Alle Artikel in: Ørre

Caps mit Holzschirm geht nicht? Doch, dank Lou-i

Meine Affinität für Caps begann irgendwann in meiner Jugend. Ob günstige no-name Caps von der Tankstelle während der jährlichen Kärwa (ihr nennt es Rummel oder Kirmes) oder die hochpreisigen Originale der North Carolina Tarheels oder von Notre Dame aus dem Foot Locker aus Nürnberg – sie zierten meinen jugendlichen Kopf und verstaubten irgendwann bei meiner Mutter zuhause. Meine Liebe für Caps wurde dieses Jahr wieder neu entflammt und wie es manchmal dann der Zufall so will, erfährt man dann von Projekten, bei denen man sich erst einmal die Augen reiben muss. So geschehen vor kurzem erst beim Crowdfunding der Vinyl Cap von Degree Clothing aus Augsburg und so geschehen bei den Newcomern von Lou-i – Caps mit Holzschirm. Beim Lesen der Mail von Manuel Hornung, dem Mann hinter Lou-i, hatte ich glaube ich einen ähnlichen Gedanken wie Susi von groessenwahn: „Say Wood!?!“ Der Schirm der Lou-i Caps besteht aus Mahagoni-, Nuss-, Eiche- oder Zebranoholz. Die Hölzer stammen aus deutscher Produktion und werden von verantwortungsvoll ausgewählt. Die Holzschirme werden geschnitten, geleimt, gepresst und geschliffen. Der 3-lagige …

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Couch potatoes, aufgepasst – diese Sneaker sollen euer Leben verändern

Okay, zugegeben, die Überschrift trägt etwas dick auf. Aber die Idee des Couch Converters der Mineralwassermarke Vittel ist schon wirklich großartig! Auch wenn dahinter leider der fiese Riese Nestlé steckt. Ein großer Wermutstropfen, zugegeben. Dennoch ist das Upcycling einer alten Couch und die Verwandlung in einen frischen Sneaker im Couch-Design einfach witzig. Hintergrund laut der Werbekampagne von Ogilvy & Mather ist die Sittsamkeit der Europäer, die im Durchschnitt kaum zu glaubende 4,5 Stunden (!) pro Tag (!!) auf der heimischen Couch verbringen. Mit dem Couch-to-Sneaker-Wettbewerb, der in Deutschland am 1.5.2015 starten wird, will Vittel die Europäer zur Bewegung anstiften – und zum Wasser trinken, selbstverständlich. Der Gesundheit zu liebe, der Imagepflege wegen ist wohl der am nähsten liegende Beweggrund, für den nun auch ein Thema wie Upcycling herhalten darf. Fazit: Charmante Idee, nur leider von den falschen Leuten umgesetzt. Text: Alf-Tobias Zahn Fotos/Video: Vittel

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1.300 $ für ein Wollknäul – „Last Season“ von Lernert & Sander dekonstruiert den Markenmythos

Was macht ein Ladenbesitzer, wenn Platz für die neuen Kollektionen gemacht werden muss? Sale schreit es uns dann meistens aus den Schaufenstern entgegen. Für Kiki Niesten in Maastrich haben sich die aus Amsterdam stammenden Künstler Lernert & Sander eine ganz eigene Methode ausgedacht: Warum nicht sündhaft teure Wollpullover von Chloé oder Jil Sander wieder in ihren Ursprung zurückführen – zum Wollknäul. Mit ihrem Projekt „Last Season“ zeigen Lernert Engleberts und Sander Plug, dass 1.300 Euro teure Pullover eigentlich nicht mehr sind als eben dieses Wollknäul, nur eben mit einem Markennamen versehen. Spätestens bei diesem Anblick können kritische Konsumenten nur noch kopfschüttelnd über die Abhängigkeit von Preis und Marke nachdenken. Lernert und Sander dekonstruieren durch „Last Season“ in nur wenigen Momenten den Markenmythos der Modewelt, ganz einfach durch das schnelle Auflösen der einzelnen Strickbahnen. Armed with a bundle of Fall/Winter’s sweaters, which retailed at $1,300 or more, Lernert & Sander slowly took each sweater apart, finally spinning them into neat balls affixed with the sweater’s original designer label. The pieces came apart surprisingly quickly, making the consumer …

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Joakim Christoffersson bringt Licht ins Dunkle – Unterwäsche und Glühbirnen aus Nylon von Gässling aus Malmö

Beginnen wir die Woche doch einmal mit Unterwäsche. Für Männer, die auch unter der Jeans geschmackvoll und ökologisch einwandfrei gekleidet sein möchten, gibt es nur einige wenige Alternativen. „Klassiker“ wie die Pants to Poverty sind zwar aus 100 Prozent Bio-Baumwolle, bekommen aber einen Abzug für die schlechte Passform. Bei KnowledgeCotton Apparel überzeugt zwar die Qualität, aber eine überdimensionale Eule auf dem Bündchen ist auf Dauer dann doch gewöhnungsbedürftig. Zeit, sich einmal einen dritten Bewerber anzusehen: Gässling aus Schweden. Hinter dem Label aus Mälmo steckt Joakim Christoffersson. Er gründete Gässling 2011 und versuchte sein Glück mit Underwear for Men. Wichtig waren ihm von Anfang an eine ausgezeichnete Verarbeitung, schlichtes Design, hochwertige Materialien und eine optimale Passform. Die beiden Modelle Falsterbo (mit Knopfleiste) und Ribersborg gibt es in vier Farbvariationen – Mint, Petrol, klassisches Weiß und Grafit. Die Unterhosen bestehen aus 95 Prozent Bio-Baumwolle und 5 Prozent Elasthan (der Passform wegen) und werden in Estland produziert. »No matter what you find at Gässling it will be really well thought through and better than whatever else is out there.« Preislich bewegt …

