Monate: Januar 2015

Detailverliebt und gut durchdacht! Mein Rückblick auf die SEEK Autumn/Winter 2015/16 – Teil II

Jahaa – hättet ihr jetzt nicht gedacht, dass ich euch tatsächlich heute gleich den zweiten Teil meines Rückblicks auf die wunderbare SEEK Autumn/Winter 2015/16 präsentieren werde. Doch manchmal muss man die Gunst der Stunde nutzen. Deswegen stehen jetzt drei Labels im Fokus, die mich vor allem durch ihre Liebe für das Detail und gut durchdachte Lösungen überzeugt haben – und die dabei auch einfach schöne Mode machen! Stand gestern noch das Recycling im Vordergrund, blicke ich diesmal auf kluge Köpfe mit witzigen Ideen zurück. Und bei beidem landet man unweigerlich bei Sebastian Kruit von QWSTION. Der Niederländer ist CEO und Mitbegründer des Schweizer Labels, von dem ich bereits meine tolle Simple Bag habe, und hatte etwas Zeit, mir und Rapha die aktuellen Highlights etwas näher zu bringen. QWSTION arbeiten zum Teil mit wiederverwerteten Materialien und setzen bereits auf biologisch angebaute und zertifizierte Materialien, können dies auf Grund von finanziell unrentablen Margen allerdings nur für einen kleineren Produktkreis anbieten. »Zertifizierte Produktion an der chinesischen Grenze zu Tadschikistan« Die Produktion der Taschen findet im Norden Chinas statt, an der …

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Recycling is the new Black! Mein Rückblick auf die SEEK Autumn/Winter 2015/16 – Teil I

Manchmal gibt es so Tage und Wochen, die an einem vorbeirauschen. Vollgepackt mit Aufgaben, Erlebnissen und Veranstaltungen. Wochen, die einen am Ende eines jeden Tages müde in die Kissen sinken lassen. Die letzte Woche war genau solch eine vollgepackte, in der ich ungemein viel zu tun hatte, meine beiden Mädels nicht ganz fit waren und dann auch noch die Fashion Week die Zelte in Berlin aufschlug. Abseits des richtigen großen Trubels nahm ich die SEEK unter die Lupe und lag damit goldrichtig. Auf fast 6.500 Quadratmetern zeigten 220 internationale Labels ihre Kollektionshighlights für Herbst/Winter 2015/2016. Fast ausnahmslos Menswear wurde im ehemaligen Treptower Omnibus-Depot präsentiert, darunter eben auch einige grüne Menswear Labels, die ich mir für Grüne Mode ansehen wollte. Gesagt, getan. Mit meinem frisch gebackenen „Assistenten“ Rapha zog ich demnach von Stand zu Stand und bemerkte schnell, dass fast alle Labels, mit deren Gründern und Designern ich sprechen konnte, auf Recycling setzen. »Zeitgeist beyond trends« Erster Stopp: die französische Sneaker-Marke VEJA, die ihr von meinen Reviews und Outfits ja bereits kennt. Dank Melina bekam ich die Gelegenheit, die …

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Ein verheißungsvoller Auftakt – Lillika Eden mit ihrer Kollektion LUCY im Greenshowroom 2015

Auftakt zur Fashion Week in Berlin. Die Messestände waren am ersten Tag gut besucht, die Designer freuten sich über zahlreiche Gespräche und die Grüne Mode feierte ihre Premiere im Postbahnhof am Ostbahnhof. Zum ersten Mal waren die Ethical Fashion Show und der Greenshowroom unter einem Dach vereint. Mittendrin: die Newcomer von Lillika Eden. Lilli und Kasper, die beiden Katzen von Designerin Julia Muthig standen Paten für den Namen des eigenen Labels, das sie nach ihrem Diplom an der Mode Design Schule Zürich gründete. Pünktlich zur aktuellen Herbst/Winter 2015/2016 Saison wurde die zweite Kollektion des Labels, LUCY, enthüllt. LUCY ist nachhaltig und fair in Deutschland hergestellt worden und besteht aus GOTS-zertifizierten Stoffen oder aus kontrolliert biologischem Anbau respektive aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Im Zusammenhang mit Lillika Eden habe ich zudem zum ersten Mal von gewaltfreier Seide gelesen – man lernt nie aus. Darüber hinaus dürfe in der Weiterverarbeitung keine giftigen Farbstoffe zum Färben verwendet werden und regionale Produkte wie der Bio-Leinen werden mit Vorliebe bevorzugt und zum Beispiel von einer Manufaktur in Deutschland angebaut und verwebt. Und wie sieht …

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Ausgezeichnete Kindermode aus Berlin – wool candy macht Kinder- und Elternherzen froh

Vor wenigen Tagen war es soweit: das kleine Berliner Kindermodelabel wool candy erhält von der INNATEX, der internationel Fachmesse für nachhaltige Textilien den Förderpreis „Design Discoveries„. Eine tolle Auszeichnung für Stephanie Raatz und ihre Mutter Carola, die wool candy im Frühjahr 2014 gegründet haben. Die ehemalige Steuerberaterin hat ihren Job gekündigt, um sich gemeinsam mit ihrer Mutter, der „Directrice“ der ersten Kollektion für diesen Winter, voll und ganz auf das eigene Start-Up zu konzentrieren. Verwendet wird 100 Prozent Bio-Schurwolle, eine Seltenheit im Kindermodebereich. „Wir haben lange nach der richtigen Wolle geforscht. Wir wollten eine Schurwolle, die aus biologischer Tierhaltung ist. Wo die Schafe beim Scheren nicht leiden“, erzählt Stephanie Raatz auf modepilot.de. Wir fanden, dass es zu wenig Kindermode aus wirklich hochwertigen Materialien und mit schönem Design gibt. Häufig werden Baumwolle oder Kunstfasern verwendet – aber auch Wolle ist oft mit Chemikalien ausgerüstet, die ungesund sind und Allergien auslösen können. Zudem produzieren auch hochpreisige Hersteller in Ländern wie China oder Bangladesh mit geringen Herstellungskosten und den damit verbundenen Problemen, dennoch wird die Kinderkleidung zu hohen Preisen …

