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Keine langweilige Rosa-Wolke-Marke für Kids – Manitober aus Hamburg

Vor wenigen Tagen schrieb mir mein Freund Jan, ich solle mir doch mal ein Label namens Manitober näher ansehen. Für die hätte er was gestaltet. Beim Klang von Manitober in meinen Ohren klingelte es bereits, denn das Label kannte ich bereits von Instagram. So entstand der erste Kontakt zu Marcus, dem Gründer von Manitober. Ein erstes Treffen in Berlin zerschlug sich, aber wir haben dennoch zueinander gefunden. Aus einem digitalen Schlagabtausch entstand ein ganz wunderbares Interview über zeitgemäße Kindermode, das Rückgabeprinzip, die großen Modekonzerne und … Zombies.


Lieber Marcus, stell‘ Dich doch bitte einmal meinen Leserinnen und Lesern vor.

Hi, ich bin Marcus, wohne in Hamburg und mache (dies/das) verschiedene Dinge, zurzeit vor allem Kinderbekleidung.

Welche Beweggründe gab es, mit Manitober ein Kindermodelabel zu gründen?

Mittlerweile habe ich selber zwei Kinder. Als Bekleidungstechniker begutachtet man Klamotten mit anderen Augen, natürlich auch die der Kids. Berufskrankheit quasi. Und leider sehe ich auch immer viele Sachen die mich stören und die ich schlecht gelöst finde. Hinzu kommt dieses Genderthema, dass mir wirklich extrem auf die Nerven geht. Ich hatte dann die Idee mit dem Rücknahmekonzept und dachte mir das ist eigentlich wonach ich gesucht habe. Let’s go!  

Was hat dich am meisten gestört?

Auf jeden Fall Farben und Motive. Es gibt ja noch andere Farben als blau und pink. Ich finde auch die Motive sind so oft zu romantisch verklärt, sehr genderkonform und diese Früchte-/Tier-Alloverprints kann ich auch nicht mehr sehen! Außerdem sind viele Sachen qualitativ nicht besondern gut, meistens in Asien produziert und dafür immer noch genauso teuer wie unsere Styles. Es fallen einem aber auch andere Sachen auf, die einfach unpraktisch sind und irgendwie nicht kindgerecht. Ich will gar nicht sagen, daß wir das Rad neu erfinden, aber wenn man genau hinschaut gibt es viele kleine Dinge, an die man noch mal ein paar Gedanken verwenden kann.

Du hast das Rücknahmekonzept schon genannt. Wie funktioniert es bei Euch?

Die Artikel können bei uns ganz normal gekauft werden. Allerdings hast du als Käufer die Möglichkeit, alle Teile wieder zurück zu geben. Wir bewerten dann ihren Zustand und geben dir einen angemessenen Betrag als Gutschrift zurück. Wenn nichts dran ist an den Teilen kann das dann bis zu 50 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises ausmachen. An den Klamotten unserer Kids ist selten irgendwas total hinüber. Die zurückgegebenen Klamotten werden dann von uns ausgebessert, repariert und gereinigt und als „generalüberholt“ wieder angeboten. Simple as that!

Was war Euer erstes fertiges Produkt für Manitober?

Ich glaube die Wollwalkjacke, die war relativ schnell eingetütet…

Wie und wo werden Eure Produkte produziert?

Wir haben verschiedene Produzenten. Die Wollwalksachen werden tatsächlich in Deutschland hergestellt, bei einem kleinen Familienbetrieb im Hunsrück. Die Sweatshirts und demnächst auch andere Artikel kommen aus Portugal. Mit den Portugiesen habe ich früher schon viel zusammen gearbeitet, die sind super. Wir haben uns ja in einer Verpflichtung zur Transparenz verschrieben, deshalb haben wir da keine Geheimnisse und man kann sich auf unserer Homepage alles genau angucken. Die Arbeitsbedingungen für die Näherinnen und Näher sind in Deutschland und Portugal sehr gut. Es gibt Gewerkschaften, Interessensverbände und funktionierende Systeme, die diesen Menschen eine gute Arbeitsumgebung garantieren. In unseren Größenordnungen ist das auch noch überschaubar.

Was macht Euch besser als H&M und Zara, die ja auch Kids Clothes anbieten?

Ich hole etwas aus: Zara, H&M und andere „Fußgängerzonenläden“ gehören zum Fast Fashion Business. „Schnell“ bezieht sich hier sowohl auf Lebenszeit der Klamotten als auch auf den Turnus, in dem neue Kollektionen entstehen und verfügbar sind. Es ist offensichtlich, dass diese Klamotten billig sein müssen. Deshalb ist die Produktion schlecht bezahlt, die Materialien minderwertig und das Design nicht gut durchdacht. Sie sind quasi dafür gemacht, nur für eine begrenzte Zeit modisch zu sein. Wegwerf-Mode könnte man es auch nennen. Bei Kinderbekleidung ist das gar nicht schlimm, denn die passt nach einer gewissen Zeit sowieso nicht mehr. H&M und Zara sind in diesem Geschäft nicht mal die schlimmsten Akteure, die stehen nur sehr im Vordergrund.

