Alle Artikel in: Interview

„Das Hirn, das ist ja immer am Rödeln“

Zu viele Ideen, zu wenig Zeit – diese Situation kenne ich nur zu gut. Lea Strunk, deren Kinderlabel Doodlestowear ich euch erst vor kurzem vorgestellt habe, hat allerdings nicht nur viele Ideen, sondern realisiert diese auch noch. Wie das alles klappen kann und was das mit Kochen und der eigenen Badewanne zu tun habt, erfahrt ihr im Interview Strunk Clothing, Studio Hertzberg, Doodlestowear und Woodstories – wie viele Stunden hat eigentlich dein Tag? Also ich wünschte, er hätte mehr und ich wäre nie müde. Aber ich schätze ich hab genauso viele Stunden wie alle anderen, nur arbeite ich wahrscheinlich viel, wie wohl die meisten Selbstständigen. Aber mittlerweile habe ich sogar fast jedes Wochenende frei, denn es ist wichtig, andere Dinge zu tun, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. Mit was verbringst du dann deine freien Wochenenden? Mit ganz einfachen Dingen wie Spazierengehen, mit Freunden Skat spielen und um die Häuser ziehen, aus Berlin rausfahren, Ausstellungen besichtigen – alles ist immer ein wenig abhängig von den Jahreszeiten. Jetzt gerade regnet es so viel, da …

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5 Jahre AIKYOU – das große Geburtstagsinterview

Kaum zu glauben, aber wahr: Mein wirklich allerliebstes Unterwäsche-Label AIKYOU feiert in diesem Jahr bereits den fünften Geburtstag. Seit 2013 verfolge ich bereits das Schaffen von Bianca Renninger und Gabriele Meinl mit ihrer lingerie brand for small busts. Meine Verbundheit und das Jubiläum waren Anlass genug, um Bianca und Gabriele einige persönliche Fragen zu stellen – über ihre Anfänge, kleine Brüste, die Ansichten von Frauen und Männern zur Oberweite und starken Frauen in unserer Gesellschaft. Herzlichen Glückwunsch zu eurem 5-jährigen Jubiläum. In eurem aktuellen Beitrag zur aktuellen Lingerie- und Körperbild-Debatte zieht ihr auch ein Fazit über diese gemeinsame Zeit mit AIKYOU. Welche Erfahrung aus den zurückliegenden fünf Jahren war denn für euch am prägendsten? Als Lingerielabel für kleine Oberweiten finden wir kleine Brüste natürlich wunderbar und wollten dafür endlich so modische, feminine und sexy Unterwäsche designen, wie wir sie selbst schon immer vermisst hatten. Und dann waren wir doch erstaunt, wie viele Frauen ihre Brüste infrage stellen: „Ich suche schon so lange etwas für mein „Problem“, hätten Sie denn da was?“. Das Spannende daran ist die …

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Nach dem Crowdfunding – VIRTŪ shared sense

Der Abschluß meiner Reihe „Nach dem Crowdfunding“ gebührt einem Team von Menschen, die nichts weniger versuchen, als das perfekte Herrenhemd auf den Markt zu bringen. Mit einem der beiden Gründer von VIRTŪ shared sense, Guillaume Vaslin, blicke ich noch einmal auf das erfolgreiche Crowdfunding des Labels zurück. Wie lief, rückblickend betrachtet, für dich das Crowdfunding von VIRTÚ für das perfekte Herrenhemd? Das Crowdfunding war eine sehr mühsame Erfahrung. Vor allem aber, weil wir gar nicht vorbereitet waren. Theoretisch benötigt man für eine solche Kampagne mindestens drei Monaten Vorbereitung. Wir hingegen haben in drei Wochen die Produktion auf die Beine gestellt, das Video gedreht und die Firma gegründet. Ein Pre-Campaigning mit dem Ziel, unser Netzwerk auf das Crowdfunding vorzubereiten – dafür blieb bei uns nicht die Zeit, was die Kampagnenzeit selbst um so spannender und intensiver machte. Was war aus deiner Sicht ausschlaggebend für den Erfolg? Die 80/20 Regel. Du musst den Trigger identifizieren, der dir am meistens Visibility & Conversion bringt. PR zum Beispiel bringt nichts – es ist nur ein Ego-Sache, die eventuell einen …

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Nach dem Crowdfunding – Sock up your life

