Monate: Dezember 2013

Luxaa und eine leichte maritime Brise für den Sommer 2014

Tyvek sollten sich alle Modeschaffenden und Modetragenden ab sofort merken. Aus diesem Material entstand die phänomenale Frühjahr/Sommer 2014 Kollektion von Luxaa, die ästhetisch und nachhaltig zu gleich ist. Seit der Gründung von Luxaa 2012 haben Designerin Anne Trautwein und ihr Team fünf Kollektionen entworfen. Alle einzelnen Kreationen werden in deutschen Traditions­unternehmen unter sozialen Arbeitsbedingun­gen hergestellt und erfüllen den Standard von Nachhaltigkeit und Recycelbarkeit. Neben der Verarbeitung von GOTS-zertifizierte Seide wurde Tyvek entwickelt. In den 1960er Jahren eher zufällig entwickelt, wird Tyvek vorrangig in der Architektur eingesetzt. Die Struktur von Tyvek ist glatt, weich und angenehm auf der Haut zu tragen, zudem atmungsaktiv und anti-allergen. Das entwickelte Garn ist bis zu 90 Grad waschbar ist, fusselt oder verfilzt nicht und ist zu 100 Prozent recyclebar. In der Frühjahr/Sommer 2014 Kollektion harmonieren die einzelnen Kleider, Blusen und Hosen mit den dazu entworfenen Accessoires mit Kombinationen von Metall, Leder, Quarzsplittern und Sand. Das Lookbook versprüht eine angenehm leichte maritime Brise und der Sommer ist schon wieder etwas greifbarer. Weiterlesen … Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: Matthias Ritzmann

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Experimentelle Konformität – die Kollektion „Paper Waves“ von annCHI aus Budapest

Strenge, klare Silhouetten und die Portraitfotografien von Julia Margaret Cameron im Hinterkopf – so entstand „Paper Waves“, die 2013/2014 Kollektion des in Budapest ansässigen Labels annCHI von Anna Horvath. Direkt nach ihrem Abschluss am London College of Fashion gründete Anna Horvath 2010 ihr eigenes Label. An der aktuellen Kollektion arbeitet sie mit einem kleinen Team in Ungarns Hauptstadt und kreiert zeitlose, klassische und kombinierbare Kleider, Shirts und Röcke. Zusammen mit ihrem Schneider und zwei weiteren Mitarbeitern überwacht sie jeden Schritt in der Produktionskette. In Ermangelung einer eigenen ungarischen Textilindustrie bezieht sie ihre Stoffe aus Italien. Wie bereits in der vorangegangenen Kollektion stehen klare Kanten und Falten im Mittelpunkt von Paper Waves. Ein Zusammenspiel von glatten Flächen und femininen Schnitten. Sehr minimal und reduziert auf Schwarz, Weiß und Navy. Asymetrisch und doch tragbar, vielseitig und kombinierbar, zu ganz unterschiedlichen Anlässen. Ökonomisch in einer Weise, die dem 21. Jahrhundert eigentlich angemessen sein sollte. Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: Peter Hencz

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Support Surface: Die Frühjahr/Sommer 2014 Kollektion von kowtow aus Neuseeland

Neuseeland war und ist schon immer ein Sehnsuchtsland von mir gewesen: Richtig weit weg, saftige Wiesen, hohe Berge und dazu noch eingebettet in den südlichen Pazifik. Deswegen habe ich auch immer noch diese zwei VHS-Kassetten (!) über die Insel in meinem Video- und DVD-Koffer liegen. Während ich den passenden Rekorder vom obersten Regalbrett hole, könnt‘ ihr geschwind nachlesen, weshalb Gosia Piatek und ihr Modelabel kowtow mit der „Support Surface“-Kollektion für die Frühjahr/Sommer 2014 Saison Neuseeland fulminant auf die Grüne Modeweltkarte hievt. Das Label mit Sitz in Wellington hat es sich auf die Fahnen geschrieben, diese unsere Welt mit am Konsum orientierten Gesellschaften und den großen Unterschieden zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden, mit ihrer Mode ein kleines bisschen besser zu machen. Ein hehres Ziel, welches sie aber in ihrer täglichen Arbeit konsequent verfolgen. Im Mittelpunkt dieser Kollektion stehen die Farben Ocker, Schwarz und Blau sowie das Muster von mathematischem Papier, das nicht nur Blazer und Kleider verziert, sondern auch Hosen, Hemden und die Unterarme einer College Jacke. Dazu gibt es fast immer weite …

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Guter Strick aus talentierten Händen – die Herbst/Winter 2013/2014 Kollektion von The North Circular