Wie sieht Euer Gegenentwurf aus?

Wir machen Bekleidung, die durchdacht, fair produziert und haltbar ist. Dafür ist sie natürlich auch deutlich teurer. Allerdings tragen wir mit unserem Rücknahmekonzept dazu bei, dass weniger produziert werden muss, dass Ressourcen geschont werden und alle Beteiligten vom Schaf zum Käufer angemessen behandelt und bezahlt werden. Und wenn man die Anschaffungskosten mit der Haltbarkeit und unserer Gutschrift gegenrechnet, kommt man wahrscheinlich günstiger weg. Alles eine Frage der Einstellung.

Mit Tchibo steigt ein großer Einzelhändler in den Markt ein, Kindermode ab sofort nur noch zu mieten bzw. zu leihen. Wie bewertest du diese Entwicklung?

Interessante Entwicklung tatsächlich. Zeigt auf jeden Fall, dass diese Sharing Economy mittlerweile auch bei in den großen Firmenzentralen angekommen ist. Mal sehen wohin das führt. Ist auf jeden Fall schonmal ein gutes Signal.

Wo steht Manitober im Jahr 2020? Was habt ihr in den nächsten Jahren alles vor?

2020 ist ja verrückterweise gar nicht so lange hin. Schön wäre wenn wir bis dahin alles Geld zurück gezahlt hätten und bei Plus/Minus Null stehen würden. Ich fände es schön, wenn wir uns bis dahin als Kindermarke etabliert hätten für Eltern, die auf diese ganzen anderen Geschlechterrollenkonformen, langweiligen, Rosa-Wolke-, Helikopter-Marken keine Lust haben. Wir werden wahrscheinlich bald einen kleinen Laden aufmachen und haben dann eine Anlaufstelle für alle Kunden. Wir werden in Zukunft wohl auch halbjährige Kollektionen entwickeln und auch mit Einzelhändlern zusammenarbeiten. Das ist der Plan.

Welche Grüne Marke findest Du selbst besonders gut?

Patagonia war für mich immer ein ziemlicher Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Die haben ja witzigerweise jetzt auch ein ähnliches Konzept wie wir. Schwör, habe mir das da nicht abgeguckt! Finde ich aber gut, dass DIE die gleiche Idee hatten. Scheint wir sind nicht auf einem ganz falschen Weg… Ansonsten gibt es viele Marken, die nicht nur gute, schöne Sachen machen, sondern es auch geschafft haben im main-stream anzukommen. Klamotten ordentlich herzustellen ist nicht schwer, es als ein ernsthaftes Business zu betreiben schon. Veja, Armed Angels, PYUA etc. das sind Sachen, die mich auch interessieren.

Was müsste sich aus Deiner Sicht in der Branche ändern, damit der Absatz von Öko-Mode zunimmt?

Ich glaube die Bekleidungsbranche richtet sich vor allem nach den Wünschen der Kunden. Von daher ist es – glaube ich – kein Branchen-Problem, sondern ein Menschen-Problem. Konsum muss wieder etwas Besonderes sein und nicht tägliche Unterhaltung. Deshalb wollen wir vor allem das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum schärfen. Ich bin gespannt, wo das noch hingeht und warte nebenbei auf die Zombie-Apokalypse 😉

A propos Zombies: Wie findest du die aktuelle Staffel von The Walking Dead?

Haha! ich weiß gar nicht, welche die aktuelle Staffel ist. Ich habs bis zu Negan geschafft, aber der hat mich dann doch zu sehr genervt, dass ich ausgestiegen bin. Wenn man sich das anguckt, ist die Welt in der wir leben vielleicht doch ein ganz guter Kompromiss. So ein „Neustart“ birgt natürlich auch so seine Gefahren, den Kopf zu verlieren 😉

Last but not least: Welchen Ort in Hamburg hast Du am liebsten?

Es gibt eine Ecke, wo die Bernard-Noch-Straße auf die Davidstraße trifft. Manchmal laufe ich da lang in Richtung Park Fiction und genau an diesem Punkt geben die Häuser den ersten richtigen Blick auf den Hafen frei. Gleichzeitig ist es eine Ecke, an der es immer zieht. Du läufst also da lang und auf einmal wirst du fast umgepustet, aber gleichzeitig ergibt sich dieser ewig weite Blick über den Hafen, wie du ihn sonst ja selten hast in einer Großstadt. Ich bleibe dann immer kurz stehen und denke: „Krass, dass es mich jedes mal wieder so beeindruckt!“ Man kann auch mal gut genervt sein von Hamburg, seinem Wetter und den grummeligen Leuten. An dieser unspektakulären Ecke finden wir wieder zusammen.

Danke, Marcus, für das Interview!


Mehr von Manitober könnt ihr auf Instagram entdecken sowie auf der Website des Labels samt Online-Shop.

