Neueste Artikel

MOEON ist mehr

Als Fair Fashion Blogger habe ich ab und an auch richtig Glück: Eine der schönsten Fair Fashion Stores in Deutschland – MOEON – ist Luftlinie nur einige hundert Meter von meinem Arbeitsplatz entfernt. So konnte ich die Entwicklung des Stores von Sonja Lotz und Caecilia Pohl schon seit langem aus der Nähe verfolgen. Wobei das bei MOEON zu kurz greift, denn: MOEON ist mehr als nur ein Fair Fashion Store.

MOEON versteht sich als Plattform für trendbewusste Mode und Klassiker, die fair und ökologisch verantwortungsvoll produziert sind. Die persönlich zusammengestellte Auswahl an Fair Fashion zeigt, dass nachhaltige Mode auch ästhetisch und stylisch sein kann. Jedes Kleidungsstück hat seine eigene Geschichte und ist durch viele Hände gewandert, bevor es schließlich bei MOEON im Laden landet. Darunter ist auch eine eigene Kollektion von MOEON zu finden! Mit Sonja und Caecilia habe ich genau darüber gesprochen!


Welche Grundgedanken gab es zur aktuellen MOEON Studio WS 2018/2019 Kollektion?

Unsere Kollektionen orientieren sich immer an einem Grundgedanken: Es geht um die Frauen, die diese tragen sollen. Durch den Laden sind wir sehr nah an unseren Kundinnen dran und kennen ihre Bedürfnisse und auch Probleme. Wir sprechen viel darüber, was es heutzutage bedeutet, Frau zu sein und wie wir durch unsere Mode andere Frauen bestärken können, ihnen ein gutes Gefühl geben zu können – in ihrem Körper und dann eben auch darüber hinaus. Für uns ist der Kampf um Gleichberechtigung noch lange nicht vorbei und wir wollen mit unserer Mode einen Beitrag dazu leisten.

Uns besuchen Frauen aus allen Altersklassen und Lebenslagen, mit unterschiedlichen ethnischen Herkünften und Bedürfnissen und trotzdem sehen wir einen roten Faden, den wir mit unseren Kollektionen aufnehmen möchten. Als Modelle wählen wir immer Frauen die uns begeistern und inspirieren, keine professionellen Models. Deswegen stellen wir ihre Geschichten auch auf unserem Blog vor, ebenso wie andere Herzensangelegenheiten.

Lesetipp: „Glück bedeutet für mich, sich mit der Erde verbunden zu fühlen und diese wertzuschätzen.“ Die MOEON Story über Zenib, die die aktuelle Kollektion zeigt.

Worauf achtet ihr in der Produktion der Kollektion?

Die Kollektionen werden in der EU produziert und sind ausschließlich aus hochwertigen, nachhaltigen Materialien.

Warum ist es euch wichtig, nicht nur einen tollen lokalen Store mit Fair Fashion zu haben, sondern auch eigene Mode zu machen?

Ganz einfach: es gibt noch kein Label, das unseren Stil 100% trifft. Außerdem haben wir beide Mode studiert und Lust der noch nicht saturierten nachhaltigen Modebranche etwas hinzuzufügen.

An wem orientiert ihr euch stilistisch für die Kollektionen orientiert?

Wir finden es immer schwierig Vorbilder zu nennen. Natürlich schaut man, was die Anderen machen, schon einfach dadurch, dass wir ja auch für den Laden einkaufen, aber die Inspiration ist eher ein vorherrschender Zeitgeist als ein einzelnes Label.

Was ist für dich das Must-have AW18/19?

Ein Must Have ist natürlich ein Teil aus unserer Kollektion :)

Danke an Sonja und Caecilia für das Interview.


Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: MOEON (Kollektion), Magdalena Vidovic (Sonja Lotz) & Louisa Stickelbruck (Caecilia Pohl)

Sei laut – die Zeit ist reif! #bloggergegenrechts

Fast jeden Tag lesen, hören oder sehen wir ihn: Den schleichenden Tabubruch in unserer medialen Auseinandersetzung. In den einschlägigen Kommentarspalten, den Threads bei Twitter, unter Postings bei Facebook mit dem Hashtag #refugeeswelcome. Der Hass macht sich dort breit. Der Hass einer Minderheit, aber einer sehr lauten Minderheit. Dieser Hass, den wir online in den letzten Jahren immer häufiger lesen können, bahnt sich längst seinen Weg in die Offline-Welt, in unseren Alltag. Chemnitz, Köthen und Dortmund sind dabei nur drei Beispiele aus diesem Jahr, die aufzeigen, dass sich eine rechtsnationale bis rechtsextreme Minderheit ihren Platz in der Öffentlichkeit erkämpft, besetzt und Medien wie Politik vor eine neue Herausforderung stellen: Wie gehen wir mit so genannten Wutbürgern um, die eigentlich Rechtsextreme und Nazis sind? Wie gehen wir mit denen um, die berechtigte Sorgen um sich und Deutschland haben, und einfachen Erklärungen auf den Leim gehen? Wie gehen wir selbst mit all dem Hass um, den wir uns für uns und unsere Kinder nicht wünschen? Aus meiner Sicht kann es nur einen Schluss geben: Selbst laut sein und sich klar positionieren!

