Monate: Juni 2017

Kopfarbeiter, aufgepasst!

Erinnert ihr euch noch an die F-ABRIC Premierenkollektion von Freitag aus dem Jahr 2015? Ich habe damals einige Teile testen dürfen und war von der Qualität der zum Teil gänzlich neuen Stoffe aus dem Haus der Gebrüder Freitag sehr überzeugt. Die 2017er-Kollektion von F-ABRIC trägt den Namen „Brainworker’s Wear“ und richtet sich natürlich an uns, die tippenden Kommunikations- und Ideenmonster hinter unseren Laptops und in Co-Working-Spaces. Und für uns hat sich Freitag wieder einmal mächtig ins Zeug gelegt. Ob nun der Kampf um den letzten Platz im Café um die Ecke mit optimalem Wifi oder um den letzten Sitzplatz in der überfüllten U-Bahn, das Hetzen von einem Termin zum nächsten oder einfach nur zur Kita, um das Kind rechtzeitig abzuholen – Arbeitskleidung muss heuzutage ganz anderen Anforderungen standhalten und idealerweise auch noch so gut aussehen, dass man damit sowohl den Geschäftstermin bestreiten und auf dem Spielplatz eine gute Figur abgeben kann. Immer schön locker und lässig, mag man meinen. Die feuchtigkeitsregulierenden und antibakteriellen Eigenschaften der Flachs- und Hanffasern, die für F-ABRIC verwendet werden, helfen auch …

Aus dem Herzen Palmas – Taschen von Maravillas Bags

Während meines Urlaubs auf Mallorca im März habe ich nicht nur Suite 13 einen Besuch abgestattet, sondern auch Christina Bussmann kennengelernt. Im Atelier von Suite 13 sitzt die Designerin nämlich mit ihrem eigenen Label Maravillas Bags und entwirft dort Taschen und Accessoires aus Leder sowie aus Fasern der Ananas-Blätter. Die Taschen und Accessoires von Christina entstehen in Handarbeit und unter fairen Arbeitsbedingungen. Im Sortiment sind Taschen, ein Rucksack sowie ein Weekender, eine Notebook-oder Tablet-Mappe sowie Geldbörse, Portemonnaie und Handytäschchen zu finden. Für die vegane Ananas-Kollektion wird Piñatex™ verwendet, einem rein pflanzlichen Material mit einer ganz markanten Oberflächenstruktur. Die Taschen und Accessoires aus der Leder-Kollektion bestehen aus pflanzlich gegerbtem Leder und weisen eine glatte Oberfläche auf. Durch die regionale Produktion aus Mallorca und durch Menschen aus der Region erspart sich Christina auf diese Weise auch lange Transportwege.  Text: Alf-Tobias Zahn Fotos: Soravit L

Einfach leben – Minimalismus für den Coffee Table

Einfach leben ist ein schöner Vorsatz. Zum einen bedeutet es, sich auf die einfachen Dinge des Lebens zu konzentrieren, zum anderen sich auf das Leben an sich zu fokussieren und im Hier und Jetzt zu sein. Doch so simpel „Einfach leben“ klingt, so schwer ist es doch, dies im Alltag wirklich zu leben. Lina Jachmann hat sich in ihrem Buch „Einfach leben. Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil“ diesem Thema ausführlich gewidmet und sucht Antworten auf die Frage, wie das nun gehen mag, mit diesem einfachen Leben. Minimalismus kennen wir, meistens aus dem Leben anderer. So sehr ich zum Beispiel das Konzept des Minimalismus schätze, lebe ich selbst kaum danach. Dafür besitze ich schlichtweg zu viele Dinge: Dinge, die mich in meinem Alltag begleiten. Dinge, die mich an meine Kindheit und Jugendzeit erinnern. Dinge, die in den gemeinsame vier Wänden meiner Freundin und meinem Kind gehören. Dazu gehören aber auch Dinge, die ich noch nicht einmal seit dem Einzug in unsere gemeinsame Wohnung vor knapp 5 Jahren wieder in der Hand gehalten habe, die weder …

Ins Netz gegangen

Sportlich, schick und clever. Auf diese drei Eigenschaften könnte man die Premium Swimwear des 2016 gegründeten Bademodenlabels Woodlike Ocean von Sonja und Maurico Palma reduzieren. Nur würde man dann der Swimwear einfach nicht ganz gerecht. Modern, nahtlos und regenerativ müssten ebenfalls als Attribute hinzugefügt werden. Doch über diese bloßen Beschreibungen geht das Hamburger Label noch hinaus. Das Paar teilt die gemeinsame Liebe zum Meer, exotische Strände und einen gesunden Lebensstil. Die Kollektion der beiden Designer besteht aus vier unterschiedlichen Bikini-Ober- und Unterteilen sowie drei unterschiedlichen Einteilern in verschiedenen Farben und Mustern, die extra für verschiedene Sportaktivitäten – ob nun Yoga, Stand-Up-Paddling oder eine Surf-Session – entwickelt wurden. Sehr clever: Die Bikinis sind frei kombinierbar und werden einzeln verkauft. Viele Teile sind wendbar und einige Tops haben federleichte herausnehmbare Cups, die fast unsichtbar sind. Sie bieten totale Bewegungsfreiheit und bedecken zeitgleich genug, dass frau sich jederzeit wohl fühlt. Verwendet werden hochwertige italienische Stoffe, hergestellt aus regenerativem Econyl® Garn (Econyl® verwendet wiedergewonnene Fischernetze und andere recycelte Materialien für die Produktionsverfahren, woraus ein neues hochwertiges Garn gewonnen wird). …

Willst auch du einen #KarmaBag?

