Alle Artikel mit dem Schlagwort: Nudie

Checkpoint Bravo, Checkpoint Bravo – hier ruft Z²

Deutsch-Deutsche Geschichte ist in Berlin fast an jeder Ecke zu spüren. Spätestens, wenn sich Touristenmassen an der Eastside Gallery oder am Checkpoint Charlie treffen, Fotos von Menschen in alten Uniformen machen und sich Devotionalien zulegen, um zuhause von ihrer Berlin-Erfahrung berichten zu können. Es gibt dennoch Orte, die von der Berliner Geschichtsmarketingindustrie gänzlich vergessen wurden. Einer dieser Orte ist das ganze Areal in Dreilinden, rund um den DDR-Kontrollpunkt Drewitz und den West-Berliner Kontrollpunkt Dreilinden. Heute ist kaum noch zu erkennen, dass zwischen den Jahren 1969 und 1989 hier Millionen von Menschen und Autos an diesen Stellen warteten, um von West- über Ost- wieder nach West-Deutschland, in diesem Fall West-Berlin, zu gelangen. Geblieben von dieser Zeit nicht mehr allzu viel. Doch bevor wir den geschichtsträchtigen Ort überhaupt erreichten, startete unsere Z²-Reise an diesem Tag im wunderbaren Schöneberg und führte uns erst einmal durch die Berliner Stadtteile Tempelhof, Steglitz, Lichterfelde, Teltow und Kleinmachnow. Auf diesem wunderschönen Weg, am Kanal und der Kanalaue Stahnsdorf entlang, fanden wir nicht nur Kirschblüten behangene Bäume, die uns zum Verweilen einluden, sondern …

Schwiegeromas modischer Schatz

Während ich bereits gedanklich bei der Planung der Rückfahrt war, entdeckte René nicht unweit von Albrechts Teerofen noch diesen fast schon verwunschenen Ort, der für Graffiti-Künstler das gefundene Fressen war: Eine stillgelegte Eisenbahnbrücke über die alte A115 aus Deutsch-Deutschen Zeiten. Wie wir feststellten war dies der ideale Ort, um ein kleines Schmuckstück aus dem Kleiderschrank meiner Schwiegeroma zu zeigen. Der Blouson samt Kapuze von W.M. H. LEISHMAN hat zwar schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel, ist aber immernoch eine Augenweide. Natürlich musste ich den Blouson – was für ein modischer Schatz – mit auf die Tour nehmen, als ich den zum ersten Mal bei uns zuhause am Kleiderschrank hängen sah. Dazu kombinierte ich ein Worker Pocket Shirt aus Organic Cotton sowie meine Tight Long John Original Light Faded von Nudie aus Schweden – wohl dem Vorzeigelabel in Sachen Jeans und Mens Apparel, über die ich auch den ganz wunderbaren Lukas Korschan kennenlernen durfte. An den Füßen durften an dem Tag dann auch nicht meine Sneaker von Faguo Shoes fehlen. Die perfekten Schuhe für den Sommer …

Kakteen im Treppenhaus

Nachdem René und mir viele Türen an diesem Tag verschlossen blieben, konnten wir zumindest den Turm in Block A erklimmen. Nachdem wir die Eingangshalle passierten und uns zunächst gegen den Aufzug entschieden, guckten wir neugierig in die wenigen begehbaren und leeren Buroräume entlang des langen Ganges hinein. Am Ende angelangt, blieb uns nicht viel mehr übrig, als die 5 Stockwerke durch das alte und sehr heruntergekommene hintere Treppenhaus zu erklimmen. Das Treppenhaus war der ideale Schauplatz für einige Detailaufnahmen für das zweite Outfit der Z²-Tour über das Gelände des Funkhaus Nalepastraße. Streng genommen ist auch kein vollständiges neues Outfit gewesen, aber sowohl das Hemd von Thinking MU als auch die Jacke von Nudie wollte ich zum einen unbedingt einmal tragen, zum anderen euch unbedingt einmal zeigen. Doch bevor wir die Nahaufnahmen wagten, wollte mich René noch einmal im Freien ablichten. Auf das Hemd mit dem Desert Full Print von Thinking MU aus Barcelona bin ich bei Instagram aufmerksam geworden. Das Label arbeitet in der aktuellen Herbst/Winter 2015/2016 Kollektion mit vielen geschmackvollen Prints und einigen sehr gekonnten …

Das allergrünste und allerbeste Grüne Mode Outfit seit dem Bestehen von Z²

Unser Tag und damit auch unsere Z²-Geschichte von der Nalepastraße neigte sich so langsam dem Ende entgegen, dabei wollten wir unbedingt noch das Außengelände vom Funkhaus Nalepastraße begutachten. Den großen Platz samt trockengelegtem Springbrunnen zwischen den verschiedenen Blöcken durchschritten wir, um zum östlichen Bereich der Gebäude zu gelangen. Dort parkte ein herrenloser VW, der nur darauf zu warten schien, von uns in Augenschein genommen zu werden. Wir ignorierten die monotone Geräuschkulisse um uns herum, die aus den vielen Proberäumen drang. René wollte mir an diesem Tag nichts ersparen und so durfte ich mich nicht nur vor diesem komischen runden Etwas aus Pappmaschée knien, sondern durfte mich auch halbwegs lasziv (sic!) auf die Motorhaube des VWs räkeln setzen. Das 4. und zugleich letzte Outfit des Tages ist, nicht nur rückblickend betrachtet, eine gelungene Symbiose von vielen Marken, die den richtigen Ansatz verfolgen und dabei auch noch moderne und stylische Männermode machen. Perfekt für die Jahreszeit sind zwei Accessoires, die ich einmal in den Mittelpunkt rücken möchte: Zum einen Arvidsson, die Leather Gloves mit der ungewöhnlichen Stichführung von …

