Alle Artikel mit dem Schlagwort: Michael André Ankermüller

Minimalismus versus Langlebigkeit – eine Replik auf die Replik

Minimalismus ist Buzzword und Lebenseinstellung zugleich – das zeigen nicht nur die vielen Lebensbereiche, in denen Minimalismus potentiell eine Rolle spielen kann, sondern auch der teilweise inflationäre Gebrauch des Wortes in Kultur und Medien. Minimalismus ist dabei – bei allen möglichen und vorhandenen geselschaftlichen Konstruktionen (siehe hierzu mein Review zu „Einfach leben“) und Einordnungsmöglichkeiten durch Minimalismus-Theoretiker und -Praktiker – immer subjektiv. Und da es immer subjektiv ist, kann es eigentlich auch kein wirkliches „Richtig“ oder „Falsch“. Deswegen bin ich ausgehend von Michael Andre Ankermüllers Minimalismus-Challenge nicht ganz d’accord mit der indirekten Replik von Marcus Werner dazu. Worum es geht – die gegensätzlichen Positionen zusammengefasst Michael beschreibt in seiner Challegen sein eigenes Vorgehen anhand der 14-Tage-Routine. Diese bedeutet, dass er alle Dinge, die er innerhalb von 14 Tagen nicht in der Hand hatte, offensichtlich nicht mehr benötigt. Die einzige Ausnahme: seine Schallplatten-Sammlung. Alle Dinge, die er in diesem Zeitraum nicht benutzt, verschenkt oder verkauft er – oder wirft sie weg. Michael geht es dabei nicht im das Wegwerfen an sich, sondern um das bewusste Reduzieren von …

Kantstraße Teil 2

Bevor ich an dem Punkt weitererzählen kann, an dem ich euch vor knapp 5 Wochen verlassen habe (ihr wisst schon), muss ich noch einmal etwas zurückgehen. Denn ich nutzte die Gelegenheit, mich nach der Begehung der Kant-Garagen und bevor René und ich uns in das Getümmel der Kantstraße warfen, noch einmal schnell umzuziehen. Vorbereitend für die Suche nach unserem zweiten Motiv. Und da es draußen weiterhin deutlich über 30 Grad hatte, wusste ich, dass ich euch eigentlich nur genau in diesem Moment den Pullover präsentieren konnte, den ich dank Michael dabei hatte. Mein Blogger-Kollege unterstützt das Nürnberger Modelabel ATF in der ein oder anderen Online-Angelegenheit. Dank ihm bin ich auf ATF, die ich euch schon ausführlich in meinem SEEK-Review vorstellte, überhaupt aufmerksam geworden – und auf den tollen Pullover, der einem Crew Neck ähnelt, aber mit offene Kanten mit weißen Fransen zu graumeliertem Oberstoff. Fancy that! Kan•ten das Auf der Kantstraße abhängen Nach dem kurzen Posing packte ich den Pullover allerdings ob der zu erwartenden Temperaturen außerhalb der Kant-Garagen wieder in meinen Cubiq Large DLX …

Die Crux mit der Transparenz – Meinungen über das neue Portal „Siegelklarheit“

Habt ihr schon von Siegelklarheit gehört? Das neue Verbraucherportal von Bundesregierung und BMZ gibt es seit Ende Februar. Es soll für Konsumenten mehr Übersicht bieten, welche Zertifikate und Siegel ökologisch einwandfreie und sozial verträglich produzierte Mode sicherstellen. So weit, so gut – allerdings gab es in den ersten Wochen nach der Veröffentlichung schon deutliche Kritik. »Zu unübersichtlich, zu intransparent, zu unbekannt lauten die häufigsten Kritikpunkte« Vor allem den Kritikpunkt, die Seite sei noch zu unbekannt,  kann ich bestätigen, wenn ich meinen Freundes- und Bekanntenkreis als Referenz nehme. Keiner, der sich nicht für nachhaltige Mode und Bekleidung interessiert, kennt – knapp vier Wochen nach der Veröffentlichung – die Plattform, obwohl sich Siegelklarheit genau an solche „unwissenden“, aber interessierten Konsumenten richtet oder richten sollte. Zwar ist das Informationspaket, welches ich per Post vom BMZ bekommen habe, informativ und auch gut sowie zeitgemäß aufbereitet, aber die flächendeckende Kommunikation über das Portal, welches Teil der Gesamtstrategie der Bundesregierung zu Nachhaltigkeit ist, scheint zu stocken. Anlass für mich, einige Freunde, Bekannten und Kollegen zu Wort kommen zu lassen, die sich Siegelklarheit einmal …