Alle Artikel mit dem Schlagwort: GOTS-zertifiziert

SIGNE aus Delft

Bevor ich mich am Mittwoch in das Getümmel der Berliner Fashion Week stürze und mir die neuen Kollektion auf der Ethical Fashion Week, im GreenShowroom, auf der SEEK, der Bright und auf der PREMIUM ansehen werde, möchte ich euch heute noch ein noch sehr junges Label aus den Niederlanden vorstellen: SIGNE aus Delft. Auf das 2016 gegründete Label von Sven Signe den Hartogh bin ich auf Instagram aufmerksam geworden. Die Bildsprache prägnant, die Signature Shirts und Sweater sehr clean – dazu noch eine in Schwarz/Weiß gehaltene Kampagne, die eine ganz andere Ästhetik entwickelt als ein Blick in den Shop vermuten lässt. Die Kampagne steht aber für das, was SIGNE zwar noch nicht sichtbar ist, aber was es einmal werden könnte und im kreativen Kopf von Sven Signe den Hartogh vielleicht schon ist. Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit Mode war sein Tumblr The Stranded Sailors. Der dort porträtierte Lifestyle, die Kollaborationen mit Marken, die Organisation von Veranstaltungen und vieles mehr hatten zur Folge, dass sich der Künstler unterschiedlichen Künsten zuwendete: Der Fotografie, dem Malen, der Poesie. …

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Treches is back

Schöne Nachrichten müssen verbreitet werden: TRECHES ist zurück! Das Label von Jei Bruneau Rossow kenne ich bereits seit Jahren. Gemeinsam mit format favourites verkaufte sie ihre Mode im Neuköllner Wesen auf der Weserstraße. 2014 feierte ich vor allem ihre Sommerkollektion „Fake Nature„. 2015 dann Funkstille, Rückzug. TRECHES verschwand. Umso schöner und erfreuter war ich, also vor einigen Tagen das erste Zeichen eines Comebacks in meiner Timeline aufpoppte. Seit einigen Monaten arbeitet Jei wieder an ihrer Mode und hat sich SHIO angeschlossen, einem dieser kleinen, feinen Läden in Neukölln, in dem stilvolle Mode und Accessoires verkauft werden. Bei den neuen Teilen geht es immer noch oder auch wieder um Geometrie, das Auflösen von Geschlechtergrenzen und Stereotypen, klare Linien, kleine Details und farbliche Kontraste. Das gelingt Jei besser als zu vor, denn sie ist zum einen verspielter, zum anderen klarer im Ausdruck ihrer Kreativität. Alle Teile werden in Berlin produziert und bestehen aus GOTS- oder IVN Best-zertifzierten Stoffen oder aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Wer mehr über ihre neuen Projekte YRSA und SONIA erfahren will, der darf sich …

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Die mit dem „Ö“

Von Zeit zu Zeit werde ich gefragt, wie ich eigentlich auf die Kollektionen oder Labels aufmerksam werde, über die ich schreibe. Bei Börd Shört, dem kleinen Modelabel von Jenny Tenner, war Instagram „Schuld“. Dort poppte seit dem Start der neuen Kollektion „blooming“ immer wieder ein noch schönere Impression aus dem Lookbook auf, so dass ich kurzerhand kommentierte, ich wolle etwas über das Label schreiben – und schon waren Jenny und ich im Austausch, aus dem ich heute zitieren werde. Als ich mit „börd shört“ angefangen habe, war es noch total schwierig, Biostoffe in tollen und schönen Farben zu finden. Deshalb habe ich bei der der ersten Kollektion sogar noch Stoffe nach meinen Wünschen färben lassen und diese dann teilweise in einem Siebdruckatelier handbedruckt. Das ist glücklicherweise seit dem es Lebenskleidung gibt vorbei und ich freue mich, dass es auch immer mehr Stoffe mit hübschen Mustern gibt. Falls mir doch noch etwas fehlt, wie zum Beispiel der Stoff mit dem Blumenprint für „blooming“, recherchiere ich online nach anderen Herstellern von GOTS-zertifizierten Stoffen. Der Stoff mit Blumenprint …

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5 Jahre AIKYOU – das große Geburtstagsinterview