Wir sollten alle aktiv dafür einstehen, weiter in einer offenen Gesellschaft leben zu können. Foto: Chris Slupski für Unsplash

„Das wird man doch wohl mal sagen dürfen“ dürfen wir nicht akzeptieren

Bei dieser Positionierung geht es mir persönlich gar nicht darum, immer gegen etwas zu sein. Ich möchte mich da dem politischen Kontrahenten nicht anschließen, der „gegen Ausländer“, „gegen den Islam“ und gegen vieles mehr noch ist. Doch, in einer Sache bin doch gegen Etwas bzw. Jemanden: Ich bin gegen Nazis und deren Gedankengut. Punkt. Doch vor allem bin ich für eine gesellschaftliche Vielfalt in Deutschland. Ich bin für Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Meinungen. Ich bin für eine „lebendige Demokratie“, in der man Widerspruch aushalten und diskutieren muss. Ich bin für das Benennen von Schwierigkeiten und dem gemeinsamen Ringen um Lösungen. Ich bin für gewaltfreie Demonstrationen.

Dies alles zu wollen reicht aber nicht mehr. Clicktivism hilft uns hier nicht mehr weiter – die x-te unterschriebene Petition ist zwar ein netter Versuch, hält aber niemanden davon ab, der AfD auf den Leim zu gehen oder sich rechtsextremen Meinungen anzuschließen. Hier hilft nur das persönliche Einbringen in Diskussionen im Freundes- und Bekanntenkreis, das Mitgestalten von Demonstrationen und der Unterstützung von NGOs, die sich für die Werte einsetzen, die uns am Herz liegen sollten. Und wir sollten mit diesem Engagement nicht mehr allzu lange warten.

Auch im Kleinen können wir gegen Nazis und rechtsextremes Gedankengut etwas unternehmen. Wir müssen es nur tun! Foto: René Zieger

Wehret den Anfängen – wir sind doch bereits mittendrin

Die sehr sehenswerte Dokumentation „Die Rechte Wende“ zeigt noch einmal sehr anschaulich, dass wir hier nicht vor einem Anfang stehen. Wir sind bereits mittendrin in einer Entwicklung, die wir uns nicht mehr länger bieten lassen dürfen.

DIE RECHTE WENDE
Beobachtungen jenseits der Mitte.: Sie sind Autoren, Verlagsbesitzer, Philosophen, Künstler, Studenten, Kirchenmänner und Politiker. Gebildet, wortgewandt, und gleichzeitig radikal – Knotenpunkte im neurechten Netzwerk zwischen AfD und Identitärer Bewegung.

Wir müssen aktiv werden für das, was wir bewahren wollen – eigentlich ähnlich derjenigen, die das, was wir bewahren wollen, allerdings abschaffen, entsorgen, vernichten wollen. Wir dürfen im Alltag nicht wegsehen, wenn unsere Mitmenschen diskriminiert und rassistisch beleidigt werden. Wir müssen Haltung zeigen, Position beziehen, uns in den Diskurs und die verbale Auseinandersetzung begeben. Warum? Darum:

Seelenfänger schleichen um den Block und
machen Geschäft mit der Hoffnung
Fast hinter jeder Tür lauert ’n Abgrund
nur damit du weißt, wo ich herkomm‘
Seelenfänger schleichen um den Block und
machen Geschäft mit der Hoffnung
Fast hinter jeder Tür lauert ’n Abgrund
Nur damit du weißt, wo ich herkomm‘

aus „Grauer Beton“ von Trettmann, KitschKrieg, Joey Bargeld

Es geht um nicht weniger als das Einstehen für eine weltoffene Gesellschaft, in der unsere Kinder aufwachsen sollen. Lasst uns damit anfangen – JETZT!