Die letzten Tage im Funkhaus Nalepastraße

Für René und mich war der Ausflug zum Funkhaus in der Nalepastraße 18 im Stadtteil Treptow/Köpenick eine Premiere: Noch nie waren wir so oft, auch getrennt voneinander, an einem Ort, den wir euch vorstellen wollten. Bei unserem ersten Besuch waren die Räumlichkeiten in Block C und auch die Aufnahmesäle zum Beispiel geschlossen – genau die Räume, von denen mir René so vorschwärmte, da sie noch so prachtvoll erhalten waren und ein Gefühl vermittelten, wie es damals, in den goldenen Zeiten des Funkhaus Berlins, so war – das Leben und die Musik. Bei unserem zweiten Besuch konnten wir zumindest Jana treffen, deren Café „Milchbar“ noch bis Mitte November geöffnet hat und der Treffpunkt für alle ist, die noch verstreut in den Räumlichkeiten des Funkhauses arbeiten, proben, kreativ sind. Wie es für sie in zwei Wochen weitergeht, ist noch nicht klar, denn: Für das Funkhaus Nalepastraße beginnt ein neues Kapitel. Das von Franz Ehrlich entworfene und 1951 fertiggestellte Funkhaus ist an vielen Stellen des ungemein großen Areals marode und baufällig. Ganz zu schweigen von Block E, dessen …

Der Zeitgeist trägt schwarz-weiß: SEEK Berlin SS16 im #72hMode Review

  Bei herrlichstem Sonnenschein in der Halle tummeln fällt einem auch nur während der Berliner Modemessen ein. Dabei haben die Organisatoren der SEEK Berlin in diesem Jahr versucht, alle Besucher zumindest für den kulinarischen Konsum nach außen zu locken. Eine richtige Entscheidung, blieb so innen viel mehr Platz für die Menswear Labels und ihre Spring/Summer 2016 Kollektionen. Zu sehen gab es viel Männermode, die den Zeitgeist aus der letzten Saison (AW 2015/2016) fortführten: Viel schwarz, viel weiß, asymetrische Schnitte, luftigere Shirts und skandinavischer Minimalismus prägten aus meiner Sicht die SEEK für den nächsten Sommer. Ich widmete mich wieder vornehmlichen den Grünen Labels, die vor Ort waren, und gut ins das Markenumfeld passten. Frisch in der Halle eingetroffen, traf ich mich gleich mit Thomas und Marcus von VATTER. Ihr wisst ja, dass ich seit einigen Monaten großer Fan der Unterwäsche bin. Umso mehr freute ich mich, dass VATTER zum ersten Mal als Aussteller auf der SEEK vertreten waren. Mit im Gepäck hatten sie ihre aktuelle Männer- und Frauenkollektion sowie einige Bodys für die Allerkleinsten. Vor allem die …

Alf.Trägt: Sekai Colori x Tezomeya x Nudie x VEJA

Anfang Februar noch vorgestellt, heute schon angezogen. Dank Hannu von Circumnavigate nenne ich dieses wunderbare Longsleeve von Tezomeya in Tokiiro Rot mein Eigen. Optisch wunderbar minimalistisch, auf der Haut wunderbar sanft und überhaupt mein neues Lieblingsteil. Darüber trägt der Grüne Mann einen den Hals schmeichelnden Loop in Basalt, hergestellt in Deutschland aus reiner Bio-Baumwolle, erhältlich im Schal- und Tüchershop von Sekai Colori. Passend dazu gibt es die Tight Long John Organic Light Faded von Nudie. Die Schweden sind DIE Denim-Vorreiter in der Grünen Szene und so etwas wie der Platzhirsch, der auch über Öko-Grenzen hinaus gut geschnittene, trag- und haltbare Denims verkauft. Sitzt und passt. Und an den Füßen gibt es in unserem Grünen Männer-Outfit heute eine Premiere: Endlich einen feinen öko-fairen Sneaker. Der Esplar von Veja in anthrazit-weiß als Halbschuh wurde nach der brasilianischen NGO benannt, die den Baumwollfarmern von Veja technische Unterstützung bei ihrer Arbeit leistet. Sébastien Kopp und François-Ghislain Morillion setzen mit ihren Sneakern einen der wenigen grünen Kontrapunkte in der Sneakerlandschaft, unter anderem durch eine nachhaltige Naturkautschukproduktion, fair gehandelte Bio-Baumwolle und pflanzlich …

Das dritte „Grüne Mode“-Outfit für den Mann von Kalinka.Kalinka: Sekai Colori x Tezomeya x Nudie x VEJA

Der Winter ist zurück in Berlin – und damit auch unsere Grüne Männer-Outfit Reihe. Im Dezember 2012 und März 2013 haben wir euch bereits gezeigt, wie diese ominöse „Grüne Mode“ an einem Mann aussehen kann. Eure Rückmeldungen waren durchweg positiv, und deshalb machen wir weiter. Also, flux den Kleiderschrank gecheckt, Lieblingsteile ausgepackt, einzelne Must-haves bestellt und raus in den eisigen Wind. Weiterlesen … Text: Alf-Tobias Zahn Foto: Florian Wenningkamp