Monate: Januar 2016

Kuyichi lebt (noch)

In den letzten Wochen gab es bei der niederländischen Eco Fashion Marke Kuyichi, die den meisten als einer der nachhaltig agierenden Denim Brands bereits einmal über den Weg gelaufen sein sollte, Hiobsbotschaften. Die Marke wurde nach über 15 Jahren des Bestehens  Anfang Dezember 2015 vom Gericht in Noord-Holland für insolvent erklärt. Diese Nachricht drang aber erst Anfang Januar 2016 nach außen – Brancheninsider wussten wohl schon einige Wochen vorher über das Fiasko Bescheid. Nach der Veröffentlichung der Insolvenz war zunächst niemand vom Unternehmen oder auch der Insolvenzverwalter selbst zu erreichen, die Website war nicht mehr online. Letzte Woche kam es dann zu einer überraschenden Wendung: Wie Textil-Wirtschaft auf Berufung niederländischer Medien berichtete, soll „der auf nachhaltige Mode spezialisierte Multibrand-Retailer Nukuhiva aus Amsterdam die Markenrechte und Lagerbestände übernehmen“. Weiter heißt es in dem Bericht, dass für die Herbst/Winter 2016/17 Kollektion sich auf eine Denim-Linie konzentriert werden soll. Unmittelbar nach dieser positiven Nachricht war auch wieder die Website samt Online-Shop verfügbar – mit der aktuellen und äußerst gelungenen Frühjahr/Sommer 2016 Kollektion. In der Jeanskollektion stellt Kuyichi die …

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Bunker by Kyle Rapps

» Kyle Rapps delivers a distorted, paranoid new banger for those who keep it 1984, with „Bunker“, produced by NYC’s Dollar Bin. The track is dedicated to his brother, Ben, who resides in the rapper’s former stomping grounds in New Jersey. And whenever they get together, Rapps (who now resides in Mexico City) walks away with lyrical inspiration in the form of out-there ideas and perspectives, some of which helped shape the Cannibal Ox-reminiscent „Bunker.“ «

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Statements zur Green Berlin Fashion Week

Die Berliner Fashion Week ist vorbei – Zeit, ein Fazit zu ziehen. In den zurückliegenden Tagen habe ich mit Bloggern, Einkäufern (ausführliche Interviews mit Bernd Hausmann von glore und Lars Wittenbrink von gruene wiese) und Modemachern gesprochen und sie nach ihrem persönlichen Fazit gefragt. Verena Paul / lovjoi Wir sind mega zufrieden über den Verlauf der Ethical Fashion Show Berlin. Wir haben ganz ganz tolle Kontakte knüpfen können, wahnsinnig viel Presse am Stand gehabt und auch viele neue Läden als Kunden dazugewonnen. Besser hätte es für Lovjoi kaum laufen können!   Bernd Hausmann / glore Wie immer setzt die grüne Szene keine neuen Trends in diesem Bereich. Einzelne Labels können mit individuellen Entwürfen punkten, etwa Anne Gorke oder Studio Elsien Grinhuis. ekn footwear hat zwei fast schon architektonische Schuh-Modelle präsentiert, die in der Sneakerszene für Aufmerksamkeit sorgen werden. FRIEDA SAND hat eine schöne ehrliche 1. Kollektion entworfen. Dennoch: Außergewöhnliche Kollektionen, die außerhalb der Green Fashion Szene für Aufmerksamkeit sorgen werden, sehe ich nicht. (Auszug aus meinem Interview mit Bernd über fehlende Trends, die grüne Modeszene …

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„Ethical Fashion Show Berlin und Greenshowroom stark wie nie zuvor“

Lars Wittenbrink darf ich einer vollständigen Nachberichterstattung über grüne Labels auf der Fashion Week Berlin nicht fehlen. Ich sprach mit dem Chefredakteur von Grüne Mode und dem Mitinhaber von gruene wiese in Münster über die SEEK, die Ethical Fashion Show Berlin, den Greenshowroom und die PREMIUM. Alf: Wie fällt dein Fazit der grünen Marken auf den großen Messen aus. Allen voran die SEEK ist ja ein Gradmesser für tolles Menswear Design. Lars: Auf der SEEK sahen wir sehr solide Auftritte der etablierten größeren grünen Brands. Designmäßiges Highlight war für mich das skulpturale neue Boot-Modell von ekn Footwear x Mr. Bailey sowie das für mich neue Schweizer Label Solstice mit feinen Hemden und schöner Merino-Strickware. KnowledgeCotton hatte eine beeindruckende Premiere mit einem der größten Stände der gesamten Messe und einer Auswahl an tollem Strick in Baumwolle, Wolle und nun auch Cashmere, die auf der SEEK ihres Gleichen suchte. Alf: Kommen wir zu den grünen Evergreens – der Ethical Fashion Show Berlin und dem Greenshowroom. Wie haben sich die beiden Messen geschlagen? Lars: EFS und Green Showroom …

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„Der grünen Modeszene geht es so gut wie nie“

