Monate: Mai 2016

Nach dem Crowdfunding – VIRTŪ shared sense

Der Abschluß meiner Reihe „Nach dem Crowdfunding“ gebührt einem Team von Menschen, die nichts weniger versuchen, als das perfekte Herrenhemd auf den Markt zu bringen. Mit einem der beiden Gründer von VIRTŪ shared sense, Guillaume Vaslin, blicke ich noch einmal auf das erfolgreiche Crowdfunding des Labels zurück. Wie lief, rückblickend betrachtet, für dich das Crowdfunding von VIRTÚ für das perfekte Herrenhemd? Das Crowdfunding war eine sehr mühsame Erfahrung. Vor allem aber, weil wir gar nicht vorbereitet waren. Theoretisch benötigt man für eine solche Kampagne mindestens drei Monaten Vorbereitung. Wir hingegen haben in drei Wochen die Produktion auf die Beine gestellt, das Video gedreht und die Firma gegründet. Ein Pre-Campaigning mit dem Ziel, unser Netzwerk auf das Crowdfunding vorzubereiten – dafür blieb bei uns nicht die Zeit, was die Kampagnenzeit selbst um so spannender und intensiver machte. Was war aus deiner Sicht ausschlaggebend für den Erfolg? Die 80/20 Regel. Du musst den Trigger identifizieren, der dir am meistens Visibility & Conversion bringt. PR zum Beispiel bringt nichts – es ist nur ein Ego-Sache, die eventuell einen …

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Streetcredibility dank SUNA

Habt ihr schon einmal von der Gattung der Caesalpinien gehört? Nein? Nicht schlimm und keine Sorge – ich drifte heute nicht in die Botanik und ins Unterholz ab. Vielmehr möchte ich euch ein Label aus Potsdam vorstellen, dessen neue Kollektion namens SUNA gestern Abend ihre Premiere hat. Vorhand auf also für Rotholz! Rotholz wurde 2009 gegründet und steht für faire und ökologische Streetcredibility. Der Fokus liegt auf einfachen Schnitten und hochwertigen Stoffen. Inspiriert von japanischen Holzschnitten des 19. jahrhunderts und der essentiellen japanischen Designästhetik konzentriert sich das Label auf das Wesentliche. Minimalismus gepaart mit Qualität und der daraus resultierenden Langlebigkeit. Die Mode aus der Feder von Rotholz ist fair produziert und wird in limitierter Stückzahl in Deutschland hergestellt. Seit gestern steht nun die neue Kollektion in den Startlöchern. Mit SUNA zurück zu den japanischen Wurzeln Auch diese Kollektion ist, wie bereits die vorrangegangenen, limitiert. Sie besteht aus T-Shirts, Sweatshorts und Caps, erneut in gedeckten Farbnuancen. Wichtig war dem Team von Rotholz, zu reduzieren und ihre Liebe in Details zu stecken. Heißt konkret: Die Farbakzente ziehen …

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Nach dem Crowdfunding – SHIPSHEIP. Holistic Fashion.

„Nach dem Crowdfunding“ ist meine neue Reihe, in der ich hinter die Kulissen von den so erfolgreichen Crowdfundings blicke. Dafür habe ich bisher die Macherinnen und Macher von PaperJohn, ANNAMARIAANGELIKA und Sock up your life zum Interview gebeten. Zu diesem illustren Kreis gesellt sich heute noch Danny Wawrzynia, eine Hälfte des Slow Fashion Labels SHIPSHEIP. Auch von ihr wollte ich wissen, wie sie rückblickend ihr erfolgreiches Crowdfunding bewertet und was danach passiert. Maz ab! Wie lief, rückblickend betrachtet, für euch das Crowdfunding von SHIPSHEIP? Für uns lief das Crowdfunding wirklich sehr gut, auch wenn es viel Arbeit war. Einige kleine Dinge gab es natürlich, die man beim nächsten Mal besser machen könnte. Grundsätzlich würden wir früher anfangen, alles vorzubereiten – Inhalte, Bilder, Interviews – damit alles steht, bevor es losgeht und man „nur noch“ koordinieren, nicht mehr generieren muss. Vor allen Dingen würden wir aber die Prototypen, die bei uns ja in Indien produziert werden, früher in Auftrag geben, da sich so etwas dann doch immer sehr viel länger hinzieht, als man denkt. Was war …

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Die 2016er Kollektion von Ölend

