Alle Artikel in: Grüne Mode

Circular Upcyling Fashion von Dzaino 자이노

Vor gut 1 1/2 Jahren habe ich euch das Berliner Upcycling Label Dzaino 자이노 von Hanna Sin Gebauer und Julia Hermesmeyer vorgestellt: Klares Design, urbaner Stil, gebrauchte Materialien als Ressource. Mit ihrer aktuellen Startnext-Crowdfunding-Kampagne wollen die beiden Gründerinnen den nächsten Schritt wagen: Die erste große Produktion von Taschen aus gebrauchten Textilien in Berlin realisieren. Die letzten Monate haben Julia und Hanna in die Neu- und Weiterentwicklung von Dzaino gesteckt und die eigene Produktion auf ein vollständig lokales und soziales Konzept umgestellt. Die Taschen sowie weitere Produkte werden lokal hergestellt. Julia und Hanna kaufen die Materialien von der Berliner Stadtmission. Die Produktion findet in Berliner Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung statt, um sie in der Job-Rehabilitation zu unterstützen. Alle Transportwege innerhalb Berlins werden per Fahrradkurier zurückgelegt. Obwohl Dzaino nur mit Textilresten arbeitet, gelingt es, einen klaren eigenen Look zu kreieren. Dabei entstehen funktionale Taschen mit minimalistischem Design aus einer fairen und nachhaltigen Produktion. Bei einem erfolgreichen Crowdfunding wollen Hanna und Julia nicht nur ihre erste große Produktion realisieren, sondern idealerweise auch eigene Upcycling Workshops entwickeln sowie …

The RUCKSACK begleitet Dich überall hin

Als ich neulich mit René in Steglitz war, haben wir nicht nur den Space Sweater von Rotholz mit dabei gehabt, sondern auch The RUCKSACK meines Nürnberger Compañero Moritz Lorenz dabei. Mo hat in den zurückliegenden Jahren mit JECKYBENG sein eigenes Unternehmen gegründet und begeistert nicht nur mich immer wieder mit seinen tollen Produkten, die nicht nur Outdoor funktionieren, sondern eben auch uns durch den urbanen Alltag bringen. Sei es die wasserabweisende The JACKET oder der SEAMAN’S SWEATER – Moritz macht richtig gute Sachen! Dazu gehört auch sein neues Backpack. The RUCKSACK ist dank der innovativen Oxford Cotton Faser wasserabweisend. In der Produktion wird dabei auf PFC verzichtet, das eigentlich für die wasserabweisende Eigenschaften in den üblichen Backpacks verantwortlich ist. JECKYBENG arbeitet lieber mit nachhaltigen Alternativen, um den selben Effekt zu erzielen. Mit Erfolg, wie auch die anderen Produkte zeigen. In den Rucksack passen 15 Liter, die bis auf 20 Liter durch den Rollverschluss für das große Hauptfach erweitert werden können. Darüber hinaus geht es viele kleine nützliche Täschen im vorderen Fach, um das Smartphone, Schlüssel …

Let’s kick it – die Evolution des Sneakers von Ethletic

Sneaker zu tragen und zu besitzen sind für viele eine Leidenschaft. Instagram ist voll von Sneakerheads, die die neuesten Modelle der Giganten NIKE, Adidas und Reebok präsentieren. Einzige Crux an den Großen der Schuhbranche: Sie sind weit davon entfernt, faire und sozial anständige Produkte zu verkaufen. Greenwashing inklusive. Sneakerenthusiasten, denen aber wichtig ist, wie und wo ihre kicks hergestellt werden, haben leider keine allzu große Auswahl. Zum Glück gibt es aber einige Brands, die sich vor der Herausforderung eines fairen Sneakers nicht scheuen. Dazu zählt auch Ethletic. Die faire Sneakermarke ist seit Jahren am Markt und hat sich für diese Jahr einiges vorgenommen, wie mir Annika Langhagel im Interview verraten hat. Liebe Anni, Ethletic gibt es seit 12 Jahren. In diesem Jahr habt ihr euch für einen neuen Style entschieden. Wie kam es dazu? Seit unseren Anfängen mit dem ersten fair produzierten Fußball – das ist in der Tat schon 14 Jahre her! – und den ersten Ethletic-Canvas-Schuhen 2010 hat die Marke sich stark weiterentwickelt, und das wollten wir auch nach Außen hin deutlich machen. …

