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Mein prePeek Outfit

Die neuesten Teile aus der Herbst/Winter 2018 Kollektion anprobieren? Da konnte ich kaum „Nein“ sagen, als ich zum ersten Mal von der Fashion Changers x prePeek Bloggerlounge gehört habe. Am letzten Dienstag konnte ich mir dann aus einer Auswahl von 26 Labels, darunter glücklicherweise auch genügend Teile für Männer, mein prePeek-Outfit aussuchen. Nach dem Ankleiden ging es dann für alle, die ihr Outfit nicht nur im Spiegel sehen wollten, in den obersten Stock in der Messehalle des Funkhaus Berlin. Dort war eine lichtdurchflutete Halle für den prePeek-Shoot vorbereitet worden und wartete nur darauf auf die Protagonistinnen und Protagonisten, die vor die Linse von Fotografin Lydia Hersberger traten.

Zu meiner eigenen Denim von Mud Jeans kombinierte ich ein Cape von LangerChen, einen Pullover von Myrka Studios und Espadrilles von Slowers. Das Cape heißt Mora und ist genau genommen Regencape aus Bio-Baumwolle mit Membran und mit hydrophober Ausrüstung, die das Wasser abperlen lässt. Klingt abgefahren – ist es auch! Die Membran sorgt dafür, dass kein Wasser durchgeht. Die Baumwolle kann sich zwar im Regen von außen mit Wasser vollsaugen, das stoppt dann aber auf der Membran und so wird man nicht nass. Besonderes Highlight: die getapten Nähte. Diese sorgen dafür, dass auch durch die Nähte kein Wasser eintreten kann. Was auf den Fotos nicht zu sehen, aber ein weiterer Vorteil des Capes ist: Langerchen hat es mit vielen praktischen Taschen ausgestattet, an die man immer herankommt. Der Clou schlechthin ist aber das Backpack-System. Perfekt für unser deutsches Übergangswetter – nur zu gut in den letzten Wochen in Berlin erlebbbar. Wird es trotz Regenankündigung noch sonnig und warm, kann man das Cape ganz easy abnehmen und locker auf dem Rücken tragen. Das Cape wird am Mitte/Ende Februar 2018 erhältlich sein.

Schlichter, aber nicht minder spektakulär ist das Sweatshirt von Myrka Studios aus dem erfolgreichen Crowdfunding. Ein Sweatshirt mit ausgefallenen Details, wie die offen verarbeiteten Kanten und die Reißverschlüsse machen dieses Teil zu etwas Besonderem für jeden Tag. Extrem weich und flauschig dank Bio-Baumwolle wird das Sweatshirt ab Ende August für alle Crowdfunder verschickt und in einer kleinen Stückzahl auch für alle Anderen online verfügbar sein. Ich bin mir sicher, dass eines der Exemplare auch in meinen Kleiderschrank wandern wird. Abgerundet wird das Outfit noch von den veganen Espadrilles von Slowers aus Spanien, die ideal für den Sommer sind und mit ihrer Farbmix sehr gut zum gesamten Outfit passten.

Weitere Outfits aus dem prePeek Shoot gibt es auf Instagram bei den Fashion Changers!

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Lydia Hersberger

Fashion Changers x prePeek – das Green Fashion Meetup deines Vertrauens

Am Dienstag war es soweit: die Ethical Fashion Show Berlin und der Greenshowroom debutierten im Funkhaus Nalepastraße – ihr erinnert euch sicherlich an unsere dreiteilige Z² – Zahn und Zieger unterwegs aus dem Herbst 2015 – und haben aus meiner Sicht endlich ein würdiges Ambiente für die beiden Grüne Modemessen gefunden. Dort feierte auch unsere neue Bloggerlounge ihre Premiere: die Fashion Changers x prePeek im 1. OG der Messehalle lud die Grüne Modebloggerszene zum Networking ein und war, so viel sei bereits im Intro verraten, ein voller Erfolg.