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Sneaker-Heads, aufgepasst: Die ersten „Wearable Objects“ von muro.exe sind gelandet

Das Szenario wollen wir uns eigentlich gar nicht vorstellen: Nuklearer Winter, saurer Regen, Menschen in Schutzanzugen und Gasmasken. „Extinction“, die Auslöschung oder auch das Aussterben. Für diese Endzeitstimmung, die uns hoffentlich noch lange erspart bleiben wird, gibt es jetzt das passende Schuhwerk. Wobei „Schuhe“ oder „Sneaker“ nicht die richtigen Begriffe für die drei ersten Modelle von dem neuen Label muro.exe aus Berlin sind. „Wearable Objects“, tragbare (Kunst)objekte, trifft es schon eher. Hinter dem jungen Label stecken Esme Martín Cardenal, Mr. Iñaki Cid Larrea, Roberto Heredia und Sol Fauquier sowie vier Maschinen und zehn weitere humanoiden Kolleginnen und Kollegen in und aus Berlin und Madrid, die endlich einen Sneaker entworfen, produziert und verkaufen, der abseits der gängigen Marken und der immer wieder durchgekauten Gleichförmigkeit zu erstehen ist. Die drei „Extinction“-Modelle sind definitiv einzigartig und ein Stück Sci-Fi am Fuß. Stromlinienförmig und unter biomechanischen Aspekten in etwa 10 Monaten aufwendig konstruiert, werden die Herzen aller Sneaker-Heads irritiert von oben nach unten springen und sich nicht entscheiden können, was mit muro.exe da auf sie zugekommen ist. TTAPS, ACID RAIN …

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Hipster, aufgepasst: Diese Bicycle Cap müsst ihr haben!

Laura Martínez del Pozo und Jaime Sevilla Moreno hatten eine einfache und zugleich geniale Idee. Man nehmen eine Nähmaschine aus den guten alten Zeiten sowie ein Rennrad und verbinde diesen beiden miteinander, idealerweise Hinterrad mit Nähpedal. Fertig ist die Nähmaschine mit Fahrradantrieb, die für das New York City’s New Museum nun stilechte Bicycle Caps produziert. Die Idee kam den beiden, da sie nicht nur für ihr eigenes Modelabel PeSeta arbeiten, sondern auch eines Tage eine Nähmaschine und ein Fahrrad im Laden stehen hatten. Einige Gehirnwindungen später war die geniale Idee gebohren, die die beiden Spanier auch gleich an das New Museum weiterleiteten. Fertig war eine sicherlich einmalige Kollaboration, die im Museums Shop zu erstehen ist. Weiterlesen und Video ansehen … Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: PeSeta / New Museum

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Orientierungslosigkeit ade! Der GPS Shoe von Dominic Wilcox

In meiner Rubrik Ørre widme ich mich den absolut wichtigen Dingen des digitalen Lebens, dem Wearable Internet. Nicht nur gibt es das tshirtOS von Cute Curcuit, sondern seit Neustem auch einen Schuh-Prototypen von Dominic Wilcox, der nicht nur die Herzen von IT-Geeks höher schlagen lässt. In den „No Place Like Home“-Schuh wurde ein GPS-Sender samt Antenne eingebaut, der dank eigener Mapping-Software mit den Zielkoordinaten gefüttert wird. Dank LED-Anzeige an der Schuhspitze und durch einen seitlichen Pfeil weiß der Träger zu jeder Zeit, ob er noch auf dem richtigen Weg und das Ziel noch fern ist. Ganz nach Dorothy aus dem Wizard von Oz! Weiterlesen … Text: Alf-Tobias Zahn Foto: Dominic Wilcox

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Digitalisiere dich! Jetzt! Mit tshirtOS!

Es ist zunächst nur ein Prototyp, den Cute Circuit und der Wishkey-Fabrikant Ballantine’s der Weltöffentlichkeit präsentiert haben. Doch das Bestreben ist klar: Je mehr Menschen ihr “Like” setzen, desto eher und schneller wird tshirtOS auch wirklich vertrieben. Hinter dem stark an Apple orientierten Namen steckt  das erste “wearable, programmable, shareable” T-Shirt der Welt. Ausgestattet mit Sensoren und einem Screen, der sich, so Brancheninsider, frei programmieren lässt. Dazu gesellen sich noch integrierte Lautsprecher, Beschleunigungssensoren, eine Kamera sowie ein Mikrofon. Dem zur Folge geht ab sofort und mit tshirtOS alles Digitale auf den Bauch der Konsumenten: Ob Tweet, Instagram-Foto oder die Flickr-Galerie zu Omas Geburtstag: Den virtuellen Möglichkeiten auf 100 Prozent Baumwolle sind wenige bis gar keine Grenzen gesetzt. Weiterlesen … Text: Alf-Tobias Zahn Foto: Cute Curcuit / Ballantine’s

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