Crewlove aus Postdam – Spring/Summer 2018 von Rotholz

Wie ihr wisst, bin ich großer Fan von Rotholz. Das kleine feine Label aus Postdam mit der minimalistischen Formensprache schafft es von Saison zu Saison, mit hochwertigen Eco Materialien schöne Basics und so manches Key Piece zu entwickeln. Seit gut zwei Jahren sind die Kleidungsstücke von Rotholz fester Bestandteil meiner nachhaltigen Garderobe. Just am Wochenende präsentierte die Marke ihre neue Spring/Summer 2018! Die Sommerkollektion 2018 ist geprägt von eleganten Basics in gedeckten Farben. Im Vordergrund steht dabei wie auch schon in den letzten Saisons eine reduziert-geradlinige Ästhetik, die sich durch dezente Details abhebt von der Masse abhebt. Dabei reicht dieRotholz | Spring Summer 2018 | Space Series | Fotos: Rotholz | GROSS∆RTIG Bandbreite vom sportlichen Style mit 70er-Jahre-Anleihen bis zum lässig-eleganten Streetwear / Urban Fashion-Chic. Spacemen and Spacegirls, aufgepasst! Wie in jeder Kollektion gibt es auch wieder ein Highlight, in limitierter Auflage. Diesmal ist es der Space Sweater mit Stick- und Printdetails. Die „Space Series“ ist zugleich eine Hommage an die Ursprünge von Rotholz, als vor allem kunstvolle Prints das Erscheinungsbild des Labels bestimmten. Die …

Fetisch Fashion von FUSC – Damaris und Rosa im Interview

Fair Fashion bietet uns anno 2018 eine große Bandbreite, um den eigenen Stil modisch auszudrücken. Fair Fashion hat aber auch seine Grenzen, wie etwa bei Clubwear und Fetisch Fashion. In diese Lücke stoßen Damaris Moos und Rosa Hirn mit ihrem noch jungen Label Fusc! Die Art von Schmuck und Mode, wie die beiden sie machen, gibt es bisher in der Upcycling- und Slow-Fashion-Szene kaum – und umgekehrt gibt es auch keine Clubwear oder Fetischkleidung, die aus wiederverwerteten Materialien besteht. Genau das wollen die beiden Gründerinnen ändern! Liebe Damaris, liebe Rosa, wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt? Wir haben uns schon während des Studiums an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim kennengelernt. Damaris hat dort Mode- und Rosa Schmuckdesign studiert. Wir hatten schon damals die Arbeit des anderen im Blick, die Gelegenheit für ein gemeinsames Projekt hat sich dann aber erst 2017 ergeben, als wir uns in Berlin wiedergetroffen haben. Um was sollte sich das gemeinsame Projekt drehen? Ausgangspunkt für die ersten Treffen war die Idee eines Upcycling-Projekts. Inspiriert von den Berliner Müllbergen haben wir Altkleider …

Achtung, Hafendieb!

Wat is dat förn Schietwedder? Wem diese Frage Platt vorkommt, hat vollkommen Recht. Schietwedder bzw. Schanty heißt die neue Kollektion von Hafendieb aus Hamburg, die ihr unbedingt kennen solltet. Das Label von Martin Hagemann und Kai Dohse schmettert euch nicht nur ein gepflegtes „Moin“ entgegen, sondern zeigt euch modernen hanseatischen Fair Fashion Schick ohne Schnick-Schnack. Wer lieber das Fischbrötchen in der Hand als die Languste auf dem Teller genießt, ist beim Hafendieb genau richtig. Eine gute Prise Hamburger Roughness und die dreckige und ehrliche Atmosphäre eines Hafenviertels, dieses Lebensgefühl will das Label vermitteln und auf Stoff bannen. Kurz gesagt: Ehrliche Klamotten aus feinstem, nachhaltig produziertem Seemannsgarn für alle mit einem Gespür für den Charme des hohen Nordens. Martin und Kai meinen dazu: »Wie der Name schon vermuten lässt, haben wir uns von den traditionellen Seemannslieder trellernden Schanty Chören und dem immer schönen Hamburger Wetter inspirieren lassen. Ein Teil der neuen Artikel ist in Hamburg produziert und wie immer ist alles fair gehandelt.« Die Umsetzung ist, wie man am Lookbook sehen kann, absolut gelungen. Hamburg durch …