Ins Leben gerufen und organisert wurde das Event von den Fashion Changers, namentlich von Jana (Not Another Woman Mag), Vreni (Jäckle & Hösle) und Nina (pink & green), in Kooperation mit dem Greenshowroom und der Ethical Fashion Show. Über 200 Menschen kamen an den beiden Tagen der Veranstaltung und informierten sich über die neuesten Trends der Grünen Mode, tauschten sich aus und konnten die neusten Kollektionen aus dem fairen Modebereich anschauen, anprobieren und direkt vor Ort shooten. Das von der Kleiderei zur letzten Saison zum erst Mal eingeführte prePeek Konzept erfreute sich großer Beliebtheit: Unter der Leitung von Lydia Hersberger (Myrka Studios) shooteten die Anwesenden mehr als 100 Looks mit 26 teilnehmenden Labels. Auch ich habe mir ein Outfit zusammengestellt, bestehend aus einem Cape von Langerchen, einem Pullover von Myrka Studios und Schuhen von Slowers. Der prePeek war eine tolle Ergänzung zu den anderen Angeboten der Veranstaltung. Diese waren aber nicht minder nachgefragt: der Green Beauty Corner, die Knowledge-Ecke rund ums Thema Fair Fashion und Nachhaltigkeit sowie ein leckeres Catering und der Fashion Changers Talk zum Thema „Mode & Feminismus“ mit Kordula Wick (Senior-CSR-Consultant bei Systain) und Julia Korbik (Freie Journalistin und Autorin).

Ich persönlich habe ich mich vor allem sehr gefreut, die Szene weiter wachsen zu sehen und auf der Fashion Changers x prePeek Bloggerlounge die Gelegenheit bekommen zu haben, viele Blogger*innen erneut persönlich zu treffen. Sowohl das Funkhaus als auch die neue Bloggerlounge werden der Grüne Mode(blogger)szene gut tun und zu einem gesunden Selbstbewusstsein führen, dass wir benötigen, um die Modeindustrie zu ändern – #letschangethatfashiongame.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Hanna Hempel (Event) / Lydia Hersberger (Looks)

pré – Basics per Pre-Order

Mode steht nie still. Dies erleben wir Modemenschen nicht nur gerade anlässlich der ausklingenden Fashion Week Berlin hautnah, sondern auch bei vielen guten Ideen, die in diesem Jahr von jungen Modemacherinnen und Modemachern umgesetzt wurden. Ein Beispiel für neue Wege ist pré, deren Konzept und Kollektion ich euch heute vorstellen werde.

Das im Oktober 2016 in Berlin gegründete Label steht für nachhaltige Basics durch und durch. Per Online Direktvertrieb bietet pré Premium Basics aus nachhaltiger Fertigung zur Vorbestellung an. Durch dieses Prinzip spart das Label Kosten für Überproduktion und Lagerung ein sowie weitere Kosten für Mittelsmännern. Daraus resultiert auch ein durchaus bezahlbarere Preis für nachhaltig und ethisch gefertigten Produkte. Seit dem 23. Juni können auf der pré-Website neue Kleidungsstücke vorbestellen:

  • Light Unisex Pima T-Shirts
  • Tops für Frauen
  • Unterwäsche und
  • Socken

Ganz im Sinne einer transparenten Unternehmensführung sind sämtliche Infos über Hersteller, Materialien und Prinzipien auf der Website des Labels transparent dargestellt.

Wer die neue Basic-Kollektion von pré richtig gut findet, sollte nicht lange zögern, denn diese ist nur noch bis Sonntag verfügbar. Bestellt wird einfach und direkt über pre-studios.com.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Stini R.
Retouch: Filiz Dubois

Nothing to hide

ARMEDANGELS sind in diesem Jahr 10 Jahre alt geworden. Anlass genug für mich, auf diese 10 Jahre zurückzublicken. Und natürlich auch Anlass genug, sich in Schale zu schmeißen und nach meinem letztjährigen Ausflug mit René zum Checkpoint Bravo sowie zu Albrechts Teerofen wieder einmal in einige schöne Teile des Kölner Labels zu schlüpfen.

Den Mason Parka ergatterte ich Anfang des Jahres im Sale im Berliner Supermarché gemeinsam mit einem schicken Longsleeve. Das „Nothing to hide“-Statement-Shirt wiederum legte ARMEDANGELS zum Rahmen der Fashion Revolution Week 2017 extra auf. Neuzugang Nummer 3 ist meine Dylan Denim in einem Regular Fit, die sich sehr entspannt trägt und bisher auch alle Härtetest im Alltag gut überstanden hat. Abgerundet wird das Outfit noch mit meiner liebsten Sneaker-Brand: VEJA aus Frankreich haben mit dem SDU einen tollen veganen Sneaker auf den Markt gebracht, den ich in einer hellen Farbkombination ausgewählt habe (Modell Nummer 4 im Hause Zahn).