Interview: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Manitober

Boulder am Weißen See

Weißensee war der Bezirk, dem René und ich Ende Dezember einen Besuch abgestatten haben. Unser Ziel war sowohl die Ruine des Kinderkrankenhaus Weißensee als auch der, dem Bezirk den Namen gebende, Weiße See. Dort, wo sich im Sommer die Badewütigen auf den schmalen Grasstreifen im Park rund um den See, sonnen und langsam watende eine Abkühlung suchen. Auf dem Weg dorthin kam René auf die grandiose Idee, mich mitten in die abgeblühten Sträucher zu stellen. Für den Grund war ich allerdings selbst verantwortlich, hatte ich doch schließlich noch eine Jacke im Gepäck, die ich bis dahin noch gar nicht ausgepackt hatte.

BOULDER heißt diese Jacke von LANGERCHEN, die ich nicht mehr missen möchte. Der Blouson ist schick und praktisch zu gleich, lässt sich zu vielen unterschiedlichen Kleidungsstücken kombinieren und lässt sich auch schnell wegpacken, falls die Temperaturen doch wärmer sind als eigentlich gedacht. Der Blouson mit Stehkragen besteht aus Bio-Leinen  und ist dank einer PU-Membran wasserabweisend, winddicht sowie atmungsaktiv ist. Gute Kombi! Gefertigt wurde BOULDER in dem LANGERCHEN eigenen, nach GOTS zertifizierten, Konfektionsbetrieb im chinesischen Jiaxing. Das Label von Philipp Langer und Miranda Chen gibt es übrigens seit 2009 und ist mit der nachhaltigen Produktionsstätte ein Pionier auf dem Gebiet der fairen Arbeitsbedingungen in China. Gute Sache!

Wer noch eine Runde um den See drehen möchte, der sollte René und mir noch nach Weißensee begleiten, und zwar hier. Wer noch weitere Outfits von mir in LANGERCHEN sehen will, der darf sich meine beiden prePEEK-Outfits (hier und hier) ansehen, die zeigen, wie abwechslungsreich die Jacken und Mäntel von LANGERCHEN sein können.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: René Zieger

LANGERCHEN hat mir freundlicherweise BOULDER zur Verfügung gestellt.

Reused/Natural – mein prePEEK Outfit 3.2018

Eine bessere Welt, wer würde sich diese angesichts weltweiter Krisenherde, täglichen menschlichen Tragödien und den blau-roten Vollidioten im Deutschen Bundestag nicht wünschen? Die Modeindustrie kann zu dieser besseren Welt einen (wenn auch kleineren) Beitrag leisten, in dem sie unter anderem auf Ausbeutung und Chemie in unserer Kleidung verzichtet. Bei letzterem sind wir durch die weltweite Detox-Kampagne von Greenpeace bereits einen großen Schritt weitergekommen. Dennoch ist es wichtig, dass sich Konsumenten gewiss sind, welche Materialien sie auf der Haut tragen. Bei eine Material wie Leder scheiden sich dabei die Geister: Die einen möchten es gänzlich aus dem Modebereich verdammen und das Tierleid nicht weiter akzeptieren, die anderen möchten weiterhin damit arbeiten, aber zum Beispiel nur Leder von Tiere aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (genanntn kbT). Das Label Better World Fashion, das ich in der Fashion Changers prePEEK Lounge kennenlernen durfte, verfolgt noch einen weiteren Ansatz, der zwischen Schwarz und Weiß liegt.

Better World Fashion verwendet für ihre Männer- und Frauen-Lederjacken sowie die Ledertaschen ausschließlich gebrauchtes Leder. Die Jacken sind demnach zu 98 Prozent aus Reused Materialien hergestellt, die von festen NGO-Partnern aus Dänemark eingesammelt werden. Das Design der Produkte entsteht im Heimatland des Labels, produziert wird im nicht weit entfernten Polen. Auch fast alle weiteren verwendeten Materialien haben ein Vorleben und werden durch Better World Fashion wiederverwertet. Einzig im Prozess des Nähens werden neue Materialien verwendet (die fehlenden 2 Prozent). Mehr über das Konzept des Labels findet ihr auf betterworldfashion.com.

Dazu habe ich neben meiner Denim von MUD JEANS mein sehr tolles Rollkragenshirt von FUNKTIONSCHNITT aus Merinowolle kombiniert. Ein Langarmshirt, sehr soft und temperaturregulierend, körpernah geschnitten und zu vielen Anlässen kombinierbar. Die Wolle stammt aus Australien. Auf die weit verbreitete und auch in Australien durchgeführte Praktik, den Fliegenmadenbefall der Schafe zu verhindern – die so genannte Mulesierung, durch die die Haut rund um den Schwanz von Schafen ohne Betäubung entfernt wird, um diesen Befall zu unterbinden – wird verzichtet. Gut so!

