Grüne Mode
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Vorgestellt: Das TrenntMagazin Nr. 11

Wer in Berlin lebt, kennt sie: Die orangenen Mülleimer, Kehrmaschinen und Müllautos mit den flotten Sprüchen der BSR. Wenige wissen, dass es von der Berliner Stadtreinigung auch die Initiative „Trenntstadt Berlin“ gibt. Diese hat sich, gemeinsam mit ihren Partnern ALBA, Berlin Recycling, Bartscherer und Stiftung Naturschutz Berlin, zur Aufgabe gemacht, das Thema Abfallvermeidung und Abfallrecycling in der Hauptstadt neu zu thematisieren. Begleitend zur Initiative erscheint auch das „TrenntMagazin“, deren 11. Ausgabe ich euch heute etwas ausführlicher vorstellen möchte. Denn, es geht um nachhaltige Mode.

Im TrenntMagazin erscheinen unterschiedlichste Artikel zu Themen wie Lifestyle, Essen und Ernährung sowie Nachhaltigkeit. So wird zum Beispiel von Start Ups wie Ruffboards erzählt, das aus alten ausrangierten Snowboards Longboards entwickelt. Außerdem werden gesunde Rezepte vorgestellt, biologische Alternativen zu chemischen Reinigungsmitteln präsentiert und generell Tipps und Geschichten aus einem abfallreduzierendem Leben veröffentlicht. Pünktlich zur Fashion Week hat das TrenntMagazin-Team einen sehr ausführlichen und vor allem lesenswerten Beitrag zu nachhaltiger Mode im Heft – die Titelgeschichte „Hot Stoff“.

In „Hot Stoff“ werden die wichtigsten Ansätze von nachhaltiger Mode sowie einige Vordenkerinnen und Vordenker vorgestellt. Darunter die nicht nur von mir sehr geschätzten JAN ‚N JUNE, Designerin Ilka Brand, Modedurchstarter Bobby Kolade, Designerin Wibke Deertz, Greenshowroom-Dauergast Elsien Gringhuis, das schwedische Modelabel Filippa K sowie das Duo Schmidttakahashi sowie der in Freiburg geborene Designer Cyrill Gutsch. Die Titelgeschichte schneidet viele Themen an, legt den Fokus aber vor allem auf die Auswahl und den Umgang mit Materialien – seien es neue, biologisch angebaute Materialien oder als Müll bereits abgestempelte Materialien wie Fischhäute, Plastik und Altkleider, die allesamt in neuer aufregender Mode ein zweites Leben erhalten, ohne ihr Vorleben preiszugeben.

Die zentrale Frage bleibt: Wie gehen wir damit um, selbst ständig Müll zu produzieren?

Den Macherinnen und Machern des TrenntMagazins ist „Hot Stoff“ wirklich gelungen, umreissen sie doch eines der wichtigsten Themen der nachhaltigen Modelandschaft und beweisen ein glückliches Händchen bei den Menschen, die sie vorstellen und interviewen. Darüber hinaus gibt es weitere informative Artikel, Interviews und Ratgebertexte rund um das Thema „Wie gehen wir mit dem verdammten Müll um, den wir selbst in die Welt gesetzt haben“. Für alle, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind: Das TrenntMagazin gibt es nicht im freien Verkauf, sondern kann online sowohl auf der Website (ausgewählte Texte) sowie als Online-Magazin gelesen und kostenfrei als Printvariante bezogen werden. Und eines bitte nicht vergessen:

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: TrenntMagazin Redaktion / Lars Borges

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