Monate: Juli 2016

Das Atelier für Bekleidung von Galatea Ziss

Entschleunigung und Wertschätzung – zwei Dinge, die sich viele Menschen wünschen würden. Für sich oder auch für andere. Maßschneidermeisterin und Modedesignerin Galatea Ziss kann sich doppelt glücklich schätzen, denn: beides, Entschleunigung und Wertschätzung, sind Maximen ihrer Arbeit. Ihr 2015 gegründetes Atelier für Bekleidung in Wiesbaden setzt sich für einen bewussten, nachhaltigen Konsum ein und möchte eine Alternative zu Bekleidungsindustrie und Wegwerfmentalität bieten. Galatea Ziss beschreibt ihre Kollektionen für Damen und Herren selbst als „sachlich“. Wobei ich finde, dass diese Beschreibung eigentlich heißen müsste „sachlich und modernen Klassikern neues Leben einhauchend“. Denn Galatea Ziss schafft es, einem sommerlichen Kleid, einem Herrensakko oder einem Hemdblusenkleid ihren eigenen Stempel zu verpassen und diese stilvoll aufzuwerten. Ihre Kreationen werden zweimal jährlich im eigenen Showroom in Wiesbaden präsentiert. Die Kollektionen zeichnen sich durch höchste Ansprüche an Qualität, Gestaltung und Langlebigkeit aus und werden in traditioneller handwerklicher Verarbeitung in der eigenen Werkstatt hergestellt. Alle Bestellungen sind individuell und nach Maß gefertigt – ein bewusstes und entschleunigtes Konsumerlebnis, das Wertschätzung und Langlebigkeit der Bekleidung erzeugt. Die von Galatea Ziss verwendeten Materialien stammen …

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Ethische Mode von Natascha von Hirschhausen

Knapp ein halbes Jahr gibt es jetzt das Label von Designerin Natascha von Hirschhausen. Die Master of Arts zum Thema ethische Modegestaltung an der Kunsthochschule Berlin Weißensee überrascht uns sogleich unter ihrem gleichnamigen Label mit einer sehr ausgereiften Idee von ethischer Mode in ihrer Premierenkollektion. Die gebürtige Tübingerin, die in ihrem Atelier in Berliner Wedding arbeitet, verfolgt den Ansatz, Mode neu zu denken. Dazu gehört auch, dass ihre Kollektion übersaisonal ist. Die Produktion findet direkt in Berlin und auf Bestellung statt. Natascha von Hirschhausen ist es ein Anliegen, Überproduktion vermeiden und dadurch wirtschaftlich und nachhaltig arbeiten zu können. Ihre innovativen Schnitte garantieren zudem einen minimalen Verschnitt in der Konfektion von durchschnittlich 2 Prozent, sogar bei der Produktion von Einzelteilen. Zero Waste ist demnach zum Greifen nahe. Alle Materialien sind GOTS- oder IVN-zertifiziert – oder recycelt. Die Kunden erfahren zudem, welchen Ursprung das zu erstehende Textil hat und welche Produktion es durchlaufen hat, bevor es zu ihnen nach Hause kommt. Einen richtigen Clou hat die Designerin bei ihrem Lookbook gelandet: Nicht nur wirken Model Maria Siegismund …

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Vorgestellt: Das TrenntMagazin Nr. 11

Wer in Berlin lebt, kennt sie: Die orangenen Mülleimer, Kehrmaschinen und Müllautos mit den flotten Sprüchen der BSR. Wenige wissen, dass es von der Berliner Stadtreinigung auch die Initiative „Trenntstadt Berlin“ gibt. Diese hat sich, gemeinsam mit ihren Partnern ALBA, Berlin Recycling, Bartscherer und Stiftung Naturschutz Berlin, zur Aufgabe gemacht, das Thema Abfallvermeidung und Abfallrecycling in der Hauptstadt neu zu thematisieren. Begleitend zur Initiative erscheint auch das „TrenntMagazin“, deren 11. Ausgabe ich euch heute etwas ausführlicher vorstellen möchte. Denn, es geht um nachhaltige Mode. Im TrenntMagazin erscheinen unterschiedlichste Artikel zu Themen wie Lifestyle, Essen und Ernährung sowie Nachhaltigkeit. So wird zum Beispiel von Start Ups wie Ruffboards erzählt, das aus alten ausrangierten Snowboards Longboards entwickelt. Außerdem werden gesunde Rezepte vorgestellt, biologische Alternativen zu chemischen Reinigungsmitteln präsentiert und generell Tipps und Geschichten aus einem abfallreduzierendem Leben veröffentlicht. Pünktlich zur Fashion Week hat das TrenntMagazin-Team einen sehr ausführlichen und vor allem lesenswerten Beitrag zu nachhaltiger Mode im Heft – die Titelgeschichte „Hot Stoff“. In „Hot Stoff“ werden die wichtigsten Ansätze von nachhaltiger Mode sowie einige Vordenkerinnen und …

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Vielfältig, nachhaltig und sozial – Bridge&Tunnel aus Hamburg