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01. Mason Parka
02. Statement Shirt „Nothing to hide“
03. Dylan Denim Regular fit
04. SDU Sneaker von VEJA

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Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: René Zieger

ARMEDANGELS – Seit 10 Jahren nichts zu verbergen

Eines der größten Fashion Labels Europas, für die eco & fair selbstverständlich ist, feiert in diesem Jahr Jubiläum: ARMEDANGELS aus Köln werden 10 Jahre alt. Aus einer Idee, T-Shirts zu produzieren, wurde ein gestandenes Unternehmen, das im zurückliegenden Jahr 872.000 Teile produziert hat und in ihrem Blog „Nothing to hide“ nach und nach die gesamte Lieferkette – vom Entwurf bis zum fertigen Produkt – offenlegen, um zu zeigen, was das Label mit ihren Partnern schon alles erreicht haben und woran sie noch arbeiten. Anlass genug, einen etwas genaueren Blick auf die Kölner zu werfen und ihre Mode zu zeigen.

„Der totale Verzicht ist in unserer Gesellschaft nicht realistisch. Viel wichtiger ist es uns, zu vermitteln, bewusst zu konsumieren“, so CEO und Mitgründer Martin Höfeler. Nachhaltige Materialien, faire Arbeitsbedingungen und gutes Produktdesign schließen sich in seinen (und natürlich nicht nur in seinen) Augen nämlich nicht aus. Dieser Dreiklang gelingt ARMEDANGELS von Saison zu Saison immer besser und stilvoller.

Einige Meilensteine in der Geschichte von ARMEDANGELS:

  • September 2007: ARMEDANGELS gewinnt den Gründerpreis der Wirtschaftswoche und wird Fairtrade-zertifiziert
  • 2011: Alle Prozesse der Lieferkette werden auf GOTS umgestellt
  • 2015: Das Label wird Mitglied der Fair Wear Foundation
  • 2016: 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 900 Verkaufsorte in 18 Ländern
  • 2017: Bei 3,4 Millionen produzierten Styles innerhalb von 10 Jahren wurden im Vergleich zu konventioneller Mode 2.700 Kilogramm Pestizide und 350.000 Kilogramm Düngemittel sowie 2,8 Milliarden Liter Wasser eingespart

Beeindruckende Zahlen! Doch wenn wir ehrlich sind: All diese tollen Fakten und Zahlen zählen nichts, wenn der Konsument nicht vom Produkt überzeugt ist. Nicht nur von den inneren Werten, sondern eben auch von der Verarbeitung und natürlich dem Aussehen. Parallel zu den genannten Meilensteine hat sich auch der ARMEDANGELS-Stil in den zurückliegenden Jahren weiterentwickelt. Vom T-Shirt mit dem Engel zu Bekleidung mit Stil – immer ehrlich, eco und cool. So unter anderem in der Herbst/Winter 2017 Kollektion zu sehen.

Meine persönliche ARMEDANGELS-Geschichte begann vor einigen Jahren mit einem dunkelblauen Longsleeve als klassisches Basic. Durch das Bloggen kamen dann Schritt für Schritt weitere Stücke hinzu. Mittlerweile habe ich eine Denim, zwei weitere Oberteile und einen schönen Parka des Labels, den ich im Sale im Supermarché letztes Jahr ergattert habe. Und daraus haben René und ich im Rahmen unserer letzten Tour ein kleines Outfit zusammengestellt.

Das ganze Outfit gibt es hier zu entdecken.

Wer bereits Lust auf die neue Frühjahr/Sommer 2018 Kollektion hat, der sollte sich in den nächsten Tagen auf der PREMIUM einfinden. Schwerpunkt wird das ausgebaute vegane, chlorfreie und GOTS-zertifizierte Denim-Sortiment und die neuen Frauen- und Herrenkollektionen sein.