Kaum zu glauben, aber wahr: Mein wirklich allerliebstes Unterwäsche-Label AIKYOU feiert in diesem Jahr bereits den fünften Geburtstag. Seit 2013 verfolge ich bereits das Schaffen von Bianca Renninger und Gabriele Meinl mit ihrer lingerie brand for small busts. Meine Verbundheit und das Jubiläum waren Anlass genug, um Bianca und Gabriele einige persönliche Fragen zu stellen – über ihre Anfänge, kleine Brüste, die Ansichten von Frauen und Männern zur Oberweite und starken Frauen in unserer Gesellschaft. Herzlichen Glückwunsch zu eurem 5-jährigen Jubiläum. In eurem aktuellen Beitrag zur aktuellen Lingerie- und Körperbild-Debatte zieht ihr auch ein Fazit über diese gemeinsame Zeit mit AIKYOU. Welche Erfahrung aus den zurückliegenden fünf Jahren war denn für euch am prägendsten? Als Lingerielabel für kleine Oberweiten finden wir kleine Brüste natürlich wunderbar und wollten dafür endlich so modische, feminine und sexy Unterwäsche designen, wie wir sie selbst schon immer vermisst hatten. Und dann waren wir doch erstaunt, wie viele Frauen ihre Brüste infrage stellen: „Ich suche schon so lange etwas für mein „Problem“, hätten Sie denn da was?“. Das Spannende daran ist die …

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Ethische Mode von Natascha von Hirschhausen

Knapp ein halbes Jahr gibt es jetzt das Label von Designerin Natascha von Hirschhausen. Die Master of Arts zum Thema ethische Modegestaltung an der Kunsthochschule Berlin Weißensee überrascht uns sogleich unter ihrem gleichnamigen Label mit einer sehr ausgereiften Idee von ethischer Mode in ihrer Premierenkollektion. Die gebürtige Tübingerin, die in ihrem Atelier in Berliner Wedding arbeitet, verfolgt den Ansatz, Mode neu zu denken. Dazu gehört auch, dass ihre Kollektion übersaisonal ist. Die Produktion findet direkt in Berlin und auf Bestellung statt. Natascha von Hirschhausen ist es ein Anliegen, Überproduktion vermeiden und dadurch wirtschaftlich und nachhaltig arbeiten zu können. Ihre innovativen Schnitte garantieren zudem einen minimalen Verschnitt in der Konfektion von durchschnittlich 2 Prozent, sogar bei der Produktion von Einzelteilen. Zero Waste ist demnach zum Greifen nahe. Alle Materialien sind GOTS- oder IVN-zertifiziert – oder recycelt. Die Kunden erfahren zudem, welchen Ursprung das zu erstehende Textil hat und welche Produktion es durchlaufen hat, bevor es zu ihnen nach Hause kommt. Einen richtigen Clou hat die Designerin bei ihrem Lookbook gelandet: Nicht nur wirken Model Maria Siegismund …

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14 Cents, die das Leben verbessern können

Eigentlich sollte uns allen eine faire Bezahlung am Herzen liegen. Schließlich wünschen wir uns spätestens nach dem dritten unbezahlten Praktikum in Folge oder dem leicht unterbezahlten Berufseinstieg doch nicht sehnlicher, um für unsere Arbeit – sei sie in einem Büro, an einer Werkbank oder an der frischen Luft – einen gerechten Lohn zu erhalten. In der Modeindustrie ist genau diese Entlohnung ein großes Thema, denn die überwiegende Mehrheit der Menschen in der Modeindustrie werden mit sehr geringen Löhnen abgespeist – von einem Lebenslohn oder einem Mindestlohn oder sogar einer ernsthaft fairen Bezahlung sind wir in diesem Bereich leider noch sehr weit entfernt. Viele Grüne Modelabels setzen bereits auf soziale(re) Bedingungen bei der Produktion  und auch auf eine faire(re) Bezahlung der Arbeiterinnen und Arbeiter. Nicht immer lässt sich dies mit einem Siegel oder Zertifikat belegen, manches ist nur durch eine freiwillige Verpflichtung der Labels oder deren Kontrollen wirklich abgesichert. Um diesem Thema nicht nur in der Grünen Modeszene, sondern in der gesamten Fashion Industrie wieder mehr Gewicht zu verleihen, brauchen meine Freunde von GET CHANGED eure …

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För Keerl un Deerns – Likedeeler Clothing aus dem Hamburg Hafenviertel

Haltung und klare Kante zeigen – zwei Eigenschaften, die in unserer heutigen Zeit immer wichtiger, aber auch seltener werden. Haltung bedeutet auch, dass es nicht egal ist, wie und wo die Kleidung produziert wird, die man auf der Haut trägt. Das ist nicht nur mir wichtig, sondern auch Patrick Diepes und Stefanie Discherden. Die beiden stehen hinter dem Steuerrad von Likedeeler Clothing aus Hamburg, die ich euch heute einmal näher vorstellen werde. Bio, dezent & fair – die Shirts von Likedeeler Clothing Begonnen hat alles mit einer Kollektion von Polo-Shirts. Lässigen, extrem gut sitzenden Polo-Shirts. Klar ist auch: Perfekter Schnitt und gute Passform muss mit Bio-Qualität und fairer Bezahlung einhergehen. Die Likedeeler-Produzenten sind G.O.T.S.-zertifiziert und Mitglied der Fair Wear Foundation. Für die Veredelung der Textilien arbeitet das Label ausschließlich mit in Hamburg und Umfeld ansässigen Unternehmen zusammen. Die Shirts sind nach den Straßen um den Hafen herum benannt und heißen zum Beispiel Simon (-von-Utrecht), Clemens (-Schultz) oder Hein (Hoyer) – alle Namen berühmter St. Paulianer, Hamburger oder Kapitäne. Wichtig ist den beiden Gründern auch, mit ihrer …