Mehr über Better World Fashion in der Fashion Changers prePEEK Lounge

Meine beiden weiteren Outfits von Studio JUX und LANGERCHEN und VAUDE habe ich euch ja bereits vorgestellt. Noch mehr aus der Fashion Changers prePEEK Lounge gibt es nur auf Instagram bei den Fashion Changers.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Jana Braumüller

Astronaut with a cause – mein prePEEK Outfit 2.2018

Allen Wintersportlern ist der Name VAUDE natürlich ein Begriff. Der Hersteller von umweltfreundlicher und fair produzierter Outdoorkleidung ist schon seit Jahren auf dem Markt und erwehrt sich erfolgreich der konventionell produzierenden Konkurrenz wie etwa Jack Wolfskin. Auch wenn ich zwar dem Wintersport nicht wirklich verbunden bin – mein Skikurs in der Schulzeit ist bis heute die große Ausnahme – und ich mit Ach und Krach auf einem Snowboard den Hang hinunterkomme, kenne ich die Marke natürlich vor allem aus dem Bike Sport. Umso erfreuter war ich, als ich sah, dass VAUDE ein Neuzugang in der Fashion Changers prePEEK Lounge war und nicht nur etwas für Frauen dabei hatte.

VAUDE arbeitet seit 2001 mit dem strengen Umweltstandard bluesign®, der die gesamte textile Wertschöpfungskette kontrolliert. Außerdem ist das Unternehmen nach EMAS öko-zertifiziert, möchte zudem die gesamte Produktpalette Schritt für Schritt maximal umweltfreundlich herstellen. Ein hehres Ziel. Dabei bleibt der Style und die Funktionalität glücklicherweise nicht auf der Strecke. Neben einigen Running-Teilen fiel mir natürlich sofort das auffälligste Kleidungsstück aus, welches ich dann versuchte, geschickt zu kombinieren: Der XXL-Überwurf-/Hoodie-/Outdoorüberlebensanzug. Im eh schon gut temperierten Kraftwerk merkte ich sehr schnell, wozu dieses Kleidungsstück dient: Dem Warmhalten in unwirtlichen Gefilden. Von mir gibt es dafür zwei Daumen nach oben. Mehr über die brandneue Green Shape Core Kollektion gibt es auf VAUDE.com.

Abgerundet wird das Outfit von einer Umhängetasche von VAUDE, meiner Denim von MUD JEANS sowie den veganen Sneakern von Nemanti aus Italien.

Mehr über VAUDE in der Fashion Changers prePEEK Lounge

Wer noch weitere Outfits aus der prePeek-Lounge entdecken möchte, dem sei Instagram bei den Fashion Changers wärmstens ans Herz gelegt. Mein tolles Outfit von Studio JUX und LANGERCHEN kennt ihr ja bereits.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Jana Braumüller

studio CHEN – mein prePEEK Outfit 1.2018

Letzte Woche war es wieder soweit: Die Ethical Fashion Show Berlin und der Greenshowroom öffneten wieder ihre Tore. Diesmal allerdings nicht im so wunderbaren aber doch so weit entfernten Funkhaus Nalepastraße, sondern im sehr zentralen Kraftwerk Berlin. Mit dabei: Die Fashion Changers prePEEK Lounge. Nach meinem prePEEK-Outfit-Debut im letzten Jahr, durfte ich mir auch dieses Jahr wieder ein tolles Outfit zusammenstellen – unter anderem mit einem wunderbaren Shirt von Studio JUX und einer Jacke von LANGERCHEN.

Studio JUX kenne ich bereits seit Jahren und besuchte das Label 2015 auch einmal in ihrem Atelier in Amsterdam. Jahr für Jahr entstehen moderne und zum Zeitgeist passende, ganz wunderbare Männer- und Frauenkollektionen. Schon lange sind dabei die Hemden des Labels meine persönlichen Favoriten – und umso mehr freute ich mich, dass studio JUX diesmal auch in der Fashion Changers prePEEK Lounge mit dabei waren. Dass das Label auch Frauen einiges zu bieten hat, zeigt das Outfit meiner Blogger-Kollegin Mia, die eine Hose des Labels mit weiteren Labels aus der Lounge kombiniert. Mehr dazu bei heylilahey.

Wie auch schon 2017 durfte ich aus mehreren tollen Jacken und Mäntel von LANGERCHEN auswählen. Seit 2009 produziert das Label in Shanghai und ist mit seiner nachhaltigen Produktionsstätte ein Pionier in Sachen fairer Arbeitsbedingungen in China. Eine umweltfreundliche und zertifiziert biologische Herstellung ist dabei sowieso selbstverständlich. Die herausragende Verarbeitung und die zeitlosen Schnitte suchen im Eco Fashion Bereich seinesgleichen und macht LANGERCHEN nicht nur zu einem meiner Lieblingslabel.