Auch in diesem Jahr wichtiger denn je: Für Toleranz und Mitmenschlichkeit einstehen! Foto: René Zieger


Diese Blogger*innen sind Teil von #bloggergegenrechts:

Bisher haben folgende Blogger gegen Rechts einen Beitrag veröffentlicht:

24.09. | Jana Braumüller von Not Another Women Mag
25.09. | Vreni Jäckle von Jäckle & Hösle
26.09. | Nina Lorenzen von Pink&Green
27.09. | Johanna Misfeldt von Mintundmeer
28.09. | Bente Singelmann von Peppermynta

In unserer Reihe veröffentlichen noch:

30.09. | Phoebe Nicette von Phoenomenal
01.10. | Justine Siegler von Justine Kept Calm And Went Vegan
02.10. | Franziska Schmid von Veggie Love
03.10. | Ester Rühe und Anna Kessel von Die Konsumentin
04.10. | Sophia Hoffmann, vegane Köchin und Bloggerin
05.10. | Laura Mitulla von The Ognc
06.10. | Jenni Hauwehde von Mehr Als Grünzeug
07.10. | Maren Teichert von Minza Will Sommer
08.10. | Bina Nöhr von Stryletz
09.10. | Ann Cathrin Schönrock von Fashion Fika
und viele mehr …

Wie ihr Blogger gegen Rechts unterstützen könnt

Verbreitet die Blogsposts, Artikel usw. in den sozialen Medien. Zeigt euren Freund*innen, dass wir wieder politischer werden müssen. Erhebt eure Stimme nicht nur online, sondern vor allem auch in der realen Welt da draußen. Kommentiert, liket und teilt, was das Zeug hält.

Fotocredits:
Alf-Tobias Zahn, fotografiert von © René Zieger
Phoebe Nicette, fotografiert von © Lydia Hersberger
Vreni Jäckle, fotografiert von © Anna Steinert
Franziska Schmid, fotografiert von © Grit Siwonia
Peppermynta, fotografiert von © Katharina Oppertshäuser

The WAYKS ONE – oder: einen modulareren Rucksack gibt es kaum

Zugegeben, die Headline ist schon relativ lang. Aber in weniger Worten kann ich kaum beschreiben, was The WAYKS ONE alles im Stande ist zu leisten. Klingt umständlich, ist aber so: Dieser Rucksack ist der Inbegriff von Modularität und hat dabei auch noch einen sehr fairen und sehr nachhaltigen Kern. Das zumindest meinen Leonie und Fabian Stein, ihres Zeichens Geschwister und Gründer von WAYKS!

Was kann der WAYKS ONE eigentlich?

Ich wurde vor allem neugierig, da Christina von LOVECO voll des Lobes für den WAYKS ONE war und ein Exemplar bei sich im neuen Store in Schöneberg hat. Also, nichts wie hin, um mich persönlich davon zu überzeugen, wie gut der modulare Rucksack ist.

Der WAYKS ONE Travel Backpack besteht aus zwei Teilen: dem Day Pack und dem Cube, einem abnehmbaren Unterteil. Ein robuster Reißverschluss verläuft entlang der Unterseite des Day Packs, um den Cube zu fixieren. So lässt sich der Day Pack sehr leicht und schnell in einen größeren Reiserucksack verwandeln.

Durch komplett abnehmbare Rücken- und Schulterpolster kann der Day Pack in eine
noch schlankere, leichtere Variante verwandelt werden, die zu jedem Outfit kombinierbar ist. Der Cube, sowohl Kamera- als auch Kühl- oder Kosmetiktasche durch verschiedene Inlays, kann mit einem Schulter- oder Hüftgurt oder am Handgriff getragen werden.

Kurz gesagt: Der WAYKS ONE ist nicht nur ein Rucksack, er ist eher viele Taschen- / Backpack-Varianten auf einmal.

Wer steckt hinter WAYKS?

Leonie und Fabian sind urbane Entdeckerin und Outdoor-Minimalist. Die Idee zu WAYKS entstand durch ihre vielseitigen und unterschiedlichen Lebens- und Reisebedürfnisse, für die sie eben nicht mehrere Taschen wollten, sondern die eine. Und die gab es eben einfach noch nicht. Diese eigenen Bedürfnisse paaren die beiden mit Expertise: Leonie arbeitete schon vorher in der Modebranche, Fabian hat Startup-Know-how. Daraus entstand mit dem WAYKS ONE eine nachhaltig gefertigten, hochfunktionellen und makellos gearbeiteten Tasche in einem urbanen Design, das mit wechselnden Outfits kombinierbar ist.

„Auf unseren Reisen wurde uns das Ausmaß der Plastikvermüllung unseres Planeten oft vor Augen geführt. Eines der einprägsamsten Ereignisse waren die Müllberge am Strand von Canggu, Bali. Wir sind deshalb froh unsere Rucksäcke aus recycelten PET-Kunststoffflaschen
herstellen zu können. Es ist schon erstaunlich, dass eine alte Cola Flasche zu Garn gesponnen und zu Stoff verwoben werden kann“, so Leonie und Fabian.

Aus was besteht der WAYKS ONE?

