Alle Artikel mit dem Schlagwort: Accessoires

Die mit dem „Ö“

Von Zeit zu Zeit werde ich gefragt, wie ich eigentlich auf die Kollektionen oder Labels aufmerksam werde, über die ich schreibe. Bei Börd Shört, dem kleinen Modelabel von Jenny Tenner, war Instagram „Schuld“. Dort poppte seit dem Start der neuen Kollektion „blooming“ immer wieder ein noch schönere Impression aus dem Lookbook auf, so dass ich kurzerhand kommentierte, ich wolle etwas über das Label schreiben – und schon waren Jenny und ich im Austausch, aus dem ich heute zitieren werde. Als ich mit „börd shört“ angefangen habe, war es noch total schwierig, Biostoffe in tollen und schönen Farben zu finden. Deshalb habe ich bei der der ersten Kollektion sogar noch Stoffe nach meinen Wünschen färben lassen und diese dann teilweise in einem Siebdruckatelier handbedruckt. Das ist glücklicherweise seit dem es Lebenskleidung gibt vorbei und ich freue mich, dass es auch immer mehr Stoffe mit hübschen Mustern gibt. Falls mir doch noch etwas fehlt, wie zum Beispiel der Stoff mit dem Blumenprint für „blooming“, recherchiere ich online nach anderen Herstellern von GOTS-zertifizierten Stoffen. Der Stoff mit Blumenprint …

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Herzlich willkommen in der Kattunfabrik

Wie hilft man Menschen, die aus anderen Kulturkreisen kommen und Geflüchtete sind, also ihre Heimat notgedrungen verlassen mussten, in einem neuen Land Fuß zu fassen? Vor dieser Herausforderung stehen nicht nur viele Europäer, sondern vor allem die Geflüchteten selbst. Herausgerissen aus ihrem Alltag, ihren Arbeits- und Freundeskreisen, zum Teil getrennt von der eigenen Familie und nur mit dem, für viele zum Symbol der so genannten Flüchtlingskrise stilisierten, Smartphone ausgestattet, um den Kontakt zu Familie und Freunden nicht abreißen zu lassen. Wie helfen also? Eine von vielen Möglichkeiten ist es, die Geflüchteten wieder mit einer Aufgabe zu betrauen, neue und/oder bekannte Fertigkeiten wieder anzuwenden und mit den „neuen Nachbarn“ zusammen zu sein. Diese anspruchsvolle Arbeit leistet unter anderem die Kattunfabrik mit Sitz in Sankt Pölten. Die Kattunfabrik ist ein gemeinnütziger Verein aus Österreich. Das Team hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen dabei zu unterstützen, im Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Zielgruppe des  Selbsthilfeprojekts sind Schneiderinnen und Schneidern jeglicher Länder. In der Kattunfabrik können die Menschen die deutsche Fachsprache, Arbeitsweisen und Qualitätsstandards der österreichischen und europäischen Textilbranche …

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Die neuen Schmuckstücke von Bridge&Tunnel

Aufmerksame Leser meines Blogs kennen Bridge&Tunnel aus Hamburg bereits. Hanna Charlotte Erhorn und Constanze Klotz, die beiden Gründerinnen von Bridge&Tunnel haben nach Experimenten an der Schnittstelle von Design und Stadtteilarbeit den Schritt in die Eigenständigkeit gewagt und ihr eigenes Label gegründet. Sie bauen Brücken, über religiöse Grenzen und soziale Unterschiede hinweg, mit Menschen, die der Arbeitsmarkt in unserer Gesellschaft nicht einmal am Rande beschäftigen würde – aus Willkür. Für diesen Herbst und Winter haben sich Hanna und Constanze gemeinsam mit ihrem Team wieder neue Accessoires ausgedacht, die wieder in Hamburg in Handarbeit hergestellt wurden. Zum ersten Mal gibt es den Herrenrucksack JASVIR BIG, dessen Namen aus dem Indischen stammt und „schön und stark“ bedeutet. Für den Rucksack wurden zwei Jeans verarbeitet, die das Außenmaterial bilden. Die Polsterung besteht aus recyceltem Filz, Gurt und Boden sind wiederum aus pflanzlich gegerbtem Leder. Ebenso gelungen finde ich den Weekender namens EMIN (bedeutet „der Vertraute“ im Türkischen). Auch für den Weekender wurden zwei Jeans recycelt, der Boden besteht diesmal aus recyceltem PVC. Last but not least auf meiner persönlichen …

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Handgemachte Basics von SHIPSHEIP