Mehr über studio JUX in der Fashion Changers prePEEK Lounge

Mein Outfit wird von zwei Evergreens aus meinem Kleiderschrank abgerundet: einer Denim von MUD JEANS und meinen VEJA-Sneakern abgerundet. Wer noch weitere Outfits aus der prePeek-Lounge entdecken möchte, dem sei Instagram bei den Fashion Changers wärmstens ans Herz gelegt.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Jana Braumüller

fuffi_brand – bayerische Handarbeit aus Wien

Vor gut 12 Jahren zog es mich nach Wien. Dort studierte ich Theater-, Film- und Medienwissenschaften und lernte unter anderem meine heutigen Interviewpartnerin kennen. Denn: Marion Grädler war meine Studienkollegin und kurze Zeit später auch eine wunderbare Freundin. Nach dem Studium trennten sich unsere Wege, da es mich nach Berlin zog. Erst vor wenigen Wochen haben wir uns nach Jahren wiedergetroffen und dabei auch über ihr Leben mit Mode gesprochen. Daraus entstand die Idee, nicht nur Marion, sondern auch ihr kleines feines Label fuffi_brand einmal vorzustellen. Also, Vorhang auf!


Liebe Marion, bitte stell’ dich doch einmal meinen Lesern in einigen wenigen Sätzen vor: Wer bist du und was machst du eigentlich so in Wien, deiner Wahlheimat?

Ich bin gebürtige Bayerin, 36 Jahre alt und habe mich vor mittlerweile über 12 Jahren entschieden, in der wunderschönen Stadt Wien zu leben. Anfangs, um hier zu studieren und dann, um hier zu arbeiten. Nach dem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft habe ich eine Ausbildung zur Damen und Herren-Bekleidungsmacherin absolviert und bin parallel durch Zufall in der Filmbranche gelandet. Seitdem arbeite ich für diverse Kino- und TV-Produktionen als Kostüm-Assistentin. Mein Traumberuf, der mir nicht nur wahnsinnig viel Spaß macht sondern der es auch noch zulässt, dass ich nebenbei ein kleines Modelabel führen kann.

Wann hast du dich das erste Mal mit Mode auseinandergesetzt?

Ich glaube wie fast alle Kinder im Alter von drei bis vier Jahren habe ich mir täglich die gleiche Frage gestellt: was soll ich bloß meiner Barbiepuppe heute anziehen? *haha* Und da wir natürlich nicht besonders viele Original-Barbie-Klamotten bekommen haben, habe ich kurzerhand meine Mama (eine gelernte Schneiderin) gebeten, mir Kleider für die Puppe zu nähen, natürlich nach meinen Vorstellungen. Ein wenig später habe ich diese Aufgabe selber übernommen und einfache Sachen genäht. Das war auch gleichzeitig der Zeitpunkt, an dem ich nähen gelernt habe.

Erst viel später habe ich mich dann richtig bewusst und auch kritisch mit Mode auseinandergesetzt, das war während meiner Ausbildung, als ich viel über Materialien, Herstellung und Vertrieb von Mode erfahren habe. Da beginnt man natürlich anders zu denken. Als Kostüm-Assistentin habe ich erneut einen anderen Zugang zu Mode erlangt. Klamotten sollen nicht immer nur gut aussehen, sie sollen dabei helfen, aus einem Schauspieler einen Charakter zu erschaffen, der autenthisch und glaubwürdig eine Rolle verkörpert. Zu guter Letzt natürlich als ich fuffi_brand gegründet habe.

Weshalb hast du fuffi_brand gegründet?

Ich brauchte einen Mantel, der mehrere Funktionen erfüllen sollte. Er sollte fair und nachhaltig in Österreich produziert sowie qualitativ hochwertig sein, mich wärmen, gut aussehen, locker und lässig sitzen und sowohl elegant als auch casual zu tragen sein. Es wurde mir schnell klar: so einen Mantel gibt es (noch) nicht, ich muss die Sache selbst in die Hand nehmen. Nach einigen Schnittzeichnungen und Probemänteln entstand irgendwann der fuffi_brand classic Mantel, ein absoluter Bestseller. Fuffi_brand habe ich sozusagen aus der Not heraus gegründet, etwas haben zu wollen, das es auf dem Markt noch nicht gab.

Was ist für dich das Besondere an deinem eigenen kleinen Label?

Mein eigenes Label bedeutet für mich die absolute Freiheit, Dinge erschaffen zu können, so wie ich sie mir selbst vorstelle und die es vermutlich so noch nicht gibt. Und dass ich damit andere Menschen ansprechen kann, die modetechnisch mit mir auf einer Wellenlänge schwimmen. Ich bin sehr stolz und kann guten Gewissens behaupten, dass meine Mäntel zu 100 Prozent in Österreich produziert werden. Das fängt an bei den Schafen, die die Wolle spenden. Bereits die stehen auf einer österreichischen Weide. Die Stoffmanufaktur ist in einem kleinen niederösterreischen Ort ansässig und verarbeitet die Wolle dort zu einem wirklich außergewöhnlichen Walk-Stoff, der ausschlielich mit reinem Wasser gewalkt wird. Besonders ist natürlich auch, dass ausnahmslos alle Mäntel von mir persönlich genäht werden, auch das Design stammt aus meiner Hand.