Der Außen- und Futterstoff ist hergestellt aus recycelten PET-Plastikflaschen (Hauptstoff: 91%, Futterstoff: 100%). Die Reißverschlüsse sind aus zum Teil recyceltem PET, alten Fasern und anderen Polyesterresten hergestellt. Natürlich gibt es eine PFC-freie, wasserabweisende Beschichtung der Stoffaußenseite, wetterfeste Reißverschlüsse und eine wasserdichte Stoffinnenseite durch zweifache, wasserbasierte PU-Beschichtung. Der WAYKS ONE wird von einem von bluesign® und der Fair Wear Foundation zertifizierten Hersteller in Vietnam produziert. Der Großteil der Materialien stammt ebenfalls von bluesign® Partnern.

Wo bekomme ich das Backpack?

Noch für wenige Tage habt ihr die Gelegenheit, den WAYKS ONE vorzubestellen. Dafür haben Leonie und Fabian ein bereits jetzt sehr erfolgreiches Crowdfunding auf Kickstarter aufgesetzt. Der Vorteil zu diesem Zeitpunkt: der WAYKS ONE wird definitiv in zwei Farben produziert. Ein toller Erfolg, schon jetzt!

Text: Alf-Tobias Zahn mit Material von WAYKS
Fotos: WAYKS

New/Recycled Sneaker von New Movements

Der Sneakermarkt wächst – auch in der Grünen Modeszene. Neben meinen persönlichen Evergreens wie VEJA, ethletic und ekn Footwear habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal einen Sneaker via Crowdfunding gekauft. WADO hat mich damals sowohl vom nachhaltigen Ansatz als auch dem Style sehr angesprochen. Aktuell gibt es erneut ein Crowdfunding, diesmal bei Kickstarter, das für Furore sorgt: Vorhang auf für New Movements.

Die Norweger aus Oslo meinen es ernst mit einer Fair Fashion Alternative zu den großen Sneakerbrands. In ihrem bereits jetzt erfolgreichen Kickstarter-Crowdfunding bieten sie handgemachte Sneaker an, die in Portugal hergestellt werden. In insgesamt 6 Farben wird es den Sneaker von New Movements geben. Gleichzeitig hat sich das Unternehmen dazu verpflichtet, selbst aktiv zu werden. In Kooperation mit Empower reinigen sie für jeden Verkauften Sneaker die Ozeane vom überbordenden Plastikmüll, der in großen Teppichen durch unsere Weltmeere dümpelt. Hier will Gründer Martin Evensen mit seiner in diesem Jahr gegründeten Brand ansetzen.

Und aus was besteht der Sneaker nun? Und was ist daran recycelt und nachhaltig?

Die Sneaker bestehen aus neuen Materialien sowie aus Materialien, die wiederverwertet werden. Die Sohle zum Beispiel besteht aus 70 Prozent recyceltem Gummi, der eigentliche Sneaker Body aus italienischem Leder. Die Innensohle besteht aus Wolle, Holz und natürlichem Latex; die Schnürsenkel bestehen aus recaycelten Plastikflaschen. Der Karton, in dem der neue Sneaker geliefert wird, besteht aus recycelter Pappe.

Die Herstellung in Portugal sagt auf den ersten Blick nicht, ob dort zu sozial verträglichen Bedingungen gearbeitet wird und die Menschen vor Ort auch einen fairen Lohn erhalten. Der zweite Blick lohnt sich immer, so auch bei New Movements. Der Dienstleister, den Martin Evensen nach mehreren Reisen zu verschiedenen Produktionsstätten ausgewählt hat, arbeitet mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen, hat feste Arbeits- und Pausenzeiten und bezahlt den erfahrerenen Angestellten einen marktgerechten Lohn. Von Ausbeutung ist an dieser Stelle glücklicherweise keine Spur.

Für wen ist der New Movements Sneaker etwas?

Wäre ich gerade auf der Suche nach einem minimalistischen Sneaker, der die Skateboard-Ära zitiert und sich an großen Vorbildern wie VANS orientiert, dann wäre New Movements für mich eine echte Alternative. Persönlich würde ich mich noch mehr freuen, wenn der Sneaker ohne Leder auskommen und demnach vegan wäre. Wer damit kein Problem hat und die Haptik von Leder bei Sneakern mag, hat noch bis zum 22. September Zeit, bei Kickstarter den Sneaker zu kaufen und damit Martin und sein nachhaltiges Unternehmen zu unterstützen.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Martin Evensen / New Movements

Circular Upcyling Fashion von Dzaino 자이노

Vor gut 1 1/2 Jahren habe ich euch das Berliner Upcycling Label Dzaino 자이노 von Hanna Sin Gebauer und Julia Hermesmeyer vorgestellt: Klares Design, urbaner Stil, gebrauchte Materialien als Ressource. Mit ihrer aktuellen Startnext-Crowdfunding-Kampagne wollen die beiden Gründerinnen den nächsten Schritt wagen: Die erste große Produktion von Taschen aus gebrauchten Textilien in Berlin realisieren.

