Monate: April 2016

Sommerstrick aus Schweden

Schon vor 2,5 Jahren schwärmte ich über die Arbeiten des schwedischen Stricklabels MASKA, damals noch für das in der Zwischenzeit leider eingestellte Blogzine Kalinka.Kalinka. Das Label experimentierte bei Shibui zum ersten Mal mit TENCEL. In den darauf folgenden Jahren und auch für die aktuelle Frühjahr/Sommer 2016 Kollektion gesellen sich noch Stoffe wie Leinen, Kaschmir und natürlich Bio-Baumwolle hinzu. Das lässt sich alles extrem gut sehen und ist ideal für den in den Startlöchern stehenden Sommer. Das Label achtet sehr auf die Herkunft der ausschließlich natürlichen Fasern. Alle Garne werden z. B. in der EU gesponnen und fast alle Kollektionsteile werden ebenfalls in der EU produziert. Langlebigkeit ist neben den nachhaltigen Aspekten elementar für Gründerin Maria Svensson. Die Stoffe werden so gewebt, dass sie lange standhalten, die Kleidungsstücke so gefertigt, dass man sie nicht chemisch reinigen muss oder umweltschonend waschen kann. Die Baumwolle wird nur aus Regionen bezogen, wo sie natürlich wächst und nicht gedüngt oder künstlich bewässert werden muss. Alle Details wie Knöpfe bestehen ebenfalls aus natürlichen Materialien. Die Etiketten werden zudem aus recyceltem Papier hergestellt. …

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Wer macht unsere Kleidung? Der Fashion Revolution Day 2016

Der 24. April 2013 markiert eine Zäsur. An diesem Tag ließen nach offiziellen Angaben 1.127 Menschen ihr Leben. In einem Fabrikgebäude in Dhaka, der Hauptstadt der Textilmetropole Bangladeshs. Am Rana Plaza. Dort, im Herz der Fast Fashion Produktion, mussten Arbeiterinnen und Arbeiter sterben, da zu viele Menschen in einem maroden Gebäude zu indiskutablen Bedingungen und Löhnen für unsere Kleidungsindustrie arbeiteten. Alle großen Modeanbieter und -discounter ließen dort produzieren, was später in unseren Regalen für 2,99 EUR oder auch gerne mal 24,99 EUR käuflich zu erwerben ist und teilweise nur einmal angezogen wird. Einweg- und Wegwerfware par excellence, mit dem Malus einer blutigen und staubigen Katastrophe versehen. Seit diesem Unglückstag und den darauf folgenden verhaltenen Reaktionen der Fast Fashion Industrie begehen wir den Fashion Revolution Day. Fashion Revolution Day – ein Einblick in das Färberviertel Hazaribagh in Dhaka, Bangladesh Über das Unglück ist viel bekannt, auch die Ausflüchte der großen Konzerne wie H&M im Nachhinein. Doch wie sieht es ganz aktuell in Dhaka aus? Bangladesh ist weiterhin eines der wichtigsten Länder für die globale Textilindustrie. Doch …

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Die mit dem Pferd

Es gibt Modelabels, die fallen durch ihren Namen auf. Es gibt Modelabels, die fallen durch ihre Kollektionen auf. Und es gibt Modelabels, die beides tun – und dazu gehört definitiv das Womenswear Label Päälä aus Amsterdam. Beileibe kein Geheimtipp mehr für alle, die regelmäßig auf den Modemessen unterwegs sind, und dennoch bis vor wenigen Wochen noch unter meinem persönlichen Radar. Umso mehr freute ich mich über das aktuelle Lookbook und den Ausblick auf einen Sonnenstrahlen durchtränkten Sommer mit 3x Ä! Heel leuk von Paala Als ich den Namen des 2013 in den Niederlanden gegründeten Labels zum ersten Mal hörte, schlug mein finnisches Herz höher. Doch was wie ein Labels Finnland klang, entpuppte sich als waschechtes Green Fashion Label aus Amsterdam. Päälä arbeitet mit hochwertigen und biologisch angebauten Stoffen. Dazu zählen GOTS-zertifizierte Biobaumwolle und andere innovative Materialien wie Tencel, Modal, Leinen oder Bambus Viscose. Ebenso wichtig sind die verwendeten Farben bei den verschiedenen Drucken des Labels. Die Prints für die Shirts werden im Siebdruckverfahren noch per Hand aufgetragen. Dabei werden ausschließlich Farben auf Pflanzenbasis verwendet, die zu …