ARMEDANGELS auf der PREMIUM | 04. – 06. Juli 2017 | STATION BERLIN | Luckenwalder Str. 4-6 | 10963 Berlin | Stand H3-A02

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: ARMEDANGELS (Martin Höfeler/Kollektion) sowie René Zieger

Kopfarbeiter, aufgepasst!

Erinnert ihr euch noch an die F-ABRIC Premierenkollektion von Freitag aus dem Jahr 2015? Ich habe damals einige Teile testen dürfen und war von der Qualität der zum Teil gänzlich neuen Stoffe aus dem Haus der Gebrüder Freitag sehr überzeugt. Die 2017er-Kollektion von F-ABRIC trägt den Namen „Brainworker’s Wear“ und richtet sich natürlich an uns, die tippenden Kommunikations- und Ideenmonster hinter unseren Laptops und in Co-Working-Spaces. Und für uns hat sich Freitag wieder einmal mächtig ins Zeug gelegt.

Ob nun der Kampf um den letzten Platz im Café um die Ecke mit optimalem Wifi oder um den letzten Sitzplatz in der überfüllten U-Bahn, das Hetzen von einem Termin zum nächsten oder einfach nur zur Kita, um das Kind rechtzeitig abzuholen – Arbeitskleidung muss heuzutage ganz anderen Anforderungen standhalten und idealerweise auch noch so gut aussehen, dass man damit sowohl den Geschäftstermin bestreiten und auf dem Spielplatz eine gute Figur abgeben kann. Immer schön locker und lässig, mag man meinen. Die feuchtigkeitsregulierenden und antibakteriellen Eigenschaften der Flachs- und Hanffasern, die für F-ABRIC verwendet werden, helfen auch bei Nervosität und Angstschweiss. Die Kollektion wurden unter fairen Bedingungen in Europa produziert und löst sich am Ende eines jeden Lebens – auch dem der eigenen Kleidungsstücke – restlos auf dem Komposthaufen hinter dem eigenen Gehöft in Brandenburg auf. Schlechtes Gewissen: Nicht notwendig.

Meine beiden Lieblinge sind:

  • E154 FEMALE OVERALL ist ein wunderbarer Blaumann bzw. eine Blaufrau, wie sie im Arbeitskleidungsbuche steht. Ein moderner
    Overall für maximale Bequemlichkeit mit maximalem Industriegeschichtsbewusstsein.
  • E832 MALE JACKET ist eine College-Jacken-Hommage mit Worker Attitude, die ich euch demnächst noch genauer vorstellen werde.

Darüber hinaus überzeugen neben den Basics vor allem der E172 FEMALE DRESS – ein Kleid mit angeschnittenen Ärmeln aus leichterem Stoff, dank dem die Silhouette schön weich fällt – und der E451 FEMALE COAT – ein femininer, leichter Mantel, der drüber und auch drunter als Kleid getragen werden kann – auf voller Linie. Erhältlich ist die neue Kollektion natürlich online auf freitag.ch sowie in den Concept Stores.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Peter Hauser

Aus dem Herzen Palmas – Taschen von Maravillas Bags

Während meines Urlaubs auf Mallorca im März habe ich nicht nur Suite 13 einen Besuch abgestattet, sondern auch Christina Bussmann kennengelernt. Im Atelier von Suite 13 sitzt die Designerin nämlich mit ihrem eigenen Label Maravillas Bags und entwirft dort Taschen und Accessoires aus Leder sowie aus Fasern der Ananas-Blätter.

Die Taschen und Accessoires von Christina entstehen in Handarbeit und unter fairen Arbeitsbedingungen. Im Sortiment sind Taschen, ein Rucksack sowie ein Weekender, eine Notebook-oder Tablet-Mappe sowie Geldbörse, Portemonnaie und Handytäschchen zu finden. Für die vegane Ananas-Kollektion wird Piñatex™ verwendet, einem rein pflanzlichen Material mit einer ganz markanten Oberflächenstruktur. Die Taschen und Accessoires aus der Leder-Kollektion bestehen aus pflanzlich gegerbtem Leder und weisen eine glatte Oberfläche auf. Durch die regionale Produktion aus Mallorca und durch Menschen aus der Region erspart sich Christina auf diese Weise auch lange Transportwege. 

