Alle Artikel mit dem Schlagwort: Neukölln

Vintage-Liebhaber in Berlin, aufgepasst: VinoKilo kommt in die Stadt

Der Sommer ist vorbei. Die Kastanien fallen schon wieder auf die Gehwege, die Wärme der Sonne nimmt langsam ab und die Gesichter der Berlinerinnen und Berliner werden wieder grummeliger. Das VinoKilo-Team möchte in das wechselhafte Übergangswetter wieder etwas Fröhlichkeit bringen und ist am Samstag, den 16.9., in der Stadt. Im Neuköllner CRCLR wird es wieder Vino und Vintage geben. Robin Balser und sein Team verfolgen mit VinoKilo ein ambitioniertes Ziel: Sie wollen Vintage Kleidung neben Fast Fashion als eine gleichwertige Mode-Option etablieren (das geht durchaus, wie ihr an diesem Outfit sehen könnt), um mit jedem verkauften Vintage-Kleidungstück weiteren, neu produzierten „Modemüll“ einzusparen. Dieses altbewährte und jahrelang schon praktizierte Konzept der Second Hand wollen sie zur First Choice machen und kombinieren Vintage-Klamotten zum Kilopreis mit einem vollwertigen Event samt leckeren Weinen. „Wichtig ist es uns zu zeigen, dass Vintage Kleidung etwas ist, dass zu jedem passt. Egal wer du bist und welchen Stil du hast“, so Robin. In der aktuellen Sommerkampagne versucht VinoKilo genau das zu zeigen. Mit Vintage-Liebhabern aus Berlin haben sie einen Street Shoot …

„Das Hirn, das ist ja immer am Rödeln“

Zu viele Ideen, zu wenig Zeit – diese Situation kenne ich nur zu gut. Lea Strunk, deren Kinderlabel Doodlestowear ich euch erst vor kurzem vorgestellt habe, hat allerdings nicht nur viele Ideen, sondern realisiert diese auch noch. Wie das alles klappen kann und was das mit Kochen und der eigenen Badewanne zu tun habt, erfahrt ihr im Interview Strunk Clothing, Studio Hertzberg, Doodlestowear und Woodstories – wie viele Stunden hat eigentlich dein Tag? Also ich wünschte, er hätte mehr und ich wäre nie müde. Aber ich schätze ich hab genauso viele Stunden wie alle anderen, nur arbeite ich wahrscheinlich viel, wie wohl die meisten Selbstständigen. Aber mittlerweile habe ich sogar fast jedes Wochenende frei, denn es ist wichtig, andere Dinge zu tun, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. Mit was verbringst du dann deine freien Wochenenden? Mit ganz einfachen Dingen wie Spazierengehen, mit Freunden Skat spielen und um die Häuser ziehen, aus Berlin rausfahren, Ausstellungen besichtigen – alles ist immer ein wenig abhängig von den Jahreszeiten. Jetzt gerade regnet es so viel, da …

Kinderkunst auf Kleidung

Alle Eltern kennen diese Situation: Wohin mit all den gemalten Bildern der lieben Kleinen? Meistens landen die Meisterwerke in einer großen Mappe, manche verschwinden hinter oder unter dem Bett, manche werden auch einfach verschenkt. Dank doodles too wear aus Neukölln gibt es jetzt die Möglichkeit, die Zeichnungen endlich auch auf Kleidung zu bekommen – eine geniale Idee. Hinter doodles to wear stecken Tausendsassa Lea Strunk und Andreas Arnold. Sie wollen weg von der Überproduktion und nur mehr Produkte produzieren, die gekauft werden. Auftragsarbeiten, sozusagen. Die Idee ist einfach wie genial: Kinder malen einfach, was sie wollen, die Eltern fotografieren das Werk, senden dieses an Lea und Andreas daraus entsteht dann das Lieblingskleidungsstücke aus Bio-Baumwolle im Digitaldruckverfahren mit genau dem gemalten Motiv. Der Druck und auch der Schnitt finden in Berlin statt. Wer noch mehr wissen will oder Inspiration sucht, sollte sich einmal auf der Website umsehen und auf Instagram einige bereits entstandene Kunstwerke ansehen. Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: Lea Strunk

s t a n d a r d – saubere sachen aus Neukölln

Na, noch immer auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk und einfach nix gefunden? Wer am heutigen 4. Advent nach einem nachhaltigen und besonders gutem Geschenk ist und zufällig in Berlin weilt, dem lege ich s t a n d a r d – saubere sachen im Neuköllner Reuterkiez ans Herz. Dort arbeiten Katharina Beth und Katrin Hieronimus an ihrer Vision eines richtig guten Ladens. Sie sind Mütter, Freundinnen und Kolleginnen. Nach ihrer Arbeit am Theater, die eine als Kostüm-, die andere als Bühnenbildnerin, mit den unzähligen Skandalen, inakzeptablen Arbeitsbedingungen und fehlender Transparenz in der Modeindustrie, sowie die Kompromisse bei Einkäufen für ihre Arbeit am Theater war den beiden klar, das so Mode keinen Spaß macht. In ihrem Laden versammeln sie eine Auswahl an Mode für Damen, Herren und Kinder. Meist Basics, die man mehr als eine Saison trägt. Etwa von MUD JEANS oder Jan ’n June. Ergänzt wird das Sortiment von Papier- und Papp-Produkten, Kosmetik, Tee, Likör, Tassen und Taschen. Darunter sind aber auch eigene Produkte zu finden, wie wundervolle Mobilés und Greiflinge aus Bio-Stoffen …