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Sharing is Caring

Klamotten ein zweites Leben zu geben ist ein immer wieder sehr gerne zitiertes Ziel, wenn es darum geht, auf den immensen weltweiten Modekonsum und die Tonnen ungetragene Kleidung hinzuweisen, die noch in unseren Kleiderschränken schlummern und kaum das Tageslicht erblicken. Manche wurden dabei noch nicht einmal getragen. In Schweden gibt es mit Sharewear eine wie ich finde geniale Idee, nicht nur alten Klamotten ein zweites, drittes und viertes Leben einzuhauchen, sondern auch mit anderen Modeenthusiasten und tauschfreudigen Menschen in Kontakt zu kommen. Instagram und das Hashtag #sharewear machen es möglich! The purpose of Sharewear is to make use of perfectly fine clothes, shoes and accessories that you’ve grown tired of and consider throwing out. Our ambition is that the clothes will wander from person to person until they are completely worn out. Schwedische Labels bilden den initialen Fundus von Shareware Hinter Sharewear steckt VisitSweden und eine schwedische Tourismusagentur, die zum einen das globale Problem der Überflussproduktion in der Modeindustrie thematisieren wollen, zum anderen ausgewählten Desigern des Landes eine weitere Bühne zu geben. Darunter die auch …

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Faire Kleidung, die einem immer ein gutes Gefühl gibt

Mach dich schöner mit Degree Clothing so lautete der Betreff einer E-Mail, die vor einigen Wochen in meinem Postfach landete. Das Label aus Augsburg ist mir schon das ein oder andere mal in meiner Timeline aufgefallen, wenn Bekannte von mir neue Eco Fashion Labels entdeckt haben. Darunter auch das Team von Degree Clothing, die seit 2014 versuchen, Urban Streetstyle in „grün“ zu etablieren, zeitgemäße Streetwear- Silhoutten mit hochwertigen Materialien zu kombinieren, die sowohl ökologisch, als auch fair hergestellt werden. Die Anfänge in Augsburg „Den Kern von Degree Clothing bildet eine ständig wachsende Gruppe hungriger Extremsportler, junger Künstler und progressiver Musiker. Heute sind sie Gründer, Mitarbeiter und Kunden des fairen Öko-Labels und jeder Einzelne ein Teil der Familie“, so das Label über sich. Mit einem Laden in der Augsburger Innenstadt, einem Online-Shop und ausgewählten Einzelhändlern ist das Label mit seinen Produkten bereits national gut vertreten. Auf ihrer Webseite zeigen sie ihre internationale Produktionskette transparent und offen – von der Bio-Baumwolle aus der Türkei über das Garn und die weitere Verarbeitung in Portugal über die finakle Handarbeit …

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Fair, nachhaltig und vegan – Lillika Eden wächst über sich hinaus

