Alle Artikel mit dem Schlagwort: Elasthan

Slow & schlicht: Die stillvolle Lingerie von WORON

Öko-Mode oder Ethical Fashion ist in den letzten Jahren unglaublich gewachsen. Immer mehr Modelabels setzen auf ökologisch angebaute Rohstoffe, achten auf eine transparente Lieferkette und soziale Produktionsbedingungen. Knackpunkt ist und bleibt häufig noch das Design, der Schnitt und der Stil, den die Labels mit ihrer Mode vermitteln wollen. So wie es bei Sneaker aus meiner Sicht nur wenige Glanzlichter gibt (ekn Footwear, Faguo Shoes, VEJA), so gibt es auch in Sachen „Unterwäsche“ oder Lingerie noch Nachholbedarf. AIKYOU (für Frauen) und VATTER (für Männer, für Frauen gibt es Höschen und Shorts) setzen aus meiner Sicht nicht nur ökologisch, sondern auch stilistisch schöne Maßstäbe. Ein Label, dass sich anschickt, Sustainable Lingerie noch salonfähiger zu machen, ist WORON aus Kopenhagen, die ich euch heute vorstellen möchte – inklusive Interview mit Anya Woron. Anya und Arina Woron geht es mit ihrem eigenen Label vor allem Unterwäsche zu erschaffen, die Frau gerne als erstes am Tag an- und gerne als letztes am Tag wieder auszieht. Weder soll die weibliche Linie oder der Stil der Unterwäsche durch den Komfort eingeschränkt, noch …

Joakim Christoffersson bringt Licht ins Dunkle – Unterwäsche und Glühbirnen aus Nylon von Gässling aus Malmö

Beginnen wir die Woche doch einmal mit Unterwäsche. Für Männer, die auch unter der Jeans geschmackvoll und ökologisch einwandfrei gekleidet sein möchten, gibt es nur einige wenige Alternativen. „Klassiker“ wie die Pants to Poverty sind zwar aus 100 Prozent Bio-Baumwolle, bekommen aber einen Abzug für die schlechte Passform. Bei KnowledgeCotton Apparel überzeugt zwar die Qualität, aber eine überdimensionale Eule auf dem Bündchen ist auf Dauer dann doch gewöhnungsbedürftig. Zeit, sich einmal einen dritten Bewerber anzusehen: Gässling aus Schweden. Hinter dem Label aus Mälmo steckt Joakim Christoffersson. Er gründete Gässling 2011 und versuchte sein Glück mit Underwear for Men. Wichtig waren ihm von Anfang an eine ausgezeichnete Verarbeitung, schlichtes Design, hochwertige Materialien und eine optimale Passform. Die beiden Modelle Falsterbo (mit Knopfleiste) und Ribersborg gibt es in vier Farbvariationen – Mint, Petrol, klassisches Weiß und Grafit. Die Unterhosen bestehen aus 95 Prozent Bio-Baumwolle und 5 Prozent Elasthan (der Passform wegen) und werden in Estland produziert. »No matter what you find at Gässling it will be really well thought through and better than whatever else is out there.« Preislich bewegt …

»Cycling is not a sport« – Mathias Ahrberg im Interview über grüne Fahrradmode, gemeinsame Touren mit „Freunde am Fahren“ und den Mythos Rennrad

Ich bemühe selten Sprichwörter. Zu allgemein sind sie doch für die zumeist sehr singulären und subjektiven Momente, in denen sie benutzt werden. »Gut Ding will Weile haben« trifft diesmal aber einfach zu. Mitte Juni habe ich mit dem charmanten Mathias Ahrberg in Kreuzberg zusammengesessen und über die ersten Kleidungsstücke seines neuen Labels AHRBERG gesprochen, fotografisch begleitet von René Zieger. Die beiden kurzweiligen Stunden, audiovisuell auf das iPhone gebannt. Monatelang, wie sich herausstellen sollte. Erst keine Zeit durch den Job, dann mal eine Woche Urlaub, dann mein Fahrradunfall. Es sollte demnach nicht sein. Bis zum heutigen Tage. Fast 6 Monate nach dem Interview und dank der Herbstsonne mit einigen verbliebenen Sonnenstunden glücklicherweise immer noch irgendwie »right on time«. Alf / Mathias, du hast bis 2012 mit Wiebke zusammen fairliebt gemacht. Auf der Abschiedsfeier in Hamburg wusstest du aber noch nicht, dass es für dich mit AHRBERG weitergehen sollte. Wie kamst du auf die Idee, Fahrradbekleidung zu machen? Mathias / Das hat sich langsam so entwickelt. Kurz nachdem wir mit fairliebt aufgehört haben, saß ich mit meinem …

Je t’hati – Yoga Wear von hati-hati aus Hamburg

Unlängst blätterte ich durch meine Artikel über Grüne Mode und stieß auf mein Review der ganz wunderbaren Frühjahr/Sommer 2013 Kollektion des Hamburger Labels hati-hati. Über locker-leichte Stoffe, luftige Schnitte und echte Hingucker schrieb ich da. In diesem Jahr erschien zwar noch keine neue Kollektion, dafür habe ich die aktuelle Yoga-Wear-Kollektion entdeckt – sehr entspannt, relaxt und auch gut für die Haut. “We have no art we do everything as beautifully as we can.” Die Kollektion besteht aus zwei Tops – einmal skinny als Tank Top, einmal weit geschnitten als Fitness Shirt. Dazu einen Body, der wunderbar mit der Shorts kombiniert werden kann. Komplettiert wird dies mit einem perfekt sitzenden Yoga Bra. Die komplette Yoga Wear besteht aus 95 Prozent Modal (hier in der Edelweiß-Variante, die besonders ökologisch ist) und hat zudem noch einen geringen Anteil an Elasthan. Produziert wird weiterhin und seit 2012 auf Bali in einer kleinen Manufaktur zu sozialen und fairen Bedingungen. Alles gut? Definitiv. Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: hati-hati

Sanftes für Tag und Nacht – die Unterwäsche von AIKYOU aus Karlsruhe

Puristische Unterwäsche für Frauen mit einer eher kleinen Oberweite – treffender kann man die wunderbaren BHs, Unterhemden und Höschen von dem Karlsruher Green Fashion Underwear Label AIKYOU nicht beschreiben. Es fehlen nur drei entscheidende Zusätze: Die Kreationen sind sowohl aus fair gehandelter sowie hochwertiger Bio-Baumwolle gefertigt als auch mit dem Oeko-Tex Standard 100 zertifiziert. Die Auswahl, die Bianca Renninger und Gabriele Meinl mit ihrem Label präsentieren, geht nach der Formel 4x4x3 – vier BH-Modelle werden durch vier Höschenformen und drei unterschiedliche Tops ergänzt. Der Clou: Keine Bügel, keine Häkchen – nichts, was das wunderbar sanfte Gefühl auf der Haut stören könnten. Dazu noch hautfreundlich und umweltverträglich hergestellt, hergestellt in Deutschland und Kroatien. Und wer auf den Geschmack gekommen ist, der wird beim Öffnen des Briefkastens noch eine kleine Überraschung erleben. Weiterlesen … Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: AIKYOU GmbH, Fotograf: Leo Krumbacher