Grüne Mode
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Auf einen Keks bei studio JUX

Wie ihr gestern bereits lesen konntet, verschlug es mich nicht nur zum Plastic Fishing nach Amsterdam. Ich nutze die Gelegenheit, um sowohl meine guten Freundinnen Nastja und Angelica zu besuchen als auch der Einladung von Caro zu folgen, dem Atelier von studio JUX einen Besuch abzustatten.

Das niederländische Label solltet ihr bereits kennen, u.a. durch mein Review der diesjährigen Ethical Fashion Show Berlin. Mit einer eigenen Fabrik im nepalesischen Kathmandu besitzt das Label bereits eine Ausnahmestellung unter den Eco Fashion Brands. Selbst das verheerende Erdbeben in Nepal brachte das Team um Designerin Jitske Lundgren und ihre Angestellten in Kathmandu nicht aus der Ruhe. In der Zwischenzeit sind alle wieder wohl auf und viele Häuser wieder in Stand gesetzt. So konnte auch die anstehende Herbst/Winter 2015/2016 Kollektion wie ursprünglich einmal geplant produziert werden.

Während einzelne Teile aus der jetzt zu Ende gehenden Sommerkollektion bereits für den Sample Sale zusammengestellt wurden, zeigte mir Caro bereits einige Teile aus der neuen Kollektion, die ab Oktober in den Läden zu finden sein wird. Melt, construct and connect waren drei wichtige Themen für die Designerin, die ihren Fokus vor allem auf das Modellieren der Kreationen und dem Verschmelzen von Farben und Drucken legte. Zum ersten Mal experimentierte studio JUX zudem mit Monocel®, einer Bambus-Lycocell-Faser, die ähnlich nachhaltig ist wie Bio-Baumwolle. Zudem gibt es ebenfalls zum ersten Mal ein handgefärbtes und handgewebtes Material aus Kathmandu, das nun Einzug in die Modewelt erhält. Da aller guten Dinge 3 ist, verwendete das Label auch zum ersten Mal einen Digitalen Druck für ihre Kollektion. Dies alles lässt sich, wie auch schon die vorherigen Kollektionen, sehr gut ansehen.

Das Schöne an studio JUX ist so oder so die offene und sympathische Art von Jitske und Caro – egal ob an einem gefüllten Messestand mit vielen Orderwünschen oder bei einem Tee in den kreativen Räumen des Labels. Vor allem die nächsten Schritte werden spannend zu beobachten sein: studio JUX will mit Unterstützung von terre des hommes ihre Fabrik in Kathmandu ausbauen, um wirklich alle Produktionsschritte in der eigenen Manufaktur durchführen zu können. Gut investiertes Geld, so mein Eindruck.

Nachdem sich Jitske bereits in den Feierabend aufmachte, wollte ich auch Caro nicht länger von einem freien Wochenende abhalten. Wir werden uns definitiv auf der nächsten Modemesse wiedersehen oder bei meinem nächsten Besuch in Amsterdam. Wer jetzt bereits auf die Herbst/Winter 2015/2016 Kollektion gespannt ist, sollte in den nächsten Wochen ab und an ein Auge auf den Online-Shop von studio JUX werfen.

Text & Fotos: Alf-Tobias Zahn

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