Joana Ganser und Danny Wawrzyniak vom Kölner Label SHIPSHEIP haben sich in den letzten Wochen und Monaten Gedanken dazu gemacht, wie sie ihre bisherige Produktpalette sinnvoll und, wie für das Label selbstverständlich, nachhaltig erweitern können. Aus den ersten Ideen entstanden jetzt schöne und praktische Basics und handmade pieces, die ihr euch einmal genauet ansehen solltet. Natürliche Eleganz trifft auf urbane Schlichtheit, klar anmutende Silhouetten in einem harmonischen Zusammenspiel mit überraschenden Details – dafür steht SHIPSHEIP. Nach ihrem erfolgreichen Crowdfunding (Review & Interview zum Nachlesen) bieten die beiden Gründerinnen und Modemacherinnen mehr als Accessoires an. Die Einzelstücke, die im Online-Shop zu finden sind, haben die beiden mit in ihr Portfolio aufgenommen, um nicht nur das Angebot von SHIPSHEIP zu erweitern, sondern auch vielen konkreten Nachfragen zu den Cardigans nachzukommen. Zudem haben Joana und Danny festgestellt, dass sich die Sweat- und Jersey-Stoffe einfach ideal für zum Beispiel die Bomberjacke eigenen und generell ideal für lässige Mode geeignet sind. Die neuen Basics und Einzelstücke werden in Köln auf Anfrage hergestellt. Je nach Größe differiert der Preis für Bomberjacke …

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Vielfältig, nachhaltig und sozial – Bridge&Tunnel aus Hamburg

Die Gesellschaft mit einer Idee zu verändern ist für viele die Motivation hinter der Gründung eines eigenen Unternehmens. Doch nur wenige gehen diesen Weg konsequent weiter und gründen ein Social Business. In Hamburg-Wilhelmsburg wiederum bringt Bridge&Tunnel professionelles Design und Menschen aus dem Stadtteil mit flinken Händen zusammen. Das Social Design Label fertigt hochwertige Designprodukte und ermöglicht gesellschaftlich benachteiligte Menschen zu arbeiten. Nicht die einzige gute Idee. Hinter dieser und weiteren guten Ideen von Bridge&Tunnel stecken die Gründerinnen Hanna Charlotte Erhorn und Constanze Klotz. Die beiden kennen sich schon einige Jahre. Nach spannenden Experimenten an der Schnittstelle von Design und Stadtteilarbeit entstand schließlich die Idee für Bridge&Tunnel. » Mit Bridge&Tunnel entwickeln wir Beschäftigungsperspektiven für Frauen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht unterkommen. Kulturelle, religiöse und sprachliche Einschränkungen, aber auch gesellschaftliche Vorurteile machen es Frauen verschiedener Herkünfte und Kulturen oftmals schwer, sich über Erwerbsarbeit zu integrieren und in vollem Maße am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Mit Bridge&Tunnel bauen wir Brücken in den ersten Arbeitsmarkt. « Hanna Charlotte Erhorn & Constanze Klotz, Gründerinnen von Bridge&Tunnel Die Fertigung erfolgt lokal in Hamburg-Wilhelmsburg. Von …

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Nach dem Crowdfunding – SHIPSHEIP. Holistic Fashion.

„Nach dem Crowdfunding“ ist meine neue Reihe, in der ich hinter die Kulissen von den so erfolgreichen Crowdfundings blicke. Dafür habe ich bisher die Macherinnen und Macher von PaperJohn, ANNAMARIAANGELIKA und Sock up your life zum Interview gebeten. Zu diesem illustren Kreis gesellt sich heute noch Danny Wawrzynia, eine Hälfte des Slow Fashion Labels SHIPSHEIP. Auch von ihr wollte ich wissen, wie sie rückblickend ihr erfolgreiches Crowdfunding bewertet und was danach passiert. Maz ab! Wie lief, rückblickend betrachtet, für euch das Crowdfunding von SHIPSHEIP? Für uns lief das Crowdfunding wirklich sehr gut, auch wenn es viel Arbeit war. Einige kleine Dinge gab es natürlich, die man beim nächsten Mal besser machen könnte. Grundsätzlich würden wir früher anfangen, alles vorzubereiten – Inhalte, Bilder, Interviews – damit alles steht, bevor es losgeht und man „nur noch“ koordinieren, nicht mehr generieren muss. Vor allen Dingen würden wir aber die Prototypen, die bei uns ja in Indien produziert werden, früher in Auftrag geben, da sich so etwas dann doch immer sehr viel länger hinzieht, als man denkt. Was war …

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Die 2016er Kollektion von Ölend

Seit Wochen freue ich mich darüber, dass euch ein fast 2,5 Jahre alter Artikel immer noch sehr gut gefällt. Damals, im Oktober 2013, habe ich für Kalinka.Kalinka das katalanische Rucksacklabel Ölend vorgestellt, deren Spezialität handgemachte Backpacks sind. Zwischen damals und heute ist natürlich viel passiert – Zeit für ein Update! Ölend ist gerade einmal 4 Jahre alt und wurde von Adriana Dumón und Fran Rios gegründet. Bei all ihren Kreationen haben sie den klassischen Rucksack im Kopf, den wir zum Klettern und Bergsteigen dabei haben. Angelehnt an die klassische Form, die seit über 70 Jahren Bestand hat. Im Gegensatz zu 2013 setzt die aktuelle 2016er-Kollektionen einen neuen Schwerpunkt: Mehr Minimalismus. Die verschiedenen Modelle haben einfach, zumeist geometrische Formen, die an Freud und Holden erinnern (für die Philosophen unter uns): Rechtecke, Quadrate und Zylinder. Dazu gesellen sich mit deinem maritimen Blau und einem Anthrazit zwei neue Farben hinzu, die sich in die bisherige Farbpalette von Ölend ideal einfügt. In the 2016 Ölend collection, we wanted to capture the maturity that has slowly been growing in our …

