Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fashion Revolution

Wie lange brauchen wir noch die Fashion Revolution?

Während der diesjährigen Fashion Revolution Week weile ich an der Nordsee und mache Urlaub. Meine Ratgeber-Kollegin Kirsten Brodde ist auf der Conférence „Rethink your clothes“ in Luxemburg und viele viele Blogger-Kolleginnen (und -Kollegen) machen in diesen Tagen viel Lärm auf Instagram unter dem Hashtag #fashrev bzw. #whomademyclothes. Einige von ihnen gehen auch in Berlin, Hamburg und anderswo auf die Straße, um sich für bessere Bedingungen in der Modeindustrie auszusprechen. Doch wie lange brauchen wir diese Fashion Revolution, die in ihr 6. Jahr geht, eigentlich noch? Für was steht die Fashion Revolution überhaupt? Die Tragödie von Rana Plaza 2013 Alles dreht sich für uns Slow Fashion Enthusiasten und Unterstützer um „Rana Plaza“ – das Schandmal der modernen Modeindustrie, der Fast Fashion Industrie. Beim Einsturz der Textilfabrik in der Hauptstadt Dhaka starben am 24. April 2013 über 1.100 Menschen in Bangladesch, weitere Tausende wurden verletzt. Die Fashion Revolution Week gedenkt den Opfern dieses Unglücks, erinnert aber auch daran, dass die Mehrheit der Menschen, die unsere Kleidung produzieren, nach wie vor in Armut lebt. Die Fashion Revolution Bewegung …

Wer macht unsere Kleidung? Der Fashion Revolution Day 2016

Der 24. April 2013 markiert eine Zäsur. An diesem Tag ließen nach offiziellen Angaben 1.127 Menschen ihr Leben. In einem Fabrikgebäude in Dhaka, der Hauptstadt der Textilmetropole Bangladeshs. Am Rana Plaza. Dort, im Herz der Fast Fashion Produktion, mussten Arbeiterinnen und Arbeiter sterben, da zu viele Menschen in einem maroden Gebäude zu indiskutablen Bedingungen und Löhnen für unsere Kleidungsindustrie arbeiteten. Alle großen Modeanbieter und -discounter ließen dort produzieren, was später in unseren Regalen für 2,99 EUR oder auch gerne mal 24,99 EUR käuflich zu erwerben ist und teilweise nur einmal angezogen wird. Einweg- und Wegwerfware par excellence, mit dem Malus einer blutigen und staubigen Katastrophe versehen. Seit diesem Unglückstag und den darauf folgenden verhaltenen Reaktionen der Fast Fashion Industrie begehen wir den Fashion Revolution Day. Fashion Revolution Day – ein Einblick in das Färberviertel Hazaribagh in Dhaka, Bangladesh Über das Unglück ist viel bekannt, auch die Ausflüchte der großen Konzerne wie H&M im Nachhinein. Doch wie sieht es ganz aktuell in Dhaka aus? Bangladesh ist weiterhin eines der wichtigsten Länder für die globale Textilindustrie. Doch …

»We want to remove the stigma of ‚Made in Bangladesh’« An Interview with Anna Troupe

Erinnert ihr euch noch an den diesjährigen Fashion Revolution Day? Auf dem Alexanderplatz in Berlin wurde ein großer Automat aufgebaut, der T-Shirts für 2 Euro versprach – die Interessierten bekamen aber ein Video von den Menschen zu sehen, die unsere Kleidung zum Beispiel in Bangladesh produzieren. Nach 20 Sekunden erschien dann die Auswahl „Buy or Donate?“ und die meisten entschieden sich für eine Spende. Ein gutes Zeichen. 2 Monate sind seit dem Fashion Revolution Day vergangen – und um ehrlich zu sein: Er ist wieder in den Hintergrund gerückt. Zu viele weitere Neuigkeiten aus der Welt kamen danach, brauchten Platz und verdrängten das Gedenken an die Rana Plaza Tragödie aus dem Jahr 2013. Ungeachtet unserer kurzen Aufmerksamkeitsspanne und den wenigen Plätzen im medialen Rampenlicht ist aber das, wofür der Fashion Revolution Day steht: Sich bewusst machen, wer hinter den Klamotten steckt, die wir tagtäglich auf unserer Haut tragen. Kurz nach dem Fashion Revolution Day schrieb ich meinem Freund Gerrit, der gerade in Bangladesh für die GIZ in einem Projekt arbeitet. Ich bat ihn, von vor Ort zu …