Erst Sneaker, jetzt Rucksack: Die Macherinnen und Macher hinter den Karma Chucks haben sich etwas Neues ausgedacht und möchte mit euch gemeinsam jetzt den Karma Bag auf die Straße bekommen. Beim #KarmaBag handelt es sich um einen von der Crowd mitgestalteten, nachhaltig produzierten Rucksack. Unter der Federführung von Mela Wear, die ihr auch auf der diesjährigen Ethical Fashion Week Berlin besuchen könnt, unter fairen Bedingungen in Indien hergestellt. Und jetzt kommt ihr wieder ins Spiel: Über das Crowdfunding bei Startnext sucht das Team der Karma Classics noch 500 Prosument*innen – PROduzent*innen, die auch KonSUMent*innen sind –, um die Produktion ins Rollen zu bringen! Wer noch weitere Details benötigt: Die Bio-Baumwolle stammt von Nobel Ecotec. Der #KarmaBag wird in einer Fairtrade zertifizierten Fabrik in Kalkutta hergestellt. Das Leder kommt pflanzlich gegerbt aus Chennai. Bis auf die Metallschnallen (China), stammt die gesamte Lieferkette aus Indien und wird in regelmäßigen Abständen von Partner Mela Wear besucht. Amira Jehia, Jakob Listabarth, Shai Hoffmann und Nona Schmidt hoffen nach der erfolgreichen Crowd-Design-Phase nun auch auf eine Crowd-Funding-Phase. Auf Startnext könnt …

Khala – die Fashionbrücke München-Lilongwe

Wer beim Namen Lilongwe ins Grübeln kommt, den kläre ich gerne auf. Lilongwe ist die Hauptstadt von Malawi und liegt in Südostafrika. Dort soll die erste Kollektion von Khala – Fair Fashion from Malawi produziert werden, die ihr aktuell über ein Crowdfunding auf Kickstarter unterstützen könnt. Hinter dem Label stecken Nellie George-Donga, Hubert Mirlach, Melanie Rödel, Benedikt Habermann sowie Jessica Tarisch und Christine Overbeck von Piekfein Design München. Khala soll Impulse setzen, Hilfe zur Selbsthilfe leisten und Chancen für Menschen schaffen, die ohne das nötige Kapital von Außen keine eigenen Initiative ergreifen und sich für einen selbstbestimmten Lebensweg entscheiden können. Eine Partnerschaft zwischen München und Lilongwe auf Augenhöhe. Das Signé von Khala ist die Verwendung von Chitenje. Die Stoffe bestechen vor allem durch ihre kräftigen Farben. Sie bestehen aus malawischer Baumwolle. Durch günstige Importware ist auch in Malawi die Textilindustrie auf dem absteigenden Ast. Khala möchte hier einen Beitrag dazu leisten, dass Chitenje weiterhin verwendet wird und nun auch den Weg auf den europäischen Markt findet. Die Premierenkollektion besteht aus einer Bomberjacke, Headbands, einer Fliege, …

STAND UP!

Ja, auch ich bekenne mich! Wie bereits einige meiner sehr geschätzten Blogger-Kolleginnen und -Kollegen unterstütze ich das gemeinsame Projekt von Peppermynta und dem Hamburger Label Waterkoog. Die STAND UP! Kampagne will Menschen dazu motivieren, ihre Meinung zu sagen, Interesse an den Dingen um uns herum zu zeigen, sich zu engagieren und über genau dieses Engagement auch zu berichten und idealerweise auch andere dadurch zu inspirieren. Klar ist: In Zeiten von populären rechten Parolen und Positionen durch die AfD, erodierenden Freundschaften mit langjährigen Partnern wie den USA (danke, Donald Drumpf!) und dem Abgesang auf Europa durch Nationalisten in vielen europäischen Ländern ist es umso wichtiger, zusammen zu halten und Haltung zu zeigen. Auch wenn es banal klingen mag: Ohne Toleranz dem Anderen gegenüber – und der anderen Religion, der anderen Meinung, dem anderen Lebensstil etc. – sowie mehr Mitmenschlichkeit und Mitgefühl uns und unseren Mitmenschen gegenüber wird es schwer für uns und unsere Freunde in diesen durchaus turbulenten Zeiten. Eigentlich sind dies Grundsätzlichkeiten einer offenen und freien Gesellschaft, in der jede/r so sein darf wie er/sie …