Treches is back

Schöne Nachrichten müssen verbreitet werden: TRECHES ist zurück! Das Label von Jei Bruneau Rossow kenne ich bereits seit Jahren. Gemeinsam mit format favourites verkaufte sie ihre Mode im Neuköllner Wesen auf der Weserstraße. 2014 feierte ich vor allem ihre Sommerkollektion „Fake Nature„. 2015 dann Funkstille, Rückzug. TRECHES verschwand. Umso schöner und erfreuter war ich, also vor einigen Tagen das erste Zeichen eines Comebacks in meiner Timeline aufpoppte. Seit einigen Monaten arbeitet Jei wieder an ihrer Mode und hat sich SHIO angeschlossen, einem dieser kleinen, feinen Läden in Neukölln, in dem stilvolle Mode und Accessoires verkauft werden. Bei den neuen Teilen geht es immer noch oder auch wieder um Geometrie, das Auflösen von Geschlechtergrenzen und Stereotypen, klare Linien, kleine Details und farbliche Kontraste. Das gelingt Jei besser als zu vor, denn sie ist zum einen verspielter, zum anderen klarer im Ausdruck ihrer Kreativität. Alle Teile werden in Berlin produziert und bestehen aus GOTS- oder IVN Best-zertifzierten Stoffen oder aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Wer mehr über ihre neuen Projekte YRSA und SONIA erfahren will, der darf sich …

Die mit dem „Ö“

Von Zeit zu Zeit werde ich gefragt, wie ich eigentlich auf die Kollektionen oder Labels aufmerksam werde, über die ich schreibe. Bei Börd Shört, dem kleinen Modelabel von Jenny Tenner, war Instagram „Schuld“. Dort poppte seit dem Start der neuen Kollektion „blooming“ immer wieder ein noch schönere Impression aus dem Lookbook auf, so dass ich kurzerhand kommentierte, ich wolle etwas über das Label schreiben – und schon waren Jenny und ich im Austausch, aus dem ich heute zitieren werde. Als ich mit „börd shört“ angefangen habe, war es noch total schwierig, Biostoffe in tollen und schönen Farben zu finden. Deshalb habe ich bei der der ersten Kollektion sogar noch Stoffe nach meinen Wünschen färben lassen und diese dann teilweise in einem Siebdruckatelier handbedruckt. Das ist glücklicherweise seit dem es Lebenskleidung gibt vorbei und ich freue mich, dass es auch immer mehr Stoffe mit hübschen Mustern gibt. Falls mir doch noch etwas fehlt, wie zum Beispiel der Stoff mit dem Blumenprint für „blooming“, recherchiere ich online nach anderen Herstellern von GOTS-zertifizierten Stoffen. Der Stoff mit Blumenprint …

Es muss LIEBE sein

Huch, da hüpfte doch gestern Abend mein Herz gleich ein Stückchen höher. Über Instagram entdeckte ich das finnische Label LIEBE Clothing und ich war sofort verliebt – auch wenn das Wortspiel sicherlich an dieser Stelle etwas überstrapaziert wird. Treffender wäre aktuell LIEBE Caps, da Mastermind Jukka Tulensytyttäjä vor allem ein Herz für 5-Panel-Caps (und zwei Beanies namens „Neukölln“ und „Dresdener“) hat. Gegründet wurde LIEBE Clothing 2016 in Tampere. Jukka Tulensytyttäjä ist zwar Labelchef, aber vor allem Musiker, Literat, Veranstalter und ehemaliger Kopf eine DIY-Musiklabels. Aus einem Testballon für einen Online-Shop entstand dann Jukkas eigenes Label, dass sich auf 5-Panel-Caps und Streetwear spezialisiert hat. Die LIEBE Caps werden in Kaleva per Hand hergestellt und bestehen aus konventionell angebauter Baumwolle oder Veloursleder oder Polyester – hier also leider wieder einmal im Bereich der 5-Panel-Caps ein sehr großes ABER. Dennoch sind die Modelle mit Liebe gemacht und liefern ein neues Must-have für alle, die ihr Haupthaar – ob nun schütter oder nicht – gerne noch etwas schmücken wollen. Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: LIEBE Clothing

Schwiegeromas modischer Schatz

Während ich bereits gedanklich bei der Planung der Rückfahrt war, entdeckte René nicht unweit von Albrechts Teerofen noch diesen fast schon verwunschenen Ort, der für Graffiti-Künstler das gefundene Fressen war: Eine stillgelegte Eisenbahnbrücke über die alte A115 aus Deutsch-Deutschen Zeiten. Wie wir feststellten war dies der ideale Ort, um ein kleines Schmuckstück aus dem Kleiderschrank meiner Schwiegeroma zu zeigen. Der Blouson samt Kapuze von W.M. H. LEISHMAN hat zwar schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel, ist aber immernoch eine Augenweide. Natürlich musste ich den Blouson – was für ein modischer Schatz – mit auf die Tour nehmen, als ich den zum ersten Mal bei uns zuhause am Kleiderschrank hängen sah. Dazu kombinierte ich ein Worker Pocket Shirt aus Organic Cotton sowie meine Tight Long John Original Light Faded von Nudie aus Schweden – wohl dem Vorzeigelabel in Sachen Jeans und Mens Apparel, über die ich auch den ganz wunderbaren Lukas Korschan kennenlernen durfte. An den Füßen durften an dem Tag dann auch nicht meine Sneaker von Faguo Shoes fehlen. Die perfekten Schuhe für den Sommer …