Alle Artikel in: Review

Einfach leben – Minimalismus für den Coffee Table

Einfach leben ist ein schöner Vorsatz. Zum einen bedeutet es, sich auf die einfachen Dinge des Lebens zu konzentrieren, zum anderen sich auf das Leben an sich zu fokussieren und im Hier und Jetzt zu sein. Doch so simpel „Einfach leben“ klingt, so schwer ist es doch, dies im Alltag wirklich zu leben. Lina Jachmann hat sich in ihrem Buch „Einfach leben. Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil“ diesem Thema ausführlich gewidmet und sucht Antworten auf die Frage, wie das nun gehen mag, mit diesem einfachen Leben. Minimalismus kennen wir, meistens aus dem Leben anderer. So sehr ich zum Beispiel das Konzept des Minimalismus schätze, lebe ich selbst kaum danach. Dafür besitze ich schlichtweg zu viele Dinge: Dinge, die mich in meinem Alltag begleiten. Dinge, die mich an meine Kindheit und Jugendzeit erinnern. Dinge, die in den gemeinsame vier Wänden meiner Freundin und meinem Kind gehören. Dazu gehören aber auch Dinge, die ich noch nicht einmal seit dem Einzug in unsere gemeinsame Wohnung vor knapp 5 Jahren wieder in der Hand gehalten habe, die weder …

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Talentierte Songwriterin mit schwermütiger Soulstimme – „Elsewhere“ von Denai Moore im #Review

Denai Moore könnte jetzt in einer Uni irgendwo im kalten, alten UK sitzen. Ihrem Widerwillen sei dank, dass sich die 22 jährige Sängerin dagegen entschieden hat. Während der Vorbereitungen auf das A-Level [das britische Pendant zum Abitur] stellte sie fest, dass sie keinen Bock mehr auf Schule hat und sich nur noch ganz auf die Musik konzentrieren möchte. So geschehen, erscheint morgen ihr Debutalbum Elsewhere auf dem Independent Label Because Music. Toxische Freundschaften, zerbrochene Liebe Moore gibt hier einen Sound wieder, der uns gute 10 Jahre begleitet. Moore wahrscheinlich weniger lang. Aber das ist auch ok. Hier die Kritikkeule zu schwingen und zu sagen „oh boring, kenne ich schon“, wäre natürlich total abgehalftert. Moore ist eine talentierte Songwriterin und mit einer schwermütigen Soulstimme, von der man hoffentlich in Zukunft noch mehr hören wird. Denai Moore live 16.04.15 Berlin – Privatclub Text: Nadine Schildhauer Fotos: Laura Coulson

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»So schön slow und verstörend« – Nadine Schildhauer über Alejandro Ghersis Album „Xen“

Alejandro Ghersi hat mir gefehlt, als ich ihn nicht kannte. 2013 tauchte er zum ersten Mal in meinem Leben auf. Damals erzählte ich, wie geil ich die Platte von Kanye West finde. Ich wusste noch nicht, dass Ghersi, dessen Künstlername Arca lautet, an Yeezus mitgewirkt hat. Die Songs Hold Me Liquor und I Am In It haben mich mit ihren Störgeräuschen angefixt, so schön slow und verstörend. Die Pussy-Lyrics von Kanye haben genervt, aber naja… Hip Hop-guilty pleasures halt. Mitte des Jahres hörte ich schon als eine der Letzten die Musik von FKA Twigs, der Hype war längst ausgebrochen. Ich musste mich erst noch vertraut machen. Ihre EP 2 aus dem Jahr 2013 wurde ebenfalls von Ghersi produziert; das wusste ich wieder nicht. Entrückte Klänge und die soulige Stimme von FKA Twigs brannten sich bald in mein Gehirn. Als letzte Woche Arca das erste Mal lief, kam mir die Musik folglich sehr vertraut vor, allerdings auch sehr fremd, aber warum? Die Debut-LP Xen, die auf Mute erschien, klingt noch entrückter und verrückter. Alle Genre – …

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