Auch heute wage ich mit euch wieder einen Blick über den Tellerrand. In meiner neuen Reihe „Nach dem Crowdfunding“ spreche ich mit den Menschen hinter den immensen populären Crowdfundings. Was waren die Gründe für den Erfolg? Wie erging es den Machern in den ersten Tagen nach dem Projektende – und was machen sie jetzt? Nach meinen Interviews zu PaperJohn und ANNAMARIAANGELIKA gibt es heute ein ausführliches Interview mit Stefan Hechberger von Sock up your life. Wie lief, rückblickend betrachtet, für dich das Crowdfunding von Sock up your life? Super! Wir haben die Fundingschwelle eine Woche vor Ende des Fundings erreicht und erhielten sogar mehr Geld als erhofft. Nur durch diese große Unterstützung konnten wir unsere Idee der „ehrlichen Socke“ realisieren. Dennoch war es eine anstrengende Zeit mit vielen Höhen und Tiefen. Wir sind sehr gut gestartet, aber schon nach ca. 10 Tagen gab es einen ziemlichen Durchhänger. Es waren Tage dabei, an denen nur ein oder zwei Personen unsere Idee unterstützten. Im letzten Drittel des Crowdfundings wurde aber in den Medien sehr viel über unser …

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Nach dem Crowdfunding – ANNAMARIAANGELIKA

In meiner neuen Reihe „Nach dem Crowdfunding“ spreche ich mit den Menschen hinter den immensen populären Crowdfundings und wage den Blick über das Ende des Fundings hinaus. Was waren die Gründe für den Erfolg? Wie erging es den Machern in den ersten Tagen nach dem Projektende – und was machen sie jetzt? Nach dem Start mit Dennis von OGATA / PaperJohn habe ich Designerin Julia Müller mit Fragen gelöchert, die mit ihrem Crowdfunding von ANNAMARIAANGELIKA (ich berichtete) eine Punktlandung hinlegte. Wie lief, rückblickend betrachtet, für dich das Crowdfunding von ANNAMARIAANGELIKA? Das Crowdfundung für ANNAMARIAANGELIKA war eine großartige Erfahrung. Anfangs wusste ich nicht wirklich, was mich erwartet und ich habe in dieser Zeit sehr viel über Crowdfunding und die Dynamik einer Kampagne gelernt. Es blieb bis zuletzt wahnsinnig spannend und die Freude war riesig, als das Projekt erfolgreich finanziert worden ist. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützer. Was war aus deiner Sicht ausschlaggebend für den Erfolg? Während der Kampagne entwickelte sich rasch eine richtige Community. Die Menschen konnten sich mit unserem …

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Nach dem Crowdfunding – PaperJohn

In meiner neuen Reihe „Nach dem Crowdfunding“ spreche ich mit den Menschen hinter den immensen populären Crowdfundings und wage den Blick über das Ende des Fundings hinaus. Was waren die Gründe für den Erfolg? Wie erging es den Machern in den ersten Tagen nach dem Projektende – und was machen sie jetzt? Los geht es mit Dennis von OGATA, der gemeinsam mit Cornelius hinter dem PaperJohn steckt (ich berichtete). Dennis, wie lief, rückblickend betrachtet, für euch das Crowdfunding von PaperJohn? Sehr erfolgreich. Das Crowdfunding hat uns sehr geholfen, Bekanntheit zu erlangen. Statt schlicht davon erzählen zu können, welche Idee wir haben, haben wir mit unserer Kampagne ein Fundament bekommen, um ernsthaft unser Projekt vorzustellen. Es hat einen großen Unterschied gemacht, dass wir mit der Kampagne zeigen konnten, dass es jetzt los geht und real wird. Was war aus deiner Sicht ausschlaggebend für den Erfolg? Die Vorbereitung. Wir haben die Kampagne sehr genau geplant, viele hundert E-Mails und Mitteilungen im Voraus geschrieben und dann jeweils zum geplanten Zeitpunkt gesendet, Blogs usw. im Voraus angeschrieben. Was habt …

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»Wir sind eine große Familie hier in Hamburg «

Streetwear ist auch 2016 in aller Munde. Ob nun Veteranen wie Stüssy, die etwas Jüngeren A Bathing Ape oder auch die Wiederkehr von Dready – all diese Labels und viele weitere, auch klassische Modemarken, tummeln sich im Becken, wenn es darum geht, modische Street Credibility an den Mann und an die Frau zu bringen. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Perlen – wie zum Beispiel Mojo von Andre Gießelmann aus Hamburg. Im Interview spreche ich mit Andre über seinen eigenen Store auf der Schanze, Hip Hop Styles aus den 1990er Jahren, die 2016er Streetwear Kollektion – und seine Qualitäten am Mic. Alf: Ende Dezember war es soweit: Deine 2016er Kollektion wurde im Mojo Store vorgestellt und war noch vor dem Jahreswechsel im Online-Shop. Welches Feedback hast du bisher auf den Store und deine neue Kollektion bekommen? Andre: Ja, es hat mich sehr gefreut den Release hier in Hamburg im Mojo Store zu machen. Normalerweise kommen die neuen Sachen zur gleichen Zeit auch online raus, aber es war etwas Besonderes, da wir unseren ersten Flagship-Store erst …