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Soravit L

Einfach leben – Minimalismus für den Coffee Table

Einfach leben ist ein schöner Vorsatz. Zum einen bedeutet es, sich auf die einfachen Dinge des Lebens zu konzentrieren, zum anderen sich auf das Leben an sich zu fokussieren und im Hier und Jetzt zu sein. Doch so simpel „Einfach leben“ klingt, so schwer ist es doch, dies im Alltag wirklich zu leben. Lina Jachmann hat sich in ihrem Buch „Einfach leben. Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil“ diesem Thema ausführlich gewidmet und sucht Antworten auf die Frage, wie das nun gehen mag, mit diesem einfachen Leben.

Minimalismus kennen wir, meistens aus dem Leben anderer. So sehr ich zum Beispiel das Konzept des Minimalismus schätze, lebe ich selbst kaum danach. Dafür besitze ich schlichtweg zu viele Dinge:

  • Dinge, die mich in meinem Alltag begleiten.
  • Dinge, die mich an meine Kindheit und Jugendzeit erinnern.
  • Dinge, die in den gemeinsame vier Wänden meiner Freundin und meinem Kind gehören.

Dazu gehören aber auch Dinge, die ich noch nicht einmal seit dem Einzug in unsere gemeinsame Wohnung vor knapp 5 Jahren wieder in der Hand gehalten habe, die weder gebraucht noch vermisst werden. Ein klassischer Fall für den Flohmarkt. Doch der Stand wartet zumindest bei mir schon seit 3,5 Jahren auf eine erneute Buchung.

Aus meinem eigenen Alltag kenne ich es also, dass einfach leben gar nicht so einfach umzusetzen ist. Lina Jachmann gibt in ihrem Guide eine Idee davon, wie es gehen könnte – mit Geschichten anderer in Homestorys und Interviews sowie praktischen Tipps für erste wichtige Schritte. Dazu zählt zweifelsohne, Abschied zu nehmen und durch weniger Besitz eine höhere Lebenszufriedenheit zu erlangen. Die 80-20-Regel – wir benutzen 20 Prozent unserer Sachen 80 Prozent der Zeit – oder auch die Monatschallenge – eine Aufgabe pro Tag, die sich damit beschäftigt, Dinge loszuwerden – kannte ich bisher nicht. Dabei ist die 80-20-Regel eine interessante und zutreffende Feststellung, die das Abschiednehmen von Dingen erleichtert; die Challenge wiederum andere eine wirkliche Herausforderung, die im Alltag auch gemeistert werden kann.

 

„Einfach leben“ gibt vor allem Inspiration: Zu den vier Bereichen „Wohnen“, „Mode“, „Körper“ und „Lifestyle“ lässt Lina Jachmann spannende Persönlichkeiten zu Wort kommen, die Minimalismus leben und/oder einen guten Lebensstil praktizieren. Dabei stellt sich auch heraus, dass Minimalismus für sich selbst definiert werden muss. Denn nicht für jede/n ist es möglich und praktikabel, nur 50 Dinge zu besitzen wie Joachim Klöckner. Der Guide soll auch aufzeigen, dass es generell gut ist, sich den schönen Dingen des Lebens zuzuwenden, die für uns und unsere Umwelt gut sind. Fast Fashion zählt definitiv nicht dazu, Fair Fashion schon eher.

In ihrem Mode-Kapitel lässt sie viele Grüne Mode Protagonisten zu Wort kommen, unter anderem stellen Justine und Alex zum Beispiel das Experiment 333 vor, sprechen Anna und Jula über ihr Label JAN N JUNE und zeigen Pola und Thekla ihre Kleiderei. Fehlen dürfen natürlich auch Anna und Marcus nicht, die im abschließenden Kapitel „Minimalismus & Lifestyle“ über ihr Landleben berichten.