„Ich bin es wirklich Leid, auf all den labels ‚made in china‘ zu lesen. Als hätten wir hierzulande nicht die Rohstoffe, das knowhow und die manpower, um unsere Klamotten selbst herzustellen. Im besten Falle natürlich fair und nachhaltig. Es gibt zig tolle Manufakturen in Deutschland und Österreich, die fantastische Stoffe herstellen und zig Labels die daraus coole Anziehsachen machen.“

Wie viele Mäntel hast du denn bislang gefertigt?

Es werden rund 50 gewesen sein.

Gibt es Pläne, die Produktpalette zu erweitern?

Natürlich gibt es die. In meinem Kopf gäbe es tausende Ideen für coole neue pieces. Leider muss ich dazu sagen, dass mir für Neuentwicklungen die Zeit fehlt. Da ich ein Ein-Mann-Unternehmen betreibe, muss ich mich natürlich selbst um sämtliche Bereiche kümmern. Von der Kundenaquise, Marketing-Maßnahmen über die Warenbestellung bis hin zur Produktion und Auslieferung. Das nimmt natürlich einen immensen Teil meiner Zeit in Anspruch. Darunter leidet natürlich der Bereich Entwicklung/Design. Sollte das label in den nächsten Jahren weiter wachsen, könnte ich mir natürlich vorstellen, Mitarbeiter zu beschäftigen und ich könnte mich dann mehr um das Design kümmern, eine Aufgabe, die mich besonders herausfordert und die ich auch besonders gerne mag.

 

Welches Modelabel trägst du selbst am liebsten?

Am liebsten trage ich coole und ausgewählte Second Hand Teile, die eine Geschichte erzählen. Diese kombiniere ich dann mit Stücken sowohl von fairen brands aber auch von ’normalen‘ Marken, die nicht unbedingt explizit nachhaltig produzieren. Letzteres mache ich weil es natürlich auch heute noch ziemlich schwer ist, zu 100 Prozent gut aussehende fairfashion zu finden obwohl der Markt in den letzten Jahren wirklich sehr gewachsen ist. Ich liebe z. B. die Schuhe der Marke VEJA, den minimalistischen Stil von Acne Studios oder die superweichen Shirts von ARMEDANGELS. Lala Berlin trage ich auch hin und wieder, ich mag den kreativen Kopf des Labels, Leyla Piedayesh. Meine Jeans kaufe ich meistens bei Levi’s, die sitzt einfach am allerbesten.

Was wirst du im Januar 2019 machen?

Im Januar 2019 werde ich mich vermutlich so wie gerade jetzt um mein fuffi_brand kümmern und fleißig Mäntel produzieren. Vielleicht dann aber auch schon mit einer Assitentin/Mitarbeiterin. Wer weiß das schon so genau.


Wer mehr über Marion erfahren will, der sollte unbedingt die Website von fuffi_brand besuchen und auch einmal bei Instagram vorbeischauen.

Interview: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Marion Grädler

Va-Va-Voom von Tizz and Tonic

Alles begann vor einigen Monaten mit einem Post, den ich bei Instagram sah. Dort entdeckte ich das laute und unter anderem dadurch für mich so interessante Unterwäschelabel Tizz and Tonic. Im Gespräch mit einer beiden Gründerinnen erfuhr ich nicht nur, dass das Label in Bremen sitzt und von zwei kanadischen Schwestern geführt wird, sondern auch, welche Ziele die beiden mit ihrem eigenen Label verfolgen.


It all started with an Instagram post. Due to some reviews about eco lingerie labels, I discovered this loud and interesting label named Tizz and Tonic. After some digging I got in contact with Imke, one of the founders of the Bremen based label. In this interview, Imke tells us more about the first steps of Tizz and Tonic, the lingerie, her ambition and about her current hometown, Bremen.

Imke, could you please introduce Tizz and Tonic to us!

We launched Tizz & Tonic in March this year out of our small Bremen-based studio where all of our intimates are made. We – Yanna and me – are two Canadian girls with a strong desire to create eco-friendly intimates that have a punch of va-va-voom to them. We want to break the stigma that organic garments are often boring. We believe sass & attitude can go hand in hand with sustainable & organic products.

What is your personal background?

I’m a graduate of George Brown’s Fashion Techniques program & my sister has a Bachelor of Science with a focus on sustainability.

Why have you chosen to launch an own label?

We launched Tizz & Tonic on the platform of our expertise, love for the environment & passion for making women feel wildly good

Tizz and Tonics are eco intimates. But how eco are they?

All of our intimates are handmade by us using toxic-free prints & organic cotton in small scale production. We’ve just introduced three new textiles to our current fall collection which were printed in Berlin using zero water & toxic free dyes. Yay! Additionally, we’re currently having our organic cotton Haus Hoodies made in a small GOTS certified factory in Northern India.