Die letzten Monate haben Julia und Hanna in die Neu- und Weiterentwicklung von Dzaino gesteckt und die eigene Produktion auf ein vollständig lokales und soziales Konzept umgestellt. Die Taschen sowie weitere Produkte werden lokal hergestellt. Julia und Hanna kaufen die Materialien von der Berliner Stadtmission. Die Produktion findet in Berliner Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung statt, um sie in der Job-Rehabilitation zu unterstützen. Alle Transportwege innerhalb Berlins werden per Fahrradkurier zurückgelegt. Obwohl Dzaino nur mit Textilresten arbeitet, gelingt es, einen klaren eigenen Look zu kreieren. Dabei entstehen funktionale Taschen mit minimalistischem Design aus einer fairen und nachhaltigen Produktion.

Bei einem erfolgreichen Crowdfunding wollen Hanna und Julia nicht nur ihre erste große Produktion realisieren, sondern idealerweise auch eigene Upcycling Workshops entwickeln sowie Vorträge an Schulen und Unis halten, in denen die beiden über die Hintergrundfakten der Modeindustrie aufklären.

Julia Hermesmeyer und Hanna Sin Gebauer von Dzaino

Als Benefits haben sich die beiden einige sehr schöne Dinge einfallen lassen – und nicht nur Taschen. Neben einem Shopper, einem Backpack und einer Yogamatbag gibt es nämlich auch exklusiv den ersten Dzaino Sweater in zwei Ausführungen und als absolutes Highlight einen wunderschönen Webteppich, der aus Schnitteresten besteht und auf einem 200 Jahre alten Webstuhl per Hand in Berlin gewebt wird. Jeder Teppich ist – versteht sich – ein kleines Kunstwerk und Unikat.

Zögert also nicht und unterstützt Hanna und Julia bei ihrem Vorhaben auf Startnext!

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Dzaino / Jasmine Deporta

»Fotografiert bloß nicht den Alten Elbtunnel!«

Vor einigen Wochen machten sich René und ich nach Hamburg auf. Nicht in der Eigenschaft des formidablen Z²-Duos, sondern als Protagonist und Fotograf für meinen ersten Moderatgeber »Einfach anziehend«, den ich gemeinsam mit Kirsten Brodde von Greenpeace geschrieben habe. Für die Outfit-Aufnahmen, die wir in Hamburg machen wollten, suchten wir noch die richtigen Örtlichkeiten, kannten wir uns doch in der Hansestadt beileibe nicht so gut aus wie in unserem heimischen Berliner Revier. Jan, der Hamburg wie seine Westentasche kennt, gab uns einige Empfehlungen mit auf den Weg, vor allem aber auch eine klare Warnung: »Fotografiert bloß nicht den Alten Elbtunnel!«Wie ihr gleichen sehen werdet, kam es anders …

Zu abgedroschen, zu oft gesehen, zu klischeehaft – dafür gilt der Alte Elbtunnel, der von den St. Pauli Landungsbrücken nach Steinwerder führt und eigentlich deswegen auch korrekterweise St.Paul Elbtunnel heißt. Doch am Ende unseres langen Tages in Hamburg mit Kirsten zog es uns zu dritt doch noch auf die „andere“ Uferseite, von der man aus die neue Elbphilharmonie sehen kann und auf dem Restgrün am Wasser einen etwas „anderen“ Blick auf St. Pauli werfen kann. 1911 als Sensation eröffnet, steht der Alte Elbtunnel seit 2003 zurecht unter Denkmalschutz. Über 426 Meter lang ist der Tunnel für Fußgänger und Radfahrer geöffnet und wird tagtäglich genutzt. Nicht nur als reiner Verkehrswege, sondern auch als Klangkörper und Resonanzraum für die ein oder anderen Sänger und Musiker. Der Elbtunnel endet auf Steinwerder. Die Insel bildet den Übergang für alle, die durch den Tunnel direkt nach Wilhelmsburg weiter wollen.

Wir tummelten uns natürlich im Tunnel, aber eben auch auf Steinwerder. Im Hinterkopf hatten wir zwar noch die vage Idee, für das Buch noch ein weiteres Outfit zu shooten, aber eigentlich waren wir nur noch just for fun unterwegs. Und so saßen wir da und René machte nach einem langen Tag noch sehr entspannte Aufnahmen.