Seit Wochen freue ich mich darüber, dass euch ein fast 2,5 Jahre alter Artikel immer noch sehr gut gefällt. Damals, im Oktober 2013, habe ich für Kalinka.Kalinka das katalanische Rucksacklabel Ölend vorgestellt, deren Spezialität handgemachte Backpacks sind. Zwischen damals und heute ist natürlich viel passiert – Zeit für ein Update! Ölend ist gerade einmal 4 Jahre alt und wurde von Adriana Dumón und Fran Rios gegründet. Bei all ihren Kreationen haben sie den klassischen Rucksack im Kopf, den wir zum Klettern und Bergsteigen dabei haben. Angelehnt an die klassische Form, die seit über 70 Jahren Bestand hat. Im Gegensatz zu 2013 setzt die aktuelle 2016er-Kollektionen einen neuen Schwerpunkt: Mehr Minimalismus. Die verschiedenen Modelle haben einfach, zumeist geometrische Formen, die an Freud und Holden erinnern (für die Philosophen unter uns): Rechtecke, Quadrate und Zylinder. Dazu gesellen sich mit deinem maritimen Blau und einem Anthrazit zwei neue Farben hinzu, die sich in die bisherige Farbpalette von Ölend ideal einfügt. In the 2016 Ölend collection, we wanted to capture the maturity that has slowly been growing in our …

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Albrechts Teerofen trifft auf ARMEDANGELS

Noch bevor wir auf der Autobahnbrücke unsere Aufnahmen machten, musste René das optimale Licht unter der Brücke nutzen. So entstanden bereits dort einige sehr schöne Momentaufnahmen mit meinem neuen Blouson namens Andre von ARMEDANGELS. Der gute Andre ist ein Sahnestück in Schwarz, mit abschließenden Bündchen, einem dezenten Stehkragen und einer Brusttasche. Er besteht aus kba Baumwolle sowie aus recyceltem Plastik, denn: Eingeschmolzene und gereinigte Getränkeflaschen können genauso gut zu Garn versponnen werden wie natürliche Fasern. Ziemlich clever. Zu Andre konnte ich ziemlich easy meinen neuen Hoodie aus der minimalstischen Essential-/ Basic-Kollektion namens „necessities“ des schwedischen Labels To whom it may concern. kombinieren – und das dann direkt auf der Autobahnbrücke, in wunderbarem Sonnenschein und auf dem warmen Asphalt. Als Regular Fit passt er gut unter den Blouson. Dazu gesellte sich noch Torge, den ich auch noch mit im Gepäck hatte. Er stammt auch aus der aktuellen Frühjahr/Sommer 2016 Kollektion von ARMEDANGELS und ist ein Vintage Flamé T-Shirt mit Brusttasche. Torge besteht aus einem ziemlich feinen Materialmix – 75 Prozent Bio-Baumwolle und 25 Prozent Modal (Lenzig Modal …

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Checkpoint Bravo, Checkpoint Bravo – hier ruft Z²

Deutsch-Deutsche Geschichte ist in Berlin fast an jeder Ecke zu spüren. Spätestens, wenn sich Touristenmassen an der Eastside Gallery oder am Checkpoint Charlie treffen, Fotos von Menschen in alten Uniformen machen und sich Devotionalien zulegen, um zuhause von ihrer Berlin-Erfahrung berichten zu können. Es gibt dennoch Orte, die von der Berliner Geschichtsmarketingindustrie gänzlich vergessen wurden. Einer dieser Orte ist das ganze Areal in Dreilinden, rund um den DDR-Kontrollpunkt Drewitz und den West-Berliner Kontrollpunkt Dreilinden. Heute ist kaum noch zu erkennen, dass zwischen den Jahren 1969 und 1989 hier Millionen von Menschen und Autos an diesen Stellen warteten, um von West- über Ost- wieder nach West-Deutschland, in diesem Fall West-Berlin, zu gelangen. Geblieben von dieser Zeit nicht mehr allzu viel. Doch bevor wir den geschichtsträchtigen Ort überhaupt erreichten, startete unsere Z²-Reise an diesem Tag im wunderbaren Schöneberg und führte uns erst einmal durch die Berliner Stadtteile Tempelhof, Steglitz, Lichterfelde, Teltow und Kleinmachnow. Auf diesem wunderschönen Weg, am Kanal und der Kanalaue Stahnsdorf entlang, fanden wir nicht nur Kirschblüten behangene Bäume, die uns zum Verweilen einluden, sondern …

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Schwiegeromas modischer Schatz

Während ich bereits gedanklich bei der Planung der Rückfahrt war, entdeckte René nicht unweit von Albrechts Teerofen noch diesen fast schon verwunschenen Ort, der für Graffiti-Künstler das gefundene Fressen war: Eine stillgelegte Eisenbahnbrücke über die alte A115 aus Deutsch-Deutschen Zeiten. Wie wir feststellten war dies der ideale Ort, um ein kleines Schmuckstück aus dem Kleiderschrank meiner Schwiegeroma zu zeigen. Der Blouson samt Kapuze von W.M. H. LEISHMAN hat zwar schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel, ist aber immernoch eine Augenweide. Natürlich musste ich den Blouson – was für ein modischer Schatz – mit auf die Tour nehmen, als ich den zum ersten Mal bei uns zuhause am Kleiderschrank hängen sah. Dazu kombinierte ich ein Worker Pocket Shirt aus Organic Cotton sowie meine Tight Long John Original Light Faded von Nudie aus Schweden – wohl dem Vorzeigelabel in Sachen Jeans und Mens Apparel, über die ich auch den ganz wunderbaren Lukas Korschan kennenlernen durfte. An den Füßen durften an dem Tag dann auch nicht meine Sneaker von Faguo Shoes fehlen. Die perfekten Schuhe für den Sommer …

