhin gilt beim Label aus dem dänischen Hinnerup: Der Fokus liegt auf den Kindern und dem, was sie auf der Haut tragen. Täglich, drinnen und draußen, bei herbstlichen und winterlichen Temperaturen. Alle Kollektionen von FUB werden ohne chemische oder synthetische Zusätze gefertigt. Im Winter wird wieder hauptsächlich Wolle und zum Teil, wie …

Lachende Herzen und zwinkernde Wolken – die Sommer 2014 Kollektion von organicZOO

In keinem gut sortieren grünen Baby- und Kinderladen sollten sie fehlen, die kuschelweichen Oberteile und Hosen von organicZOO aus Brighton. Die Unisex-Teile der Sommer 2014 Kollektion des Labels werden schnell zu täglich getragenen und heiß geliebten Lieblingsstücken. Sie sind aus weicher Bio-Baumwolle und werden mit drei Motiven kombiniert: Ob ein lächelndes Herz, eine zwinkender Wolke mit gezwirbeltem Bart oder mutmachende Aufforderungen wie “Make Mistakes” und “Believe in yourself” – alle Motive sind zuckersüß und lassen unsere Kleinsten in einem weichen Grau und einem hellen Beige noch goldiger aussehen. Das Label hat sich aber nicht nur für das richtige Material entschieden, sondern verfolgt auch eine nachhaltige Unternehmensführung. Produziert wird in einem Familienbetrieb in Polen, der einmal pro Jahr besucht und kontrolliert wird. In der Zentrale in Brighton achten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem darauf, wenig Müll zu produzieren, recycelte Verpackungen zu verwenden und auf aufwendiges Promo-Material gänzlich zu verzichten. Lieber weniger Werbung und Aufmerksamkeit, dafür einen guten Einfluss auf die Umwelt und den Kleiderschrank unserer Kindern nehmen – danke, organicZOO! Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: organicZOO Dieser …