SneakerHiro 18 Sneaker von ethletics
Sweater: 80ies inspirierter Swell-Sweater von Manaliso
Jeans: Regular Dunn Denim von Mud Jeans
Cap5-Panel-Cap meiner Potsdamer Homies von Rotholz.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: René Zieger

The RUCKSACK begleitet Dich überall hin

Als ich neulich mit René in Steglitz war, haben wir nicht nur den Space Sweater von Rotholz mit dabei gehabt, sondern auch The RUCKSACK meines Nürnberger Compañero Moritz Lorenz dabei. Mo hat in den zurückliegenden Jahren mit JECKYBENG sein eigenes Unternehmen gegründet und begeistert nicht nur mich immer wieder mit seinen tollen Produkten, die nicht nur Outdoor funktionieren, sondern eben auch uns durch den urbanen Alltag bringen. Sei es die wasserabweisende The JACKET oder der SEAMAN’S SWEATER – Moritz macht richtig gute Sachen! Dazu gehört auch sein neues Backpack.

The RUCKSACK ist dank der innovativen Oxford Cotton Faser wasserabweisend. In der Produktion wird dabei auf PFC verzichtet, das eigentlich für die wasserabweisende Eigenschaften in den üblichen Backpacks verantwortlich ist. JECKYBENG arbeitet lieber mit nachhaltigen Alternativen, um den selben Effekt zu erzielen. Mit Erfolg, wie auch die anderen Produkte zeigen. In den Rucksack passen 15 Liter, die bis auf 20 Liter durch den Rollverschluss für das große Hauptfach erweitert werden können. Darüber hinaus geht es viele kleine nützliche Täschen im vorderen Fach, um das Smartphone, Schlüssel und andere Dinge unterzubringen. Wer dann noch auf einer längeren Reise auch mal bequem sitzen kann, findet im Inneren noch einen 1 cm dicken Wollfilz als Sitzunterlage. Last but not least ist die äußere Tasche am Rucksackboden ein idealer Zugriff auf alle Dinge, die unten verstaut wurden und dennoch schnell greifbar sein sollen.

The RUCKSACK ist einfach besser als die Konkurrenz

Kurz gesagt: The RUCKSACK hat so ziemlich alles, was konventionell hergestellte Backpacks haben – nur einfach mit den besseren nachhaltigen Werten! Alleine schon der Verzicht auf PFCs wäre für mich ein Kaufargument. Dazu gesellen sich aber ein modernes Design, durchdachte Features und eine exzellente Verarbeitung. The RUCKSACK hält wirklich einiges aus, nicht nur einen Ausflug nach Steglitz.

The RUCKSACK ist im Online-Shop von JECKYBENG zu einem Preis von 189,00 EUR erhältlich.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: René Zieger

Mo hat mir für diesen Produkttest ein Exemplar von The RUCKSACK dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. Ich möchte ihn nicht mehr missen in meinem Alltag.

Spaceman in Steglitz

Die neue Kollektion von Rotholz habe ich euch vor wenigen Wochen erst vorgestellt. Auf meiner letzten Z²-Tour mit René durch Steglitz habe ich mich in das Highlight Piece der aktuellen Kollektion geschmissen: dem Space Sweater! Für diesen Pullover brauchten wir aber auch noch die passende Kulisse – die uns der Bierpinsel mit seiner futuristischen Architektur aus den poppigen 1970er Jahren bot!


Der Bierpinsel in Steglitz

47 Meter ragt das ehemalige Turmrestaurant Steglitz in die Höhe. Von den Architekten als Baum entworfen, ist er den Berliner nur als Bierpinsel im Gedächtnis geblieben. Der Name spiegelt zum einen die geplante Gastronomie (Bier) als auch das rasierpinselähnliche Aussehen der in den Himmel ragenden Stahlträger des Tragwerks (Pinsel) wieder. Berlin halt! Wie so häufig in der langen Geschichte des Bierpinsel steht er aktuell leer. Keine der Lokalitäten konnte sich seit 1976 wirklich länger halten. Der Zeitpunkt einer Wiedereröffnung ist noch immer unbekannt. Letzten August wurde der Bierpinsel auf der Website von Sotheby’s angeboten. Kaufpreis: 3,2 Millionen Euro! Sowohl die Architektur als auch die Geschichte des Turmrestaurants passen zu Berlin und Steglitz wie die Faust aufs Auge. Dazu noch der sicherlich nicht zu jedem Anlass passende Sweater – und fertig ist eine Traumkombination für alle B-Boys und Fly-Girls, alle Spacemen und Spacewomen.

Über den Space Sweater von Rotholz

Auf 100 Einzelstücke limitiert, wurde der angenehm sitzende Sweater von Hand eingefärbt und verfügt über Stick- und Printdetails.  Die „Space Series“ ist eine Hommage an die Ursprünge von Rotholz, als vor allem kunstvolle Prints das Erscheinungsbild des Labels bestimmten. Das Thema Weltraum zieht sich farblich durch die gesamte Kollektion. Die Palette reicht vom Sternennebel auf dem Space Sweater über das dunkel melierte Nachtblau des neuen Crewneck Sweaters bis zu den scheinbaren Tag-Nacht-Verläufen auf dem Divided Shirt und dem Divided Crewneck Kleid. Falls ihr die neue Kollektion noch entdeckt habt, empfehle ich euch, dies dringend nachzuholen!