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Nach dem Crowdfunding – Sock up your life

Auch heute wage ich mit euch wieder einen Blick über den Tellerrand. In meiner neuen Reihe „Nach dem Crowdfunding“ spreche ich mit den Menschen hinter den immensen populären Crowdfundings. Was waren die Gründe für den Erfolg? Wie erging es den Machern in den ersten Tagen nach dem Projektende – und was machen sie jetzt? Nach meinen Interviews zu PaperJohn und ANNAMARIAANGELIKA gibt es heute ein ausführliches Interview mit Stefan Hechberger von Sock up your life. Wie lief, rückblickend betrachtet, für dich das Crowdfunding von Sock up your life? Super! Wir haben die Fundingschwelle eine Woche vor Ende des Fundings erreicht und erhielten sogar mehr Geld als erhofft. Nur durch diese große Unterstützung konnten wir unsere Idee der „ehrlichen Socke“ realisieren. Dennoch war es eine anstrengende Zeit mit vielen Höhen und Tiefen. Wir sind sehr gut gestartet, aber schon nach ca. 10 Tagen gab es einen ziemlichen Durchhänger. Es waren Tage dabei, an denen nur ein oder zwei Personen unsere Idee unterstützten. Im letzten Drittel des Crowdfundings wurde aber in den Medien sehr viel über unser …

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Mode, von der jeder profitiert – SHIPSHEIP. Holistic Fashion.

Mode sollte weder auf Kosten anderer Menschen, noch zu Lasten der Umwelt produziert werden. Eigentlich sollte dieser Grundsatz selbstverständlich sein. Ist aber leider nicht. Auch wenn es in den letzten Monaten und Jahren einen Boom von Grüner Mode gab und diese Entwicklung auch weiter anhält, ist Eco Fashion weiterhin ein kleines Stück vom großen Kuchen „Modeindustrie“. Kein Grund aber, Trübsal zu blasen, denn die Alternativen zu konventioneller Mode sind da. Eine davon ist SHIPSHEIP von Joana Ganser und Danny Wawrzyniak aus Köln. Das Label steht für puristische Schnitte, außergewöhnliche Qualität und entspanntes Design. Nach der erfolgreichen ersten Kollektion suchen Joana und Danny nun in ihrem aktuellen Crowdfunding auf Startnext Unterstützerinnen und Unterstützer, um ihre zweite Kollektion finanzieren zu können. Auch diese steht ganz im eigenen SHIPSHEIP-Stil: natürliche Eleganz trifft auf urbane Schlichtheit, klar anmutende Silhouetten in einem harmonischen Zusammenspiel mit überraschenden Details. Dieselbe Aufmerksamkeit, die SHIPSHEIP der Form seiner Produkte widmet, lässt das Label auch der Herstellung zuteil werden. Die Wertschätzung jedes Produktionsschrittes bedeutet faire und verlässliche Arbeitsbedingungen, ökologisches Bewusstsein und nachhaltiges Denken. SHIPSHEIP interpretiert …

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Aus Ananasblätter Rucksäcke machen? The Tripty Project macht es möglich

Vor knapp 14 Tagen schrieb mir Gerrit von einem aktuellen Crowdfunding bei Kickstarter, das er besonders gut fand. Er, der gerade in Bangladesh für die GIZ ein Projekt (mit)betreut, entdeckte das Tripty Project für mich. Hinter dem Projekt stehen Luke Swanson und Brooke McEver, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, aus Ananasblättern Rucksäcke herzustellen. Ja, richtig: Rucksäcke. Aus Ananasblätter. Bevor ihr jetzt denkt, ich hätte nicht mehr alle Tassen im Schrank und würde euch nach dem Rucksack aus Papier jetzt irgendeinen Quatsch auftischen: Vertraut mir – ich weiß, wovon ich schreibe. Nach der Mail von Gerrit habe ich mich mit Luke in Verbindung gesetzt. Ich wollte mehr über die Gewinnung der Faser aus den Ananasblättern wissen, die für die Bauern im Mymensigh Distrikt eigentlich nur Müll sind. Müll, der nicht so einfach zu beseitigen ist und eigentlich immer verbrannt werden muss – inklusive toxischen Dämpfen durch die Verbrennung. Durch den Kontakt zu einer kleinen NGO aus dem Distrikt, die eine Fabrik betreibt, um Baumwollfasern wieder aufzubereiten, stoßen Luke und Brooke nicht nur auf die …

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