What is, for you, the most difficult part in designing your „eco-intimates“?

The most difficult part of designing our intimates would be figuring out sizing. We want to be able to accommodate many different body shapes so all of our designs are made to be flexible fitting and not too ’structured“ i.e cupped bras. The biggest problem at this moment is that our sample size is quite small (size 36) and we don’t have access to larger fit models to create items past size L. We are working on that though – it will just take time.

Is there any label you’ve been influenceds by?

As for brands, there are so many wonderful vibrant brands in the world that I adore so it’s hard to narrow it down. I try to find most of my inspiration outside of fashion because I’m impressionable & looking elsewhere gives me a fresh perspective. I actually find a lot of my inspiration and colour combination ideas from interior design.

What is your favorite peace of Tizz & Tonic?

My current favourite piece is the so called „Surprise Pantys„. Our customers can select from three different cuts of underwear (Cheeky, Hipster or High-waisted), but they don’t know the actual print until it arrives at their door! We created this product because we know everyone deserves a little surprise once in a while and it gives us a nice chance to use out our ‚dead-stock‘ fabric (cottons we have extra of or leftover from previous seasons), introduce new prints that will be featured in the upcoming months and ultimately get creative.

An obvious question for me: Why Bremen?

I moved to Germany a few summers ago to get away from my life in Toronto and to do something new for a while. I always planned to move here because I have a lot of German family. My mom was born and raised in Münster but moved to Canada in her 20’s. Bremen was a good option because my family had a small apartment set-up for me and it’s a cool small city. It’s sort of the underdog of German places to visit.

What is your favorite spot of this German underdog?

My favourite spot in Bremen is a bar called Muchos Mas. The owner is from New Zealand but half Spanish. He’s young and well connected and it’s the spot to go to if you’re a foreigner looking for live music and easy Spanish tapas. Otherwise my favourite district in Bremen to meet others would be the Viertel. It’s messy, and loud and there is always something to do.

Thanks for your time, Imke!

Wanna know more about Tizz and Tonic? Then check out their website and online shop and discover this special Va-Va-Voom effect.

Interview: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Tizz & Tonic

Auf eine Wurst

Wer unsere Touren schon länger verfolgt, weiß, dass es einen obligatorischen Wurst-Post gibt. Das war damals, in unseren Anfangszeiten, in Schöneberg so. Das war an einem wunderbaren Herbsttag auch im Funkhaus Nalepastraße so und auch dazwischen, auf dem Gelände des Westhafens, von dem wir so nett vertrieben wurden. Die Wurst hat es uns also angetan und so war es nicht weiter verwunderlich, dass wir am Ende der „Endzeit in Weißensee“ noch in Konnopke’s Imbiß (sic) einkehren mussten. Zunächst überraschte uns die Anmutung eines American Diners, dann die breite Auswahl an Wurst-Spezialitäten. Wir blieben aber beim Klassiker und aßen ’ne Curry mit Pommes Schranke.

Nachdem die Dunkelheit bereits hereingebrochen war, wechselte ich noch vor dem Stopp am Milchhäuschen bereits mein Outfit. Dabei kam COVER zum Einsatz, mein neues Rollkragenshirt von FUNKTIONSCHNITT. Das Label kennt ihr bereits, hatte ich es Euch doch schon mehrfach ans Herz gelegt. Die Basic-Spezialisten aus Köln haben mit COVER einen Volltreffer geleistet. Ein Langarmshirt, aus 100 Prozent australischer Merino-Wolle (ohne Mulesierung), Temperatur regulierend und dazu noch körpernah geschnitten, das sich ideal für die kalten Temperaturen eignet und zu jeder Gelegenheit getragen werden kann. Eben auch für den beherzten Biss in eine Wurst, die es bei Konnoke’s mittlerweile auch als vegane Variante gibt. Zeiten ändern sich.

Zurück zu unserer letzten Tour 2017 – der "Endzeit in Weißensee"

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: René Zieger

COVER wurde mir von FUNKTIONSCHNITT zur Verfügung gestellt. Dies schmälert in keinster Weise meine Objektivität. Wer Basics von FUNKTIONSCHNITT schon einmal getragen hat, weiß die ausgezeichnete Qualität sehr zu schätzen. Wer COVER in einem weiteren Outfit begutachten möchte, dem empfehle ich eines meiner prePEEK-Outfits aus der Fashion Changers Lounge.

Vom Vintage verweht

Ich hoffe, Dendemann sieht es mir an dieser Stelle nach, dass ich dreist bei ihm geklaut habe und den Titel seines letzten Albums für diesen Artikel verwende. Doch irgendwie passt er doch so sehr auf eines meiner Lieblingsstücke, die ich seit Jahrzehnten in meinem Kleiderschrank habe. Genauer: In meinen Kleiderschränken, Mehrzahl. Denn meine Lumberjack-Jacke von Levi’s ist ein Original aus den letzten Zügen der 1990er Jahre. Sie blieb mir immer erhalten und machte den ein oder anderen Umzug mit. Doch so richtig wiederentdeckt habe ich sie erst vor einige Jahren in meinem Elternhaus.