In der letzten Woche war es wieder soweit: die Modemessen öffneten ihre Pforten in Berlin. Für konventionelle und grüne Modemarken und –labels hieß es, ihre aktuellen Herbst/Winter 2016 Kollektionen vorzustellen oder sich ganz neu dem interessierten Fachpublikum, den Bloggern und Pressevertretern sowie, und vor allem, den Händlern zu präsentieren. Bernd Hausmann von glore war natürlich auch vor Ort. Mit ihm habe ich über Looks und Trends, Materialen, die Green Fashion Bewegung und THE TRUE COST gesprochen. Alf: Wie fällt das Fazit deiner Messebesuche aus? Bernd: Der grünen Modeszene geht es so gut wie nie. Es gibt immer mehr Händler in Deutschland. Die Sortimente werden immer grösser und es kommen immer mehr Labels auf den Markt. Es gibt in jedem Segment mittlerweile mehrere Anbieter. Nur in der Sportartikelbranche gibt es noch kaum Alternativen. Alf: Bereits im Sommer 2016 gab es Versuche, mit neuen Materialien wie Kork zu arbeiten. Hält diese Entwicklung an? Bernd: Hier ist die grüne Mode der Visionär und Antreiber der Textilindustrie. Vegane Lederersatzmaterialien fallen mir dabei auf. Z.B. den von dir schon angesprochenen …

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Fifty-Phiphti von I’lls

Gestern habe ich in der BBC Radio One Residency von Maribou State die wunderbaren und klanglich so verträumten I’lls mit ihrem Track „Fifty-Phiphti“ entdeckt und der Song geht mir seitdem nicht mehr wirklich aus dem Gehörgang. Große Klasse! Dan Rutman – Guitar Hamish Mitchell – Keys Simon Lam – Drums, Voice Solitaire Recordings

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Die Strickkollektion „Each Single Moment’s Soul“ von ANNAMARIAANGELIKA

Drei Namen, an einem Stück zusammengeschrieben, in Großbuchstaben ist seit den sehr sympathischen Jungs von ANNENMAYKANTEREIT en vogue. Passenderweise – wenn auch komplett davon unabhängig – wählte Modedesignerin Julia Müller für ihr neu gegründetes Slow-Fashion-Label drei weibliche Vornamen: ANNAMARIAANGELIKA! Die erste Strickkollektion „Each Single Moment’s Soul“ ist ein Tribut an Peru und besticht mit der handwerklich aussergewöhnlichen und zudem fairen Verarbeitung der dort angebauten Alpaca-Wolle. Wer sich eines der ersten Exemplare der Beanies, Schals, Sweater, Hosen und Kleider sichern möchte, sollte sich beeilen. Wobei „beeilen“ eigentlich der falsche Ansatz ist. Denn Julia verfolgt mit ihrem Label genau das Gegenteil: Slow Fashion, abgekoppelt vom schnelllebigen Saison-Modus der Industrie. Sie fokussiert sich mit ihrem kleinen Team aus Expertinnen in Peru auf handwerkliche Qualität, eine 1A-Verarbeitung und Handarbeit, die ihre Zeit benötigt. Ihre farbigen Muster, die mich an Pop Art Colors erinnern und die griffige Wollqualität der aus den Anden stammenden Alpaca-Wolle machen die Premierenkollektion so besonders. „Die Lebensfreude, die ich in Peru gespürt habe, möchte ich einfach direkt weitergeben. Dabei geht es um das Weitertragen einer lebensbejahenden, …

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Das perfekte Hemd von VIRTŪ shared sense

Nach dem gestrigen Crowdfunding von Sock Up Your Life liegt mir ein weiteres Projekt am Herzen, das ich unbedingt unterstützen solltet – sofern ihr Männerhemden bevorzugt. VIRTŪ shared sense will nicht nur ein perfektes nachhaltiges Hemd auf den Markt bringen, sondern mit diesem auch Menschen Unterstützung bieten und neue Chancen aufzeigen. In der aktuellen Kickstarter-Kampagne „A Shirt with a Purpose“ geht es nicht nur um das Herrenhemd, das unter sozialen und ethisch einwandfreien Bedingungen produziert wird, sondern auch um eine verarmte Gegend in der Domenikanischen Republik. Guachupita ist nämlich Herstellungsort des Männerhemdes und soll dank der Produktion aufleben. Das Einkommen der Arbeiterinnen und Arbeiter soll um 300 Prozent zum Durchschnitt ansteigen, kleinere Projekte sollen durch Mikrofinanzierung ermöglicht werden und die Anwohnerinnen und Anwohnern durch Trainings und Weiterbildungen gestärkt werden. „This shirt is empowerment. This shirt is powerful“ sagen dazu die beiden Gründer, Jason Grullón und Guillaume Vaslin. Mit Guillaume hatte ich die Gelegenheit, vor den Feiertagen noch ein kurzes Interview zu führen. Alf: Wie kam es zur Gründung von VIRTŪ? Guillaume: Jason kommt aus der …

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Sock Up Your Life – die ehrlichste Socke auf dem Markt

Immer noch enttäuscht, dass es diesmal keine Socken an Weihnachten gab? Die Enttäuschung kann weichen – dank Sock Up Your Life! Im aktuellen Crowdfunding von Stefan, Cornelia und Marcus geht es um nicht weniger als die transparenteste Socke auf dem Markt, die auch noch nachhaltig, hochwertig und farbig sein soll. Was sich sehr nach der Eier legenden Wollmilch der Socken anhört, ist schlicht eine gut durchdachte Idee. Bis Sonntag, dem 10. Januar um Mitternacht, habt ihr alle noch die Gelegenheit, euch die ersten Socken von Sock Up Your Life zu sichern. Ziel des Projektes ist es, dass der Herstellungsprozess von Textilien für die Verbraucher transparent ist. Nach dem Erreichen der Funding-Schwelle wird das Bio-Garn in Griechenland bestellt und direkt zur Färberei in Linz geliefert. Dort wird nach besten ökologischen Standards gefärbt. Das gefärbte Garn wird dann wiederum nach Billerbeck transportiert und dort zu den Sock Up Your Life –Socken verstrickt. Noch Verpackung herum und ab in die Post zu allen Crowdfundern. Für den Start gibt es die Socken in Anthrazit, Blau und Rot. In den …

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