Und eigentlich müsste ich in der Überschrift zu diesem Kollektionsreview noch einen Aspekt über Lillika Eden hinzufügen, der für mich noch mehr aussagt: Adé Saisonalität. Das Team um Designerin Julia Muthig und Motor Daniel Schmidt hat sich dazu entschieden, sich dem eigentlichen Zyklus der Modewelt etwas zu entziehen. Weg von den beiden klassischen Kollektionen pro Jahr, hin zu mehr Individualität und Flexibilität. Modern, klassisch und zeitlos funktioniert auch außerhalb der Saisons – und so erblicken die einzelnen Entwürfe von Julia das Licht der Welt, wenn sie fertiggestellt wurden. Ein sinnvoller Ansatz. Wohlfühlen mit Style und Stil Wie bereits in meinem letztjährigen Review über LUCY kurz ausgeführt, machen Lillika Eden schon ziemlich viel ziemlich richtig. Ganz unter dem Motto „Etwas Schönes darf nicht unter hässlichen Bedingungen entstehen“ verbindet das Label modernes, trendbewusstes Design mit nachhaltiger Produktion und hochwertigen Bio-Stoffen. Für die aktuellen Teile für das Frühjahr und den Sommer 2016 wurde hauptsächlich reine GOTS-zertifiziert Bio-Baumwolle verwendet, die in Deutschland gewebt wurde. Außerdem wurden zart durchsichtiger Bio-Leinenjersey und als Highlight ein schwarz-weißer Webstoff verwendet, der für Lillika …

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Weck die Erinnerungen aus deiner Kindheit

Manchmal reicht bereits eine Fotografie, um lang verborgene Erinnerungen wieder zum Leben zu Erwecken. Gerade bei Kinderfotos von mir versuche ich immer, mich an den Moment zurück zu erinneren, in dem das Foto gemacht wurde. Oder zumindest an die Erzählungen meiner Mutter darüber. Genau solche Erinnerungen versucht auch Malina Sebastian wieder zum Leben zu erwecken. Mit ihrer Ready-to-wear-Kollektion „The Inner Child“ und einem stimmungsvoll in Szene gesetzten Lookbook verführt sie uns in eine kindliche Sommerfantasie, die uns an das Kind in uns erinnern lässt. Vorgeschichte – es begann in Süddeutschland Malina began ihr Studium in Süddeutschland. Modedesign versteht sich. Bereits in der Anfangsphase empfand sie eine Leidenschaft für den nachhaltigen Aspekt dieser Branche. In ihren Designs wendete sie Recyclingtechniken an und entwickelte ein Bewusstsein für die ethischen Gegebenheiten. Ihre Designs spiegeln eine Symbiose aus durch die Natur inspirierten Elemente und organischer Surrealität wieder. Für die Kollektionen kommen daher biologische und recyclebare Stoffe zum Einsatz, die mit innovativen Techniken und Konzepten kombiniert sind. Unter ihrem eigenen Womenswearlabel MALINA entwicklt sie Ready-to-wear Kollektionen, die hochwertige Materialien mit …

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∆PRIL

Wie ihr sicherlich festgestellt habt, war es im März sehr ruhig im Blog. Nicht nur war bei Studio GOOD Pitch-Phase, ich entfloh zudem mit Christina und Ava für eine Woche nach Portugal und verbracht sehr sonnige Tage in Lissabon und im wunderschönen Praia da Luz (mehr dazu auf Instagram). Die Osterfeiertage waren dann noch einmal Entspannung pur, da sich unter anderem auch der Plan zerschlug, über die Osterfeiertage eine neue Folge von „Z² – Zahn und Zieger unterwegs“ zu shooten. Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Selbst wenn es René und ich im April nicht mehr schaffen sollten, bleibt doch genügend Gutes und Tolles, über das ich schreiben werde. Der ∆pril im Blog In den zurückliegenden Wochen füllte sich mein Postfach mit vielen tollen Anfragen. Umso mehr freue ich mich, wenn ich euch einige neue Labels und Kollektionen vorstellen kann. Dazu zählt zum Beispiel die wunderbare Malina Sebastian, ihres Zeichen Modedesignstudentin an der HTW Berlin. Seit März ist sie neues Designermitglied von Bewusstsigners, die ihre Premierenkollektion „The Inner Child“ präsentieren. Ich werfe in meinem Review noch einmal …

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