Die Gesellschaft mit einer Idee zu verändern ist für viele die Motivation hinter der Gründung eines eigenen Unternehmens. Doch nur wenige gehen diesen Weg konsequent weiter und gründen ein Social Business. In Hamburg-Wilhelmsburg wiederum bringt Bridge&Tunnel professionelles Design und Menschen aus dem Stadtteil mit flinken Händen zusammen. Das Social Design Label fertigt hochwertige Designprodukte und ermöglicht gesellschaftlich benachteiligte Menschen zu arbeiten. Nicht die einzige gute Idee. Hinter dieser und weiteren guten Ideen von Bridge&Tunnel stecken die Gründerinnen Hanna Charlotte Erhorn und Constanze Klotz. Die beiden kennen sich schon einige Jahre. Nach spannenden Experimenten an der Schnittstelle von Design und Stadtteilarbeit entstand schließlich die Idee für Bridge&Tunnel. » Mit Bridge&Tunnel entwickeln wir Beschäftigungsperspektiven für Frauen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht unterkommen. Kulturelle, religiöse und sprachliche Einschränkungen, aber auch gesellschaftliche Vorurteile machen es Frauen verschiedener Herkünfte und Kulturen oftmals schwer, sich über Erwerbsarbeit zu integrieren und in vollem Maße am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Mit Bridge&Tunnel bauen wir Brücken in den ersten Arbeitsmarkt. « Hanna Charlotte Erhorn & Constanze Klotz, Gründerinnen von Bridge&Tunnel Die Fertigung erfolgt lokal in Hamburg-Wilhelmsburg. Von …

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Es muss LIEBE sein

Huch, da hüpfte doch gestern Abend mein Herz gleich ein Stückchen höher. Über Instagram entdeckte ich das finnische Label LIEBE Clothing und ich war sofort verliebt – auch wenn das Wortspiel sicherlich an dieser Stelle etwas überstrapaziert wird. Treffender wäre aktuell LIEBE Caps, da Mastermind Jukka Tulensytyttäjä vor allem ein Herz für 5-Panel-Caps (und zwei Beanies namens „Neukölln“ und „Dresdener“) hat. Gegründet wurde LIEBE Clothing 2016 in Tampere. Jukka Tulensytyttäjä ist zwar Labelchef, aber vor allem Musiker, Literat, Veranstalter und ehemaliger Kopf eine DIY-Musiklabels. Aus einem Testballon für einen Online-Shop entstand dann Jukkas eigenes Label, dass sich auf 5-Panel-Caps und Streetwear spezialisiert hat. Die LIEBE Caps werden in Kaleva per Hand hergestellt und bestehen aus konventionell angebauter Baumwolle oder Veloursleder oder Polyester – hier also leider wieder einmal im Bereich der 5-Panel-Caps ein sehr großes ABER. Dennoch sind die Modelle mit Liebe gemacht und liefern ein neues Must-have für alle, die ihr Haupthaar – ob nun schütter oder nicht – gerne noch etwas schmücken wollen. Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: LIEBE Clothing

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Haltet Ausschau – nach der ARMEDANGELS AW 16/17 Kollektion

Zeitgemäße, urbane Silhouetten, Sports Heritage Cuts mit aufwändigen Details wie Tipping und padded Steppoptiken, Ethno-Details und Craftmade-Strukturen mit skandinavischem Purismus gemixt – dafür steht die neue ARMEDANGELS AW 16/17 Kollektion, die in wenigen Tagen in ausgewählten Stores und im Online-Shop erhältlich sein wird. Das Label mit Sitz in Köln zeigt in seinem Lookbook zudem tolle Kombinationen, bestehend aus losen Silhouetten mit aufwändigen Gewebestrukturen, extralangem Strick und Skinny Pants. Als Highlight der neuen Kollektion entpuppt sich die Neuinterpretation des Turtlenecks. ARMEDANGELS setzt auch für diesen Herbst und Winter auf nachhaltige Materialien wie Bio-Baumwolle, Bio-Wolle (aus kontrolliert biologischer Tierhaltung), Bio-Leinen, recyceltes Polyester, Modal® und Tencel®. Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: ARMEDANGELS

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14 Cents, die das Leben verbessern können

Eigentlich sollte uns allen eine faire Bezahlung am Herzen liegen. Schließlich wünschen wir uns spätestens nach dem dritten unbezahlten Praktikum in Folge oder dem leicht unterbezahlten Berufseinstieg doch nicht sehnlicher, um für unsere Arbeit – sei sie in einem Büro, an einer Werkbank oder an der frischen Luft – einen gerechten Lohn zu erhalten. In der Modeindustrie ist genau diese Entlohnung ein großes Thema, denn die überwiegende Mehrheit der Menschen in der Modeindustrie werden mit sehr geringen Löhnen abgespeist – von einem Lebenslohn oder einem Mindestlohn oder sogar einer ernsthaft fairen Bezahlung sind wir in diesem Bereich leider noch sehr weit entfernt. Viele Grüne Modelabels setzen bereits auf soziale(re) Bedingungen bei der Produktion  und auch auf eine faire(re) Bezahlung der Arbeiterinnen und Arbeiter. Nicht immer lässt sich dies mit einem Siegel oder Zertifikat belegen, manches ist nur durch eine freiwillige Verpflichtung der Labels oder deren Kontrollen wirklich abgesichert. Um diesem Thema nicht nur in der Grünen Modeszene, sondern in der gesamten Fashion Industrie wieder mehr Gewicht zu verleihen, brauchen meine Freunde von GET CHANGED eure …

