Grüne Mode
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Kirgi-Was? Urbane Nomaden hüllen ihre Gadgets in Kancha

Bis Anfang des letzten Jahrhunderts waren die Kirgisen Nomaden und sind mit Sack und Pack durch die Berge gezogen. Heute haben die meisten Menschen die Jurte gegen eine feste Wohnung eingetauscht. Dafür finden sich in der Hauptstadt Bischkek erste Hotspots urbanen Nomadentums: Auch hier sitzen die Kreativen mit Café Latte, iPhone und allem was dazu gehört im Co-Working Space.

Gelebte Nachhaltigkeit stößt irgendwann an eine natürliche Grenze. Sei es durch die Geburt eines Kindes und den unglaublichen Verbrauch von Wegwerfwindeln oder einfach durch das kommunikative Verhalten unserer Zeit mit Smartphones und Tablets. Selbst mit dem von vielen Seiten hochgelobten Fairphone ist noch nicht alles „grün“ oder „fair“, was in schönen Farben glänzt. Damit die modernen Technikgeräte des Stadtnomadens unserer Zeit aber wenigstens anständig verhüllt sind, um zumindest die Lebensdauer bis zur geplanten Obsoleszenz zu gewährleisten, gibt es jetzt die neue Kollektion von KANCHA.

Seit dem 21. März ist nicht nur die Webseite des deutsch-kirgisischen Labels in neuem hübschen Gewand online, sondern auch die gefilzten Begleiter für unsere digitalen Alltagsfreunde. Das Besondere an KANCHA: Es ist ein Social Business, das mit einer Crowdfunding-Kampagne begann und mittlerweile ein etabliertes Label für nachhaltig produzierte Gadget-Accessoires geworden ist. Die Sleeves für Laptop, Tablet, Phone und Reader werden von Hand aus Filz und Leder in den Bergen Zentralasiens hergestellt. Jede Hülle ist mit einemindividuellen Handmade-Label versehen. Mit diesem können die Käufer mehr über die Personen hinter dem Produkt erfahren. Eine schöne Sache, punktet KANCHA nicht nur hier, sondern auch in Bezug zu der Produktionskette der Sleeves mit voller Transparenz.

KANCHA will nicht weniger als die bestverträglichste Durchführung für alle Beteiligten und Mutter Erde. Ein hehres Ziel, dem sich das Unternehmen auch durch seinen sozialen Ansatz gänzlich verschrieben hat. Nicht umsonst könnten sie mich und Raphael auf der Ethical Fashion Show im Februar diesen Jahres auch mit ihrem Auftritt vor Ort überzeugen.

Deswegen mein Tipp: Wenn schon Gadget, dann wenigstens in einer guten Hülle.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: KANCHA

Creative Commons Lizenzvertrag

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