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: René Zieger (Outfit) und Rotholz (Kollektion)

»Einfach anziehend« – dein Moderatgeber, wenn du Wegwerfmode satthast

Am 1. Oktober ist es soweit: »Einfach anziehend« – mein erstes Buch – erscheint im Münchner oekom Verlag! Gemeinsam mit Kirsten Brodde habe ich einen Ratgeber geschrieben, der einen Ausweg aus der Fast Fashion Schleife aufzeigt. Entstanden ist ein Guide, der auf den erhobenen Zeigefinger verzichtet und auch keinen „besseren“ Konsum propagiert. Kirsten und mir ging es vor allem darum, einen Weg aufzuzeigen, wie Mann und Frau die ersten Schritte zu einem nachhaltigen Kleiderschrank gehen können.

Auf 124 Seiten spannen wir den Bogen von global zu lokal: Von einer aktuellen Zustandsbeschreibung unserer Modeindustrie mit spannenden Fakten und Zahlen über die unterhaltsame Auseinandersetzung mit dem eigenen Kleiderschrank – mit Lieblingsstücken und Ungeliebtem – bis zur Entscheidung, was wir eigentlich noch kaufen sollten, wenn wir doch einmal ein neues Kleidungsstück haben wollen. Dabei ist Fair Fashion nur ein Teil einer nachhaltigen Lösung für den eigenen Klamottenkonsum. Secondhand Läden oder auch Events wie VinoKilo zeigen, dass Getragenes mehr als nur eine zweite Chance verdient hat. Neue Konzepte wie Leih-Services der Kleiderei oder auch großer Player wie Tchibo werden unser Kaufverhalten verändern. Entscheidend ist aber, dass wir uns viel intensiver damit auseinandersetzen, was wir jeden Tag auf unserer Haut tragen.

»Partners in Crime« – die Autoren

Kirsten arbeitet für Greenpeace und hat es mit der globalen Detox-Kampagne geschafft, viele große Modeplayer davon zu überzeugen, ihre Kleidung zu „entgiften“ und sich mit den Umweltschäden auseinanderzusetzen, die während der Modeproduktion entstehen. Eine mehr als gute Sache. Im Gegensatz zu mir ist sie beim Thema „Buch“ schon ein alter Hase, veröffentlichte sie doch bereits 2008 ihr Buch »Saubere Sachen«. Von 2012 bis 2015 war sie zudem Mitglied der Jury des Bundespreises ecodesign. »Einfach anziehend« ist ihr erster Ratgeber.

Und mich kennt ihr ja nur zu gut: Ich bin Blogger und arbeitet als Kommunikationsberater und Projektleiter für gute Kunden bei Studio GOOD. Seit dem Studium blogge ich, seit 2009 schreibe ich über Fair und Slow Fashion, unter anderem in diesem wunderbaren Blog.

»Einfach anziehend« vorbestellen

Wer nicht bis zum 1. Oktober warten möchte, kann bereits jetzt über oekom Crowd unser Buch vorbestellen – inklusive einer ersten Leseprobe vorab. Neben dem Buch gibt es spannende Rewards. So ist zum Beispiel schon klar, dass Kirsten und ich für einen Vortrag in die Schweiz fahren werden. Wer zudem noch Lust hat, nicht nur das Buch zu lesen, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen der Modeindustrie zu werden, dem empfehle ich mit mir »Auf den Spuren grüner Mode in Berlin« unterwegs zu sein. Gemeinsam besuchen wir an einem Samstag die Designerin Mareike Ulman von format, die Ladenbesitzerin Christina Wille von Loveco sowie die Stofflieferanten Benjamin Itter und Enrico Rima von Lebenskleidung und bekommen einen facettenreichen Einblick in die nachhaltige Modewelt. Also, wenn ich es nicht selbst machen würden, würde ich da sofort mitgehen. Meine dringende Empfehlung: Sofort buchen!