Das Stricklabel The North Circular rund um Multi-Talent und Model Lily Cole, ihrer Freundin Katherine Poulton sowie Alice Ashby und Isobel Davies ist besonders: Ältere Damen strickt mit Wolle von benachteiligten Schafen. Klingt komisch, sieht aber richtig gut aus! Mit 91 Jahren ist Eileen Poulton, die Großmutter von Mitgründerin Katherine, die erfahrenste Strickerin im Kollektiv, die ihrem Hobby schon seit den 1950er Jahren frühnt. Neben vielen weiteren älteren Damen mit Strickfertigkeiten gibt es auch noch Luke, der selbst ernannte „London Boy“, der dem Strickfieber verfallen ist. Allen ist gemein, dass sie die Wolle der Wensleydale Schafe verwenden, die dank der Izzy Lane Stiftung von Isobel Davies wieder ein Zuhause haben, nachdem sie wegen vermeintlicher Schönheitsfehler eigentlich nur einem kurzen Leben als Wolllieferant geweiht waren. Vom Schaf bis zur Waschung, vom Spinner zur Färbung und letztlich bis zu den Strickerinnen – alles bleibt in einer Hand und wird für Schaf und Mensch so gesundheitsverträglich wie möglich durchgeführt. In der Herbst/Winter 2013/2014 Kollektion stechen der Eternity Twist Scarf oder der Aviator Beanie genauso hervor wie der weiße …

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Sneaker-Heads, aufgepasst: Die ersten „Wearable Objects“ von muro.exe sind gelandet

Das Szenario wollen wir uns eigentlich gar nicht vorstellen: Nuklearer Winter, saurer Regen, Menschen in Schutzanzugen und Gasmasken. „Extinction“, die Auslöschung oder auch das Aussterben. Für diese Endzeitstimmung, die uns hoffentlich noch lange erspart bleiben wird, gibt es jetzt das passende Schuhwerk. Wobei „Schuhe“ oder „Sneaker“ nicht die richtigen Begriffe für die drei ersten Modelle von dem neuen Label muro.exe aus Berlin sind. „Wearable Objects“, tragbare (Kunst)objekte, trifft es schon eher. Hinter dem jungen Label stecken Esme Martín Cardenal, Mr. Iñaki Cid Larrea, Roberto Heredia und Sol Fauquier sowie vier Maschinen und zehn weitere humanoiden Kolleginnen und Kollegen in und aus Berlin und Madrid, die endlich einen Sneaker entworfen, produziert und verkaufen, der abseits der gängigen Marken und der immer wieder durchgekauten Gleichförmigkeit zu erstehen ist. Die drei „Extinction“-Modelle sind definitiv einzigartig und ein Stück Sci-Fi am Fuß. Stromlinienförmig und unter biomechanischen Aspekten in etwa 10 Monaten aufwendig konstruiert, werden die Herzen aller Sneaker-Heads irritiert von oben nach unten springen und sich nicht entscheiden können, was mit muro.exe da auf sie zugekommen ist. TTAPS, ACID RAIN …

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Shibui – Die Strick-Kollektion von MASKA aus Schweden für das Frühjahr/Sommer 2014

Was macht man, wenn die Stricksachen des Herzens einfach nicht erschwinglich sind? Genau, man gründet ein eigenes Modelabel. Maria Svensson und Lisa Leierth aus Schweden haben dies 2009 mit Maska getan und feiern mit ihrer Frühjahr/Sommer 2014 Kollektion eine Premiere. In ihrer japanisch inspirierten Shibui Kollektion verwenden die „Rookies of the Year 2011“ des Swedish Fashion Councils zum ersten Mal Bio-Baumwolle sowie Tencel, um einzigartiges Jersey herzustellen. Saugfähiger als Baumwolle, sanfter als Seide und kühler als Leinen gilt Tencel in der Gewinnung und Herstellung als besonders umweltfreundlich. Weiterlesen … Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: Maska Knits

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Lachende Herzen und zwinkernde Wolken – die Sommer 2014 Kollektion von organicZOO

In keinem gut sortieren grünen Baby- und Kinderladen sollten sie fehlen, die kuschelweichen Oberteile und Hosen von organicZOO aus Brighton. Die Unisex-Teile der Sommer 2014 Kollektion des Labels werden schnell zu täglich getragenen und heiß geliebten Lieblingsstücken. Sie sind aus weicher Bio-Baumwolle und werden mit drei Motiven kombiniert: Ob ein lächelndes Herz, eine zwinkender Wolke mit gezwirbeltem Bart oder mutmachende Aufforderungen wie “Make Mistakes” und “Believe in yourself” – alle Motive sind zuckersüß und lassen unsere Kleinsten in einem weichen Grau und einem hellen Beige noch goldiger aussehen. Das Label hat sich aber nicht nur für das richtige Material entschieden, sondern verfolgt auch eine nachhaltige Unternehmensführung. Produziert wird in einem Familienbetrieb in Polen, der einmal pro Jahr besucht und kontrolliert wird. In der Zentrale in Brighton achten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem darauf, wenig Müll zu produzieren, recycelte Verpackungen zu verwenden und auf aufwendiges Promo-Material gänzlich zu verzichten. Lieber weniger Werbung und Aufmerksamkeit, dafür einen guten Einfluss auf die Umwelt und den Kleiderschrank unserer Kindern nehmen – danke, organicZOO! Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: organicZOO Dieser …

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