An einem dieser manchmal dann doch kalten Tage in Neuhof streifte ich sie mir über und fragte mich, warum ich sie so lange aus dem Blick verloren hatte. Die richtige Größe, entspannter Schnitt, gut kombinierbar zu meinen anderen Klamotten. Darüber hinaus hält sie einfach schon seit knapp 20 Jahren und muckt noch nicht einmal auf, wenn man sie etwas gröber anpackt. Sie ist zudem ein bißchen aus der Zeit gefallen – und wieder auch nicht. Denn: Vintage ist und bleibt ein großer Trend. Ein Trend, der an mir vollkommen vorbeiläuft, wie ich gestehen muss. In meinem Kleiderschrank sind nämlich genau zwei Dinge Vintage: Diese Jacke und ein Oberteil von VinoKilo. Eine Ausnahme gab es noch, auch für meine Z²-Reihe mit René: Ein Blouson aus dem Schrank von Schwipp-Oma Margot aus Dessau, den wir Euch schon einmal vorgestellt haben.

Auf den Fotos seht ihr noch einige weitere Lieblingssachen von mir:

  • meine THE JACKET von JECKYBENG,
  • meine Denim von ARMEDANGELS sowie
  • meine weißen Sneaker von VEJA und
  • meinen neuen Rucksack namens VICTOR von FREITAG

Zurück zu unserer letzten Tour 2017 – der "Endzeit in Weißensee"

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: René Zieger

Unterwegs

E ntlang der langen Flure gehen viele verlassene Räume ab. Durchstreift man das Hauptgebäude des Kinderkrankenhaus Weißensee merkt man, wie groß der Komplex ist, der mittlerweile vollständig zugewuchert ist. Dass sich hier niemand um etwas kümmert, merkt man an jeder Ecke, die seit 2005 sich selbst überlassen wird. In diesem Setting finden sich immer tolle Plätze, an denen das Licht dann doch einmal gut fällt und die Hintergründe sich für das ein oder andere Foto lohnen.

Mit FREITAG auf Tour

Auf unserer Tour hatte ich alle Outfits in meiner neuen FREITAG Backpack dabei. VICTOR ist im letzten Jahr mein ständiger Wegbegleiter geworden. Nicht nur hat er mich gut durch den verregneten Sommer in Berlin gebracht, sondern hat auch alle anderen Tücken des Alltags gut überstanden: Laptop sicher transportiert, Einkäufe jeglicher Größe beherbergt – oder eben auch Ausflüge wie diesen erst durch sein Fassungsvermögen so unkompliziert gemacht. Die Tasche besteht übrigens aus gebrauchten Sicherheitsgurten, gebrauchten LKW-Planen sowie Fahrradschläuche – und toll ist, dass dies kaum mehr ins Gewicht fällt, sondern bei FREITAG zum allseits anerkannten Markenzeichen wurde.

Ein besonders schöner Neuzugang in meinem Kleiderschrank ist GREY HEATHER. Die College-Drop-Out-Jacke besteht aus FREITAG Denim Twill (81 % Leinen / 19 % Hanf) sowie am Kragen und an den Ärmeln aus FREITAG French Terry Brushed (66 % Modal / 24 % Viskose / 10 % Leinen). Sie hat zwei schräge Leistentaschen vorne und zwei in der Innenseite versteckten Taschen. Sie sieht nicht nur verdammt gut aus, sondern trägt sich auch extrem gut und lässt sich sowohl zu Shirts als auch Hemden gut kombinieren. Ich trage sie sehr sehr gerne. Der Clou: Sie ist zu 100 Prozent kompostierbar, inklusive dem speziellen Nähgarn und den Knöpfen aus Steinnuss. Ein großes Lob an FREITAG für diese signifikante Weiterentwicklung im Rahmen von F-ABRIC!

A propos Kombinationsmöglichkeiten: Auch ein Sweater passt natürlich dazu. Für unsere Tour hatte ich dafür den Light Knit #POCKET aus dem Hause Recolution mit dabei. Auf meiner Suche nach einem schönen minimalistischen Sweater bin ich bei diesem Rundhals-Pullover aus Baumwoll-Strick im körpernahen Schnitt gelandet, der mich zudem damit positiv überraschte, nur einen ganz dezenten, Ton in Ton Logo-Badge am unteren Saum zu haben. Ein Pullover für alle Fälle!

Zurück zu unserer letzten Tour 2017 – der "Endzeit in Weißensee"

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: René Zieger

Sowohl VICTOR als auch die College-Jacke wurden mir von FREITAG zur Verfügung gestellt. Dies trübte allerdings in keinster Weise meine Einschätzung zu diesen beiden formidablen Produkten. Der Sweater von Recolution war bereits vor der Tour Bestandteil meines Kleiderschrankes und kann ebenfalls nur wärmstens empfohlen werden.