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Statements zur Green Berlin Fashion Week

Die Berliner Fashion Week ist vorbei – Zeit, ein Fazit zu ziehen. In den zurückliegenden Tagen habe ich mit Bloggern, Einkäufern (ausführliche Interviews mit Bernd Hausmann von glore und Lars Wittenbrink von gruene wiese) und Modemachern gesprochen und sie nach ihrem persönlichen Fazit gefragt. Verena Paul / lovjoi Wir sind mega zufrieden über den Verlauf der Ethical Fashion Show Berlin. Wir haben ganz ganz tolle Kontakte knüpfen können, wahnsinnig viel Presse am Stand gehabt und auch viele neue Läden als Kunden dazugewonnen. Besser hätte es für Lovjoi kaum laufen können!   Bernd Hausmann / glore Wie immer setzt die grüne Szene keine neuen Trends in diesem Bereich. Einzelne Labels können mit individuellen Entwürfen punkten, etwa Anne Gorke oder Studio Elsien Grinhuis. ekn footwear hat zwei fast schon architektonische Schuh-Modelle präsentiert, die in der Sneakerszene für Aufmerksamkeit sorgen werden. FRIEDA SAND hat eine schöne ehrliche 1. Kollektion entworfen. Dennoch: Außergewöhnliche Kollektionen, die außerhalb der Green Fashion Szene für Aufmerksamkeit sorgen werden, sehe ich nicht. (Auszug aus meinem Interview mit Bernd über fehlende Trends, die grüne Modeszene …

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„Ethical Fashion Show Berlin und Greenshowroom stark wie nie zuvor“

Lars Wittenbrink darf ich einer vollständigen Nachberichterstattung über grüne Labels auf der Fashion Week Berlin nicht fehlen. Ich sprach mit dem Chefredakteur von Grüne Mode und dem Mitinhaber von gruene wiese in Münster über die SEEK, die Ethical Fashion Show Berlin, den Greenshowroom und die PREMIUM. Alf: Wie fällt dein Fazit der grünen Marken auf den großen Messen aus. Allen voran die SEEK ist ja ein Gradmesser für tolles Menswear Design. Lars: Auf der SEEK sahen wir sehr solide Auftritte der etablierten größeren grünen Brands. Designmäßiges Highlight war für mich das skulpturale neue Boot-Modell von ekn Footwear x Mr. Bailey sowie das für mich neue Schweizer Label Solstice mit feinen Hemden und schöner Merino-Strickware. KnowledgeCotton hatte eine beeindruckende Premiere mit einem der größten Stände der gesamten Messe und einer Auswahl an tollem Strick in Baumwolle, Wolle und nun auch Cashmere, die auf der SEEK ihres Gleichen suchte. Alf: Kommen wir zu den grünen Evergreens – der Ethical Fashion Show Berlin und dem Greenshowroom. Wie haben sich die beiden Messen geschlagen? Lars: EFS und Green Showroom …

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„Der grünen Modeszene geht es so gut wie nie“

In der letzten Woche war es wieder soweit: die Modemessen öffneten ihre Pforten in Berlin. Für konventionelle und grüne Modemarken und –labels hieß es, ihre aktuellen Herbst/Winter 2016 Kollektionen vorzustellen oder sich ganz neu dem interessierten Fachpublikum, den Bloggern und Pressevertretern sowie, und vor allem, den Händlern zu präsentieren. Bernd Hausmann von glore war natürlich auch vor Ort. Mit ihm habe ich über Looks und Trends, Materialen, die Green Fashion Bewegung und THE TRUE COST gesprochen. Alf: Wie fällt das Fazit deiner Messebesuche aus? Bernd: Der grünen Modeszene geht es so gut wie nie. Es gibt immer mehr Händler in Deutschland. Die Sortimente werden immer grösser und es kommen immer mehr Labels auf den Markt. Es gibt in jedem Segment mittlerweile mehrere Anbieter. Nur in der Sportartikelbranche gibt es noch kaum Alternativen. Alf: Bereits im Sommer 2016 gab es Versuche, mit neuen Materialien wie Kork zu arbeiten. Hält diese Entwicklung an? Bernd: Hier ist die grüne Mode der Visionär und Antreiber der Textilindustrie. Vegane Lederersatzmaterialien fallen mir dabei auf. Z.B. den von dir schon angesprochenen …

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