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Kindheitserinnerungen mit Su

Ach, war das herrlich. Damals, in Finnland. Zu diesem Land, hoch oben im Norden Europas, habe ich eine besondere Verbindung. In meiner Kindheit verbrachte ich 3 bis 4 Sommer in der Nähe von Posio, Kuusamo und Rovaniemi. Meine Großeltern hatten dort ein Haus, mit direktem Zugang zu einem der 1.000 Seen und einem Motorboot. Ich erinnere mich an meine ersten Versuche, einen Fisch an die Angel zu bekommen und die Fahrten mit meinem Eltern von einem Seezugang zum nächsten, um Lebensmittel einzukaufen. Ich erinnere mich auch an verschneite Winter, mit meterhohem Schnee, den wir erst vor der Tür entfernen mussten, um überhaupt nach draußen zu kommen. Schöne Erinnerungen, die mir auch heute noch ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Als ich die ersten Fotos aus dem aktuellen Lookbook von Susan Vatanen und Roy Aurinko und ihrem Label Sunnuntaipuoti, kurz: Su, gesehen habe, musste ich unweigerlich an diese Zeit zurückdenken. Deswegen ist es mir ein besonderes Anliegen, euch Susan und ihre Arbeiten heute näher vorzustellen. Su ist nicht nur die Kurzform des Labels, sondern steht im …

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Nach dem Crowdfunding – Sock up your life

Auch heute wage ich mit euch wieder einen Blick über den Tellerrand. In meiner neuen Reihe „Nach dem Crowdfunding“ spreche ich mit den Menschen hinter den immensen populären Crowdfundings. Was waren die Gründe für den Erfolg? Wie erging es den Machern in den ersten Tagen nach dem Projektende – und was machen sie jetzt? Nach meinen Interviews zu PaperJohn und ANNAMARIAANGELIKA gibt es heute ein ausführliches Interview mit Stefan Hechberger von Sock up your life. Wie lief, rückblickend betrachtet, für dich das Crowdfunding von Sock up your life? Super! Wir haben die Fundingschwelle eine Woche vor Ende des Fundings erreicht und erhielten sogar mehr Geld als erhofft. Nur durch diese große Unterstützung konnten wir unsere Idee der „ehrlichen Socke“ realisieren. Dennoch war es eine anstrengende Zeit mit vielen Höhen und Tiefen. Wir sind sehr gut gestartet, aber schon nach ca. 10 Tagen gab es einen ziemlichen Durchhänger. Es waren Tage dabei, an denen nur ein oder zwei Personen unsere Idee unterstützten. Im letzten Drittel des Crowdfundings wurde aber in den Medien sehr viel über unser …

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Fair, nachhaltig und vegan – Lillika Eden wächst über sich hinaus

Und eigentlich müsste ich in der Überschrift zu diesem Kollektionsreview noch einen Aspekt über Lillika Eden hinzufügen, der für mich noch mehr aussagt: Adé Saisonalität. Das Team um Designerin Julia Muthig und Motor Daniel Schmidt hat sich dazu entschieden, sich dem eigentlichen Zyklus der Modewelt etwas zu entziehen. Weg von den beiden klassischen Kollektionen pro Jahr, hin zu mehr Individualität und Flexibilität. Modern, klassisch und zeitlos funktioniert auch außerhalb der Saisons – und so erblicken die einzelnen Entwürfe von Julia das Licht der Welt, wenn sie fertiggestellt wurden. Ein sinnvoller Ansatz. Wohlfühlen mit Style und Stil Wie bereits in meinem letztjährigen Review über LUCY kurz ausgeführt, machen Lillika Eden schon ziemlich viel ziemlich richtig. Ganz unter dem Motto „Etwas Schönes darf nicht unter hässlichen Bedingungen entstehen“ verbindet das Label modernes, trendbewusstes Design mit nachhaltiger Produktion und hochwertigen Bio-Stoffen. Für die aktuellen Teile für das Frühjahr und den Sommer 2016 wurde hauptsächlich reine GOTS-zertifiziert Bio-Baumwolle verwendet, die in Deutschland gewebt wurde. Außerdem wurden zart durchsichtiger Bio-Leinenjersey und als Highlight ein schwarz-weißer Webstoff verwendet, der für Lillika …

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