Monate: September 2018

Sei laut – die Zeit ist reif! #bloggergegenrechts

Fast jeden Tag lesen, hören oder sehen wir ihn: Den schleichenden Tabubruch in unserer medialen Auseinandersetzung. In den einschlägigen Kommentarspalten, den Threads bei Twitter, unter Postings bei Facebook mit dem Hashtag #refugeeswelcome. Der Hass macht sich dort breit. Der Hass einer Minderheit, aber einer sehr lauten Minderheit. Dieser Hass, den wir online in den letzten Jahren immer häufiger lesen können, bahnt sich längst seinen Weg in die Offline-Welt, in unseren Alltag. Chemnitz, Köthen und Dortmund sind dabei nur drei Beispiele aus diesem Jahr, die aufzeigen, dass sich eine rechtsnationale bis rechtsextreme Minderheit ihren Platz in der Öffentlichkeit erkämpft, besetzt und Medien wie Politik vor eine neue Herausforderung stellen: Wie gehen wir mit so genannten Wutbürgern um, die eigentlich Rechtsextreme und Nazis sind? Wie gehen wir mit denen um, die berechtigte Sorgen um sich und Deutschland haben, und einfachen Erklärungen auf den Leim gehen? Wie gehen wir selbst mit all dem Hass um, den wir uns für uns und unsere Kinder nicht wünschen? Aus meiner Sicht kann es nur einen Schluss geben: Selbst laut sein und …

The WAYKS ONE – oder: einen modulareren Rucksack gibt es kaum

Zugegeben, die Headline ist schon relativ lang. Aber in weniger Worten kann ich kaum beschreiben, was The WAYKS ONE alles im Stande ist zu leisten. Klingt umständlich, ist aber so: Dieser Rucksack ist der Inbegriff von Modularität und hat dabei auch noch einen sehr fairen und sehr nachhaltigen Kern. Das zumindest meinen Leonie und Fabian Stein, ihres Zeichens Geschwister und Gründer von WAYKS! Was kann der WAYKS ONE eigentlich? Ich wurde vor allem neugierig, da Christina von LOVECO voll des Lobes für den WAYKS ONE war und ein Exemplar bei sich im neuen Store in Schöneberg hat. Also, nichts wie hin, um mich persönlich davon zu überzeugen, wie gut der modulare Rucksack ist. Der WAYKS ONE Travel Backpack besteht aus zwei Teilen: dem Day Pack und dem Cube, einem abnehmbaren Unterteil. Ein robuster Reißverschluss verläuft entlang der Unterseite des Day Packs, um den Cube zu fixieren. So lässt sich der Day Pack sehr leicht und schnell in einen größeren Reiserucksack verwandeln. Durch komplett abnehmbare Rücken- und Schulterpolster kann der Day Pack in eine noch schlankere, …

New/Recycled Sneaker von New Movements

Der Sneakermarkt wächst – auch in der Grünen Modeszene. Neben meinen persönlichen Evergreens wie VEJA, ethletic und ekn Footwear habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal einen Sneaker via Crowdfunding gekauft. WADO hat mich damals sowohl vom nachhaltigen Ansatz als auch dem Style sehr angesprochen. Aktuell gibt es erneut ein Crowdfunding, diesmal bei Kickstarter, das für Furore sorgt: Vorhang auf für New Movements. Die Norweger aus Oslo meinen es ernst mit einer Fair Fashion Alternative zu den großen Sneakerbrands. In ihrem bereits jetzt erfolgreichen Kickstarter-Crowdfunding bieten sie handgemachte Sneaker an, die in Portugal hergestellt werden. In insgesamt 6 Farben wird es den Sneaker von New Movements geben. Gleichzeitig hat sich das Unternehmen dazu verpflichtet, selbst aktiv zu werden. In Kooperation mit Empower reinigen sie für jeden Verkauften Sneaker die Ozeane vom überbordenden Plastikmüll, der in großen Teppichen durch unsere Weltmeere dümpelt. Hier will Gründer Martin Evensen mit seiner in diesem Jahr gegründeten Brand ansetzen. Und aus was besteht der Sneaker nun? Und was ist daran recycelt und nachhaltig? Die Sneaker bestehen aus neuen Materialien …

Circular Upcyling Fashion von Dzaino 자이노

Vor gut 1 1/2 Jahren habe ich euch das Berliner Upcycling Label Dzaino 자이노 von Hanna Sin Gebauer und Julia Hermesmeyer vorgestellt: Klares Design, urbaner Stil, gebrauchte Materialien als Ressource. Mit ihrer aktuellen Startnext-Crowdfunding-Kampagne wollen die beiden Gründerinnen den nächsten Schritt wagen: Die erste große Produktion von Taschen aus gebrauchten Textilien in Berlin realisieren. Die letzten Monate haben Julia und Hanna in die Neu- und Weiterentwicklung von Dzaino gesteckt und die eigene Produktion auf ein vollständig lokales und soziales Konzept umgestellt. Die Taschen sowie weitere Produkte werden lokal hergestellt. Julia und Hanna kaufen die Materialien von der Berliner Stadtmission. Die Produktion findet in Berliner Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung statt, um sie in der Job-Rehabilitation zu unterstützen. Alle Transportwege innerhalb Berlins werden per Fahrradkurier zurückgelegt. Obwohl Dzaino nur mit Textilresten arbeitet, gelingt es, einen klaren eigenen Look zu kreieren. Dabei entstehen funktionale Taschen mit minimalistischem Design aus einer fairen und nachhaltigen Produktion. Bei einem erfolgreichen Crowdfunding wollen Hanna und Julia nicht nur ihre erste große Produktion realisieren, sondern idealerweise auch eigene Upcycling Workshops entwickeln sowie …