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Vorgestellt: Atelier Goldner Schnitt aus Oberfranken

Wie ihr schon des Öfteren lesen konntet, liegt mir meine fränkische Heimat am Herzen. Dazu zählt natürlich der Ort meiner Jugend, Neuhof, aber auch Nürnberg und seine ober- und unterfränkischen sowie schwäbischen Nachbarn. Fast zwangsläufig werde ich immer wieder auf tolle Modelabels und Unternehmen aus der Region aufmerksam. So entdeckte ich unter anderem ATF Clothing aus Nürnberg und auch Degree Clothing aus Augsburg – und vor Kurzem auch Atelier Goldner Schnitt, einem 1926 gegründeten Familienunternehmen aus Münchberg in Oberfranken. Ein Familienunternehmen aus Oberfranken Das Unternehmen verbindet langjährige Tradition mit qualitativ hochwertiger Mode. Dieses Ziel verfolgte das Atelier bereits 1927 als kleinstes Großversandhaus Deutschlands und verfolgt dies auch jetzt noch als Versandhandelsunternehmen für Damen- und Herrenmode. Seit 1996 arbeitet die Familie Wirth und ihr gesamtes Team mit ausgesuchten deutschen Lieferanten auf Basis eigener Schnitt- und Maßvorgaben zusammen und begleitet die Produktion vom Musterteil bis zur fertigen Konfektion. Diese Begleitung geht noch über die eigentliche Produktion hinaus, bietet Atelier Goldner Schnitt doch eine 5-jährige Garantie auf Material und Verarbeitung. Unkomplizierte Mode für Frauen Im Mittelpunkt der Womenswear …

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Frau Jona&son hat Recht: Macht mehr Neues aus Altem

Nur 20 Prozent unserer Kleidung aus dem eigenen Kleiderschrank tragen wir regelmäßig – eigentlich eine ganz unglaubliche Zahl, oder? Ich staunte nicht schlecht, als ich über diese Zahl stolperte, als ich durch das wunderbare Buch „ReDESIGN“ von Sonja Wöhrenschimmel-Wahl alias Frau Jona&son blätterte. Die Designerin und Bloggerin zeigt in ihrem Buch, wie wir Neues aus Altem nähen können und macht das so anschaulich, dass es einem noch kinderleichter vorkommt als es eh schon ist. Wobei, kinderleicht ist wohl hier dann doch etwas übertrieben. Vielmehr geht es ReDESIGN auch darum, den Wert des Handwerks zu schätzen und sich selbst einen Antrieb zu geben, die Kostbarkeiten aus dem eigenen Kleiderschrank nicht einfach der Tonne zu überlassen. Bevor wir einen tiefen Blick in das Buch werfen, noch einige Infos von mir über Frau Jona&son, die im wirklichen Leben Sonja Wöhrenschimmel-Wahl heißt und an der Kunstuniversität Linz Textilkunst und Modedesign studiert hat. Ressourcensparen und ökologische und faire Mode sind seit Jahren ihre Themen, die sie in ihrem eigenen Blog behandelt. Sie entwirft kleinere Kollektionen und leitet Redesign-/ Upcycling-Workshops ReDesign. …

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Nach dem Crowdfunding – Sock up your life

Auch heute wage ich mit euch wieder einen Blick über den Tellerrand. In meiner neuen Reihe „Nach dem Crowdfunding“ spreche ich mit den Menschen hinter den immensen populären Crowdfundings. Was waren die Gründe für den Erfolg? Wie erging es den Machern in den ersten Tagen nach dem Projektende – und was machen sie jetzt? Nach meinen Interviews zu PaperJohn und ANNAMARIAANGELIKA gibt es heute ein ausführliches Interview mit Stefan Hechberger von Sock up your life. Wie lief, rückblickend betrachtet, für dich das Crowdfunding von Sock up your life? Super! Wir haben die Fundingschwelle eine Woche vor Ende des Fundings erreicht und erhielten sogar mehr Geld als erhofft. Nur durch diese große Unterstützung konnten wir unsere Idee der „ehrlichen Socke“ realisieren. Dennoch war es eine anstrengende Zeit mit vielen Höhen und Tiefen. Wir sind sehr gut gestartet, aber schon nach ca. 10 Tagen gab es einen ziemlichen Durchhänger. Es waren Tage dabei, an denen nur ein oder zwei Personen unsere Idee unterstützten. Im letzten Drittel des Crowdfundings wurde aber in den Medien sehr viel über unser …

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