Über das Buch

Der Kleiderschrank wird immer voller, und das schlechte Gewissen angesichts der verheerenden Folgen der globalen Modeproduktion wird immer größer. Dabei geht es auch ganz anders: Altes neu entdecken und neue Lieblingsteile kreieren, Ungetragenes auf Tauschpartys durch Neues ersetzen und Goldstücke auf Flohmärkten finden. Und wenn es doch mal was »ganz Neues« sein soll? Dann bietet Fair Fashion 2018 tolle Alternativen. Mit unseren Tipps und dem Zehn-Schritte-Plan in »Einfach anziehend« zeigen Kirsten und ich Wegwerfmode und Fast Fashion in Zukunft die Rote Karte.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: René Zieger

Givenchy auf der Schloßstraße

Hallo Bürgerlichkeit, Hallo Steglitz – für René und mich war schon lange klar, dass wir dem Berliner Süden und seinem Mittelpunkt Steglitz einen Besuch abstatten müssen. Gesagt, getan – wir nahmen uns den Abschnitt zwischen den beiden U-Bahnhöfen „Rathaus Steglitz“ und „Schloßstraße“ vor, um dem pulsierenden Leben im Konsumrausch einen Besuch abzustatten und nicht nur, aber auch ein Stück Kuchen zu essen.


Was ihr über Steglitz wissen solltet

Steglitz liegt im Südwesten Berlins und ist schon sehr lange bürgerlich geprägt. Die Schloßstraße, immerhin Berlins zweitgrößte Einkaufsstraße, bildet so etwas wie das Zentrum von Steglitz. Wer nicht nur in die Geschäfte blickt, sondern den Blick auch einmal gen Himmel schweifen lässt, der sieht nicht nur den von mir so geliebten Bierpinsel, sondern natürlich auch das Rathaus Steglitz, das Schlosspark Theater, um nur drei Sehenswürdigkeiten des Bezirks zu nennen.

Auf einen Kuchen im Cafe Baier

So wie René und ich empfehlen wir euch den Besuch eines Berliner Kaffeehauses. Im ersten Stock von Cafe Baier gibt es alles, was das Kaffee- und Kuchenherz begehrt – gepaart mit Berliner Freundlichkeit. Wundert euch nicht: Man redet hier miteinander. Auf der relativ großen Etage gelingt es dem Cafe dennoch, eine gewisse Nähe der Besuchenden herzustellen. Nicht nur wandert der eigene Blick ob der gelieferten Kuchenstücke auch auf andere Tische, es bleibt auch nicht aus, dass die Ohren gespitzt werden, da die Akustik es nicht anders zulässt. Nicht nur die eigenen, sondern auch die Ohren der anderen.

Über die Schloßstraße schlendern

Schlendert ihr die Schloßstraße herunter, werdet ihr euch kaum wirklich daran erinnern können, an welcher U-Bahn-Station ihr nun ausgestiegen seid. Die Einkaufsstraße ist zumindest für mich absolut austauschbar. Ob nun auf dem Ku’damm, auf der Kantstraße oder hier – der Konsumrausch mit seinen Tempeln sieht dann doch immer gleich aus. Die Menschen, ja die Menschen sind diejenigen, die sich dann doch etwas voneinander unterscheiden. Wobei dies nur für den ersten Blick gilt. Auf den zweiten Blick sieht man dann doch die selbe Gehetztheit, die selbe Konsumfixierung, die selbe Verlorenheit in Zeiten, die sich für die meisten dann doch zu schnell drehen.

Mein Wahrzeichen von Steglitz: Der Bierpinsel

Aufmerksame Leserinnen und Leser haben natürlich schon viel früher als heute einige Impressionen von René und mir aus Steglitz gesehen. Denn rund um den Bierpinsel haben wir ja unser Spacemen-Outfit geshootet und haben den Signature Sweater von Rotholz in Szene gesetzt. 47 Meter ragt das ehemalige Turmrestaurant Steglitz in die Höhe. Von den Architekten als Baum entworfen, ist er den Berliner nur als Bierpinsel im Gedächtnis geblieben. Der Name spiegelt zum einen die geplante Gastronomie (Bier) als auch das rasierpinselähnliche Aussehen der in den Himmel ragenden Stahlträger des Tragwerks (Pinsel) wieder. Berlin halt! Wie so häufig in der langen Geschichte des Bierpinsel steht er aktuell leer.

»Down, down, in the Underground«

Der Reiz dieses Abschnitts in Steglitz macht aber nicht nur das „Draußen“ aus, sondern auch das „Unten“. Ob nun „Rathaus Steglitz“ oder „Schloßstraße“ – die beiden U-Bahn-Stationen haben etwas sehr charakterisierendes an sich. Es herrscht geschäftiges Treiben, unten und oben. Trotz der Baustellen steigen hier viele Menschen ein und um, jede*r wuselt vor sich hin, auf dem Weg wohin oder von wo weg. Dinge werden oder sollen ver- und gekauft, Reklame und Schaufenster im stetigen Wechselspiel des billigen Konsums. Pakete, die in verbretterten Nischen deponiert werden; Blumen, die im künstlichen Licht des Untergrunds verkauft werden; Essen, das unter niedrigen Betondecken verzehrt wird. Städtische Absurditäten – in Steglitz an der Tagesordnung.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: René Zieger