Mein neuer Wegbegleiter – VICTOR von FREITAG

Aufmerksame Leser haben meine neuen Wegbegleiter bereits auf meiner letzten Tour durch Marzahn entdeckt. Seit einigen Monaten trage ich VICTOR eigentlich täglich bei mir. Das Backpack stammt aus dem Hause FREITAG ist ein sehr klassischer Vertreter der Schweizer Manufaktur. Offiziell als F151_02027 bezeichnet lässt der Rucksack in der Größe L für mich keine Wünsche übrig. Ob ich nun meinen Laptop regensicher durch den Berliner Straßenverkehr bringen möchte oder meine Supermarkteinkäufe auf dem Rücken nach Hause bringen kann oder für den Wochenend-Ausflug alles Notwendige verstauen kann – VICTOR ist für meine täglichen Aktivitäten genau der richtige Wegbegleiter! Hier die Hardfacts zu VICTOR Material: gebrauchte Sicherheitsgurte, gebrauchte LKW-Planen sowie Fahrradschläuche Wasserabweisendes Rollklappensystem Action-Rücken-Polster Reissverschlossenes Schnellzugriffsaussenfach Steckschlaufe fürs Bügelschloss Wer demnach noch auf der Suche nach einem Rucksack ist, der ziemlich viele Dinge mitmacht und dabei sehr robust ist und trotzdem top aussieht, der sollte zum F151 greifen. Die Investition lohnt sich definitiv. Wissensdurst noch nicht gestillt? Dann einmal bitte dieses Video ansehen:  Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: René Zieger Sowohl VICTOR als auch die in diesem Post ebenfalls …

Urban Army von FUNKTION SCHNITT

Habt ihr schon einmal gute Streetstyles gesucht, die nicht von den üblichen Verdächtigen (und damit konventionell) gefertigt werden? Ich habe es und wurde nie wirklich fündig. Manches zu sportiv, manches eben dann doch nicht stylisch genug. Genau das richtige Mittelding habe ich für mich jetzt gefunden, und zwar bei einem guten alten Bekannten: FUNKTION SCHNITT. Mit ihren neuen Editionen erfindet sich das Kölner Label in diesem Jahr Stück für Stück neu. Ihr neuester Streich lautet URBAN ARMY, mit der du die Straße zu deiner Bühne machen sollst. URBAN ARMY besteht aus den beiden Polen URBAN und UNITY: Urban ist ein Unisex-Shirt mit einem anschmiegsamen Rip-Kragen, YKK-Zipper und einer länglichen Tasche am Ärmel Unity ist ein verkürztes Kimono Longsleeve mit am-Saum-umgeschlagener Kangaroo Pocket und breiten Ärmel Beide Teile bestehen aus schwerer Baumwolle und besitzen eine sehr glatte Oberfläche, sind kompakt gestrickt und sehr robust, modern und höchst funktional zugleich. Von URBAN habe ich mir bereits selbst ein Bild machen können und finde die Kombination aus schwerer Baumwolle, der glatten Oberfläche sowie dem hohen RIP-Kragen bei kurzen …

This is not a factory, this is not a shirt

Vor wenigen Tagen schrieb mich Maarten an. Er habe da vor einigen Monaten eine Idee gehabt, die jetzt, auf den letzten Metern, noch Unterstützung bei einem Crowdfunding benötige. Es ginge um Griechenland, dieses noch in der Krise befindliche Land und die dort gestrandeten Geflüchteten aus Syrien, die in den Camps keinerlei Perspektive haben. Mit seiner Idee will er, Maarten Hunink, diesen Menschen eine Perspektive geben. Wie dies mit NOT A FACTORY gelingen soll, hat er mir in einem Interview ausführlich erklärt. Hi Maarten, how did you come up with this idea? What is your connection to Greece and the Refugees Crisis? In the summer of 2016 I went to Greece to volunteer in one of the refugee camps. I was curious after reading and watching a lot of the news about the refugee crisis what the reality was like. Was it really a desperate situation, or had it been overdramatised. In that period I experienced the desperation first hand, and decided that I wanted to continue helping. I did so by volunteering for Drop In …

„Made IN Europa, FOR Bangladesh“ – Ali Azimi von Drip by Drip im Interview

Wie gelingt das eigentlich, einen Unterschied auszumachen? Sich für etwas einzusetzen, was uns alle betrifft? Sich einer Idee zu verschreiben, die Besserung bringen soll? Im Interview mit Ali Azimi, Initiator der NRO Drip by Drip und Mitgründer des dazugehörigen Modelebals BlueBen sprechen wir über die Herausforderungen, die verfahrere Situation in unserer Wohlstands- und Wegwerfgesellschaft zu ändern und dabei immer und immer wieder auf Missstände aufmerksam zu machen, die viele von uns gar nicht wahrnehmen – weil sie zu klein oder zu weit weg von unserem eigenen Alltag sind oder einfach als unbedeutend wahrgenommen werden. Wie zum Beispiel der immense Wasserverbrauch der Textilindustrie, die wir selber täglich / wöchentlich / monatlich füttern. Lieber Ali, du bist Gründer des Labels BlueBen und der NRO Drip by Drip. Ihr widmet euch vor allem dem Thema Wasserverbrauch in der Textilindustrie. Wie kam es zu der Auseinandersetzung mit dieser Thematik? Es war ziemlich banal. Ich hatte den Film The True Cost gesehen und war schockiert über den Wasserverbrauch und den intensiven Pestizideinsatz bei Baumwolle. Daraufhin habe ich vier Monate lang …