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Mein neuer Wegbegleiter – die Simple Bag von QWSTION

Nochmal Schweiz, nochmal Zürich! Nach meiner gestrigen Vorstellung von F-ABRIC aus dem Hause FREITAG gibt es heute nicht nur die ersten fotografischen Eindrücke von Zieger und mir aus unserem Bikini-Shooting (wie das klingt!), sondern auch einen Artikel über meinen neuen Wegbegleiter – die Simple Bag von QWSTION. Die Simple Bag ist ideal für Reisen, auf denen man nicht wirklich viel benötigt. Trotz 18 Liter Fassungsvermögen passt aber nicht nur Laptop und iPad in die Tasche, sondern auch noch Shirt, Pullover und das obligatorische Reisenecessaire. Einem Wochenendausflug steht die Simple Bag nicht im Wege. Der Außenstoff besteht aus Baumwollcanvas und einem festen Ledergriff sowie einem Sicherheitsgurt-Nylon mit Circlestitch®. Idealerweise ist es noch Wasser abweisend. Meine liebste Trageposition ist eindeutig locker über die Schulter geschwungen, auch wenn die Tasche auch noch als klassischer Rucksack und als Handtasche funktioniert. »Stilvolle Taschen und grüne Special Editions« Hinter QWSTION stecken Sebastian Kruit, Christian Kaegi, Fabrice Aeberhard, Matthias Graf sowie Hannes Schoenegger. Die fünf Herren wollten ein Produkt für den täglichen Gebrauch gestalten, in einem eigenständigen Stil, der genau so gut auf einem Fahrrad …

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20 Jahre LKW-Planen sind genug – Freitag präsentiert mit F-ABRIC eigene Stoffe für robuste Kleidung

FREITAG kennt jeder. Die Taschen aus LKW-Planen waren der erste durchschlagende Erfolg für Upcycling, als das Wort vor knapp 20 Jahren noch gar nicht en vogue war. Ohne wirkliche Intention, in die Kleidungsindustrie einzusteigen, haben die Schweizer mit F-ABRIC vor kurzem nicht nur eine eigene Modelinie auf den Markt gebracht, sondern konsequenterweise auch noch eigene Stoffe entwickelt. Glücklicherweise durfte ich im Rahmen des neuen Shootings für »Z² – Zahn & Zieger unterwegs« mit dem werten Herrn Zieger einige ausgewählte Stücke der Kollektion testen. Die Gebrüder Freitag, so die Legende, suchten eigentlich nach Arbeitskleidung für die eigenen Mitarbeiter. Auf der Suche stellten sie fest, dass es Textilien mit den gewünschten Eigenschaften „robust“, „konsequent nachhaltig produziert“ und „kompostierbar“ nicht gibt. Gesagt, getan entwickelte Freitag eigene Textilien aus Bast, Hanf und Modal. Daraus entstanden dann ein weicher Broken Twill für Hosen, ein lockerleichtes Jersey und ein Herringbone-Futterstoff für die Hosentaschen. Ein weiterer Clou: Alle Produktionsschritte finden in einem Umkreis von maximal 2.500 Kilometern statt. Das klingt im ersten Moment viel, allerdings beträgt alleine die Strecke zwischen Zürich und etwas Bangladesh schon …

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What you should care about (when it comes to fashion) – The Superfluous Culture aus Montréal stellen die richtigen Fragen

In den letzten Tagen fiel es mir ungemein schwer, wieder mit dem Schreiben zu beginnen. Dies lag nicht an exzessiven Fest- und Feiertagen, sondern vor allem an #JeSuisCharlie und #JeSuisAhmed, den Ereignissen in Paris. Eine unfassbare Katastrophe, die ich mit schweren Gedanken im Kopf im Liveticker und in Nachrichtensendungen verfolgte und die mich ungläubig zurücklassen. Eine Katastrophe, die nach vollständiger Aufklärung schreit, die aber angesichts von 15 Toten, inklusive den mutmaßlichen Attentätern, sehr schwer durchführbar sein wird. Eine schreckliche Vorstellung. Mir erschien das Schreiben über Mode in diesem Moment ungemein nichtig, vernachlässigbar, unbedeutend. Umso wichtiger war es mir für den Start in diesem Jahr über ein Label zu schreiben, das nicht einfach „nur“ Grüne Mode produziert, sondern sich um die Zusammenhänge im Leben, im täglichen Handeln bewusst ist und dadurch selbst bei den häufig so nachdenklichen und ethisch korrekten Grünen Modelabels heraussticht. The Superfluous Culture aus Montréal, Kanada, macht genau diesen Unterschied aus. Dem Label geht es neben der Mode vor allem um die Auseinandersetzung damit, woher die eigene Kleidung stammt und was davon eigentlich überhaupt benötigt wird. Wer kennt nicht die …

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