Lina Jachmanns Guide bietet viel Inspiration und viele nützliche Tipps. Für mich hat sich die Lektüre definitiv gelohnt. Zum Schluss dieses Reviews folgen deswegen meine 4 „Einfach leben“-Kapitel und -Tipps, die ich richtig gut finde und ab sofort mehr beherzigen werde:

  1. Der Minimalismus-Monat
  2. Die sieben besten Pflanzen für Minimalisten
  3. Die Pomodoro-Technik für effektives Arbeiten
  4. Das Experiment 333

Einfach leben von Lina Jachmann ist 2017 im Knesebeck Verlag erschienen und ist im gut sortierten Fachhandel erhältlich. Und immer daran denken: Support your local book dealer.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Knesebeck Verlag

Ins Netz gegangen

Sportlich, schick und clever. Auf diese drei Eigenschaften könnte man die Premium Swimwear des 2016 gegründeten Bademodenlabels Woodlike Ocean von Sonja und Maurico Palma reduzieren. Nur würde man dann der Swimwear einfach nicht ganz gerecht. Modern, nahtlos und regenerativ müssten ebenfalls als Attribute hinzugefügt werden. Doch über diese bloßen Beschreibungen geht das Hamburger Label noch hinaus.

Das Paar teilt die gemeinsame Liebe zum Meer, exotische Strände und einen gesunden Lebensstil. Die Kollektion der beiden Designer besteht aus vier unterschiedlichen Bikini-Ober- und Unterteilen sowie drei unterschiedlichen Einteilern in verschiedenen Farben und Mustern, die extra für verschiedene Sportaktivitäten – ob nun Yoga, Stand-Up-Paddling oder eine Surf-Session – entwickelt wurden. Sehr clever: Die Bikinis sind frei kombinierbar und werden einzeln verkauft. Viele Teile sind wendbar und einige Tops haben federleichte herausnehmbare Cups, die fast unsichtbar sind. Sie bieten totale Bewegungsfreiheit und bedecken zeitgleich genug, dass frau sich jederzeit wohl fühlt. Verwendet werden hochwertige italienische Stoffe, hergestellt aus regenerativem Econyl® Garn (Econyl® verwendet wiedergewonnene Fischernetze und andere recycelte Materialien für die Produktionsverfahren, woraus ein neues hochwertiges Garn gewonnen wird). Produziert wird in einem türkischen Betrieb, der sich auf die Produktion für Startups spezialisiert hat.

Mit den Bikinis und den One Pieces schüren Sonja und Mauricio natürlich das Fernweh, doch auch für den ökologisch korrekten Urlaub an der Ostsee oder in heimischen Seen ist die Bademode ideal geeignet. Demnach nix wie in den Online-Shop von Woodlike Ocean und den nächsten Sprung ins Kühle naß im schmucken Outfit planen.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Sonja und Maurico Palma

Willst auch du einen #KarmaBag?

Erst Sneaker, jetzt Rucksack: Die Macherinnen und Macher hinter den Karma Chucks haben sich etwas Neues ausgedacht und möchte mit euch gemeinsam jetzt den Karma Bag auf die Straße bekommen. Beim #KarmaBag handelt es sich um einen von der Crowd mitgestalteten, nachhaltig produzierten Rucksack. Unter der Federführung von Mela Wear, die ihr auch auf der diesjährigen Ethical Fashion Week Berlin besuchen könnt, unter fairen Bedingungen in Indien hergestellt. Und jetzt kommt ihr wieder ins Spiel: Über das Crowdfunding bei Startnext sucht das Team der Karma Classics noch 500 Prosument*innen – PROduzent*innen, die auch KonSUMent*innen sind –, um die Produktion ins Rollen zu bringen!

Wer noch weitere Details benötigt:

  • Die Bio-Baumwolle stammt von Nobel Ecotec.
  • Der #KarmaBag wird in einer Fairtrade zertifizierten Fabrik in Kalkutta hergestellt.
  • Das Leder kommt pflanzlich gegerbt aus Chennai.
  • Bis auf die Metallschnallen (China), stammt die gesamte Lieferkette aus Indien und wird in regelmäßigen Abständen von Partner Mela Wear besucht.

Amira Jehia, Jakob Listabarth, Shai Hoffmann und Nona Schmidt hoffen nach der erfolgreichen Crowd-Design-Phase nun auch auf eine Crowd-Funding-Phase. Auf Startnext könnt ihr euch den #KarmaBag in unterschiedlichen Farben und Badges (mit Leder oder vegan) aussuchen. Wer also noch auf der Suche nach einem bequemen, funktionalen und gleichzeitig minimalistischen Rucksack ist und die Idee hinter dem #KarmaBag gut findet, sollte nicht mehr allzu lange zögern.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Karma Classics