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Einfach schöne Unterwäsche von Bread & Boxers

Sie ist nicht immer leicht zu finden, die schöne und schnörkellose Unterwäsche. Die, die gut sitzt. Die, die gut aussieht. Die, in der man sich wohlfühlt. Ideal ist, wenn sie dann noch aus biologisch angebauten Materialien stammt und man sich sicher sein kann, wo sie produziert wird. So wie etwa bei Bread & Boxers aus Schweden. Hinter dem Label stehen drei Männer: Die beiden Gründer Alexander Palmgren und Henrik Lindahl sowie Henrik Lundqvist, dem US-amerikanischen Publikum vor allem Dank seiner Zeit als Goalie bei den New York Rangers bekannt. Mit ihm arbeiten Alexander und Henrik zusammen, um die Produktpalette zu erweitern und einige besondere Shirts und Boxers anzubieten, unter anderem die „Lundqvist’s Favorites“. Ziel von Bread & Boxers ist es, einfachere und bessere Unterwäsche zu entwerfen im Vergleich zu den restlichen 99 Prozent auf dem Markt. Die Unterwäsche besteht entweder aus 100 Prozent Bio-Baumwolle oder aus 94 Prozent Baumwolle und 6 Prozent Elasthan. Produziert wird in den USA. Die Trunks, Boxers & Co. gibt es als regular oder relaxed fit, sowohl in Schwarz als auch …

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Eine Runde um das Berliner Stadtschloß – mit Rotholz aus Potsdam

Ein Ort, wie ein Sinnbild für Berlin und seine stete Unruhe. Ein Ort, wie ein Abziehbild von Klischees über den steten Wandel einer Weltmetropole, die nie zur Ruhe kommt – und dies offensichtlich auch gar nicht möchte. Ein Ort, der Altes symbolisieren soll und doch so sehr für die nicht nur beim parteiischen Beobachter Kopfschütteln verursachende städtebauliche Politik und deren Architektur steht: Herzlich Willkommen auf der Großbaustelle „Berliner Stadtschloß“ in Mitten des Touristen gefluteten Abschnitts zwischen Fernsehturm am Alex und dem Brandenburger Tor, gegenüber dem Lustgarten und dem Berliner Dom. Hier tummelten wir – René und ich – uns am Samstag herum und fingen nicht nur die virbrierende Stimmung kurz vor dem „Oper für alle“-Open Air am Gendarmenmarkt ein, sondern setzten auch mein Lieblingsoutfit von Rotholz aus Potsdam in Szene. Das Berlin Stadtschloss war einmal das dominierende Bauwerk in der Mitte Berlins. 1442 in Auftrag gegeben galt es als ein Hauptwerk des norddeutschen Barocks. Während des Zweiten Weltkriegs brannte das Schloss bis auf den Nordwestflügel aus. Nach dem Ende des Krieges stand das Berliner Stadtschloss …

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För Keerl un Deerns – Likedeeler Clothing aus dem Hamburg Hafenviertel

Haltung und klare Kante zeigen – zwei Eigenschaften, die in unserer heutigen Zeit immer wichtiger, aber auch seltener werden. Haltung bedeutet auch, dass es nicht egal ist, wie und wo die Kleidung produziert wird, die man auf der Haut trägt. Das ist nicht nur mir wichtig, sondern auch Patrick Diepes und Stefanie Discherden. Die beiden stehen hinter dem Steuerrad von Likedeeler Clothing aus Hamburg, die ich euch heute einmal näher vorstellen werde. Bio, dezent & fair – die Shirts von Likedeeler Clothing Begonnen hat alles mit einer Kollektion von Polo-Shirts. Lässigen, extrem gut sitzenden Polo-Shirts. Klar ist auch: Perfekter Schnitt und gute Passform muss mit Bio-Qualität und fairer Bezahlung einhergehen. Die Likedeeler-Produzenten sind G.O.T.S.-zertifiziert und Mitglied der Fair Wear Foundation. Für die Veredelung der Textilien arbeitet das Label ausschließlich mit in Hamburg und Umfeld ansässigen Unternehmen zusammen. Die Shirts sind nach den Straßen um den Hafen herum benannt und heißen zum Beispiel Simon (-von-Utrecht), Clemens (-Schultz) oder Hein (Hoyer) – alle Namen berühmter St. Paulianer, Hamburger oder Kapitäne. Wichtig ist den